Berichte Tarifa-Grenze Andorra
Vom 26. Januar – 22. Februar 2020; 29 Tage; 1.450 km; 13.045 Höhenmeter; 241 km zu Fuß

Gesamt Teil 5: 349 Tage; 14.595 km; Höhenmeter: 95.485 m; Gesamte Traumradreise 2014-2019: 72.418 km
Autor: Michael Schreiber

#Vom 26.Januar 2020 - 04.Februar 2020 Tag 321 - Tag 330
#Vom 05.Februar 2020 - 13.Februar 2020 Tag 331 - Tag 339
#Vom 14.Februar 2020 - 20.Februar 2020 Tag 340 - Tag 346
#Vom 21.Februar 2020 - 23.Februar 2020 Tag 347 - Tag 349


Vom 26.Januar 2020 - 04.Februar 2020 Tag 321 - Tag 330
Etappe Tarifa-Cordoba 359 km; Zu Fuß 70 km

Datum km Schnitt Max km/h Höhenmeter Zielort
26.1.2020 2,70 9,94 22,50 20 Tarifa
27.1.2020 73,65 17,07 46,11 661 Los Angeles
28.1.2020 60,46 11,56 42,89 1572 Ronda
30.1.2020 47,79 14,71 45,69 761 Ardales
31.1.2020 43,85 13,79 45,03 787 Antequera
1.2.2020 91,35 17,28 44,32 770 Montemayor
2.2.2020 39,30 19,02 44,32 476 Cordoba

Ich habe es geschafft! Ich bin zurück in Europa. Auch hier eine lasche Zollkontrolle, ich hätte die Gepäcktaschen voller Haschisch haben können. Ich habe mir sogar einen Einreisestempel geben lassen.
Zur Unterkunft waren es die ersten 1,5 Radkilometer und auch die ersten 20 Höhenmeter auf meinem Heimatkontinent. Da ich mein gebuchtes Miniappartement leider erst um 13 Uhr beziehen konnte, habe ich meine Radschuhe gegen die Laufschuhe getauscht. Ich bin durch die kleine Altstadt zum Strand, wo das Meer durch die Sonne wieder tief blau schimmerte. Vieles doch anders, statt des Rufs des Muezzin Glockengeläute heute am Sonntag, alles sauber, Stadt Bier im verborgenen zutrinken gab es das hier in der Sonne vor den Lokalen. So sitze ich nun genau in einem solchen beim ersten frisch gezapften Cruzcampo. Schön so draußen und in der Sonne. Neben mir eine Gruppe Deutscher, wo von einer hier lebt und die anderen bei ihm zu Besuch sind. Einer ist aus Wittlich und betreibt dort das Hotel Well. Ich werde wohl mal bei Ihm anklopfen, wenn ich bei meiner Schwester in der Eifel bin.
Nun konnte ich auch mein Appartement beziehen und mir in meiner Küche Nudeln kochen. Anschließend ging e auf die zweite Runde durch Tarifa und ich bin im La Gorrocha gelandet. Leben auf der Straße, nicht nur die Männer im Café wie in Marokko, sondern auch die Frauen in Mini und ohne Kopftuch und die Kinder spielten Fußball auf der Straße. Ich habe mir eine teure aber leckere Käseplatte zum Bier gegönnt und weiter dem spanischen Lebensstil zugeschaut.
Das ist doch ein riesiger Unterschied zu Marokko. Bin dann noch zum Punkt wo die Grenze zwischen Atlantik und Mittelmeer angezeigt wird und über den Strand zur Bierprobe spanisches Amstel und San Miguel in der Vacaloca Bar, wo neben mir das offene Feuer loderte. Auf dem Grillrost darüber wurden fette Steaks gegrillt. Zugleich wurde einem hier lebendem Engländer Kuchen mit Kerze serviert, denn er hatte heute Geburtstag. Ich bin noch zum letzten in die Surferbar nebenan gewechselt bevor ich in mein Bett bin, wo ich gut geruht habe.
Nachdem es hell war, habe ich mein Fahrrad gesattelt und bin Richtung Köln aufgebrochen. Zuerst musste ich die zwei Pässe El Cabrito 340 m und El Bujeo 320 m meistern. Von hier hatte man in die eine Richtung einen tollen Blick zurück auf Tarifa und in die Andere den Blick auf den Felsen von Gibraltar. Nach der Abfahrt war ich auf der Autobahn ähnlichen Umfahrung von Algaciras. Sie mündete nach der Stadt in die Küsten Autobahn. So musste ich umkehren und einen Umweg von 15 km nehmen entlang eines Nationalparks, wo es viele ausgeschilderte Wanderwege gab.
An einer Kreuzung fragte ich einen der vielen hier gesichteten Rennradfahrer nach dem besten Weg, um auf die Straße nach Ronda zu kommen. Er fackelte nicht lange und fuhr mir voraus um mir den Weg zu zeigen und so waren wir flott die 5 km gefahren und ich war auf dem richtigen Weg. Das Problem das mein Navi nicht den Weg fand war, das wir kurz 100 m über die Autobahn über eine Brücke sind.
Bald traf ich auf den ersten Fahrradweg und es war sehr schönes radeln auf den nächsten 15 km und dazu nur minimale Anstiege sonst flach. Die ersten Orangenplantagen waren zu sehen und in der Ferne die höheren Berge der Sierra Nevada und dann erblickte ich Jimena de la Fontera und auf dem Berg ganz oben, an dem sich der Ort nach oben zog, das Castillo.
Mir war gleich klar, wenn du unten an der Hauptstraße eine Unterkunft findest, ist es deine. Diese fand ich in Los Angeles und es war wieder ein Appartement. Mal schauen, ob ich mir am Abend noch was koche. Bin aber zuerst mal die 2 km nach Jimena gelaufen. Der letzte Kilometer steil hinauf durch die weiße Stadt zur Burgruine. Sie war frei zugänglich und bot einen tollen Ausblick über die Landschaft bis hin zu den hohen noch weiß bedeckten Gipfeln des Gebirges. Dieses Gebirge steht mir morgen auf dem Weg nach Ronda bevor. Doch nun genieße ich, neben dem alten Kirchturm auf dem kleinen Plaza de la Constitution in Jimena, welcher von vielen Bodegas umgeben ist ein Mahou Bierchen in der Café Bar La Cabra. Mal wieder ein schöner, anstrengender Radtag, doch das Schön steht vor dem anstrengend. Zurück in Los Angeles war ich dann wieder im echten Spanien, den anstatt Engländer saßen hier überwiegend alte Männer in der Café Bar und es wurde viel Geld in die Slot Maschinen geworfen. Doch was ich hier nach den über 2 Monaten in Marokko genieße, ist das Rauchverbot in Restaurants und Kneipen. Ich habe noch kurz was eingekauft und mir in meinem Appartement Nudeln gekocht.
Am Morgen war ich schon um vor 9 Uhr auf dem Rad und nach 4 km im ersten Anstieg dem nach einer kleinen Abfahrt gleich der zweite folgte. Es ging auf 641 m hinauf nach Gaucin.
Doch das sollte nur der Anfang der heutigen Bergetappe sein. Es ging wieder kurz hinunter ins nächste weiße Dorf Andalusiens. Phänomenale Landschaft, die ich ja schon vor vielen Jahren in einem Kurzurlaub besucht hatte. Doch Auto und Fahrrad sind ein riesiger Unterschied. Nach viel Anstrengung hatte ich den Pass Puerto del Espino mit 780 m erreicht. Doch es folgte ein Anstieg dem Nächsten. So schraubte ich mich bis auf 1014 m hoch und das bei einem kräftigen Gegenwind, was mir noch mehr Kraft aus den Beinen saugte. Die weißen Gipfel der Sierra Nevada waren nun noch näher. Nun ging es hinunter über 10 km hinunter ins Tagestouristen, überfüllte Ronda, meist Chinesen mit Fähnchen voraus.
Da ich müde Beine hatte, habe ich gleich im ersten besichtigten Hotel im Zentrum Quartier bezogen.
Ich habe geduscht und meine versalzenen Beinlinge gewaschen.
Ich bin dann lieber etwas nach außerhalb gelaufen um den Touristen zu entgehen und mein Zielbier in der Bodega San Francisco genossen. Danach habe ich eine günstigere Bar gefunden La Esquina mit leckeren Tapas, die gerade frisch gemacht wurden. Zuvor bin ich schon an einigen mir bekannten Sehenswürdigkeiten vorbeigekommen, darunter die alte Brücke die, die von einer tiefen Schlucht getrennten Teile Rondas verbindet, zwei Kirchen und der Stierkampfarena. Doch morgen mache ich in Ruhe einen schönen Rundgang.
Dank des guten Wetter, war dies möglich und er wurde länger als gedacht und es wurde eine Wanderung, um Ronda hinunter in die Schlucht von wo die Brücke am besten zu sehen ist. Auf weitem Weg durch das Tal bin ich am anderen Ende von Ronda wieder hinaufgestiegen und noch kreuz und quer durch die Stadt. So war es schon Nachmittag und ich habe mir im Supermarkt einen Tunfisch Salat, Gurken und Brot gekauft als das teure Essen in den Restaurants. Nun Sitze ich beim Tagebuch tippen im La Esquina bei günstigem Bier und Tapas die hier nur einen Euro kosten.
Nun sitze ich noch zum Abschluss im Cafe La Quinta bei Tapas Serano und Cruzampo und stelle euch die Berichte online. Morgen geht es weiter nach Granada. Ich denke 2 Tage bis dort.

Am Morgen ging es endlich weiter und nicht wie ich die ganze Zeit geschrieben nur durch die Sierra Nevada, sondern das Gesamte südliche Gebirge nennt sich Betische Kordillere, spanisch Cordilleras Béticas oder Sistema Penibético, auch Andalusisches Faltengebirge genannt. Heute ging es durch den Teil des Nationalparks Sierra Nieves, die Sierra Nevada wartet weiter östlich auf mich. Zuerst wieder kräftig hinauf zum Pass Puerto del Viento mit 1190 m so sagte es das Schild, mein Navi zeigte weniger an aber das ist nicht das entscheidende, sondern die sich schnell ändernde Berglandschaft. Von schroffen Felsen, zu Bergwäldern oder sanften grünen Wiesen. Der Pass führte hinüber nach El Burgo, wo ich damals in meinem Andalusien Urlaub meine Unterkunft hatte. Lange ist es her. Vom Pass führte die Straße hinab, über einen kleinen Gegenanstieg, der zwischen zwei steil aufragenden Felswänden hindurch zu einer kleinen Hochebene führte. Danach fiel sie weiter steil bergab durch einen Wald nach El Burgo.
Von hier ging es über eine schmale, nicht so gute Straße, mit einigen Auf und Ab's, nach Ardales. Weiter Blick in die Ferne zu einem Stausee. In Ardales habe ich spontan und unplanmäßig Quartier in einem noblen Appartement bezogen. Nun genieße ich in dem wieder weißen Dorf das an einem Felsen lieg, auf dem Dorfplatz die Sonne.
Nach kurzem verweilen bin ich durch die steilen Gassen des Ortes hinauf zur Burgruine gestiegen, die aber nicht zugänglich war, genau wie auch die Kirche verschlossen war. Da bin ich zurück ins Apartment und habe mir meine letzten Nudeln aus meiner Radtasche zubereitet. Nach dem Verzehr habe ich gleich neue gekauft im kleinen Tante-Emma Laden der gerade öffnete. Denn hier in den kleinen Dörfern gibt es keine großen Supermärkte und es gibt auch keine genauen Öffnungszeiten.
Nun sitze ich mit meinem Notebook im Restaurant Juan-Vera und schaue zu was so passiert. Nebenbei habe ich meine Unterkunft im 45 km entfernten Antequera gebucht und kann so morgen entspannt entlang das Stausees radeln. Im Fernsehen lief die Wettervorschau der nächsten Tage und es sieht echt gut aus.
Am nach dem Frühstück in meinem Appartement, es hätte auch ein Frühstücksbuffet für 6 Euro gegeben, bin ich zum Stausee Embalse del Conde de Guadalhorce und zum Embalse del Guadalteba aufgebrochen. Hier liegt auch die Schlucht El Caminito del Rey wo an der steilen Felswand ein Weg vorbei führt. Hier strömten am Morgen schon viele Touristen zum Eingang der Heute vom Nebel verschlungenen Schlucht. So waren die Berge nur schemenhaft zu sehen. Der zweite Anstieg war hinauf zu dem bereits erwähnten zweiten Stausee von dem es nach einer Flachpassage weiter auf 561 m hinauf ging. Nun waren die Landschaft schon wolkenfrei. Noch mal ein Blick auf den Stausee und die vielen Olivenbäume. Doch ich konnte auch schon den nächsten Anstieg sehen den ich durch eine Abfahrt erreichte. Bis 3 km vor meinem Ziel Antequera war ich wieder auf 661 m hinauf geklettert. Nun ging es hinab in die Stadt zu meiner gebuchten Unterkunft Hostal Colon. Sie war ok für eine Nacht doch nicht zum Verweilen, so habe ich meinen Rundgang zur Stierkampfarena angetreten. Die Tore standen offen und so konnte ich hinein. In der Stadt gab es unzählige alte Kirchen und schöne Stadthäuser. Doch die Kirchen waren entweder verschlossen oder man nahm Eintritt. Doch eigentlich sind Kirchen zum Beten da. So habe ich keine von innen gesehen, sondern sie nur von außen bewundert und dabei in der Bodega Santa Maria mein Zielbier in Malaga gebraut in der Sonne genossen. Es gab Oliven dazu, doch ich muss sagen die Oliven in Marokko waren besser eingelegt und somit viel, viel leckerer. Hier habe ich auch in mein Navi geschaut und nun weiß ich nicht, ob ich morgen wie geplant nach Granada radel oder vielleicht nach Cordoba. Für Cordoba spricht, dass ich dort noch nicht war, im Gegensatz zu Granada.
Anschließend bin ich weiter um die Alcazaba (Moorish Fort) zum Tapas Essen am Plaza del Portichuelo mit dem Blick auf die Cappella Virgen del Socorro und die Kirche Santa Maria de Jesus.
Nun sitze ich in der Kneipe La Paz. Hier ist das Ambiente voll krass, ein alter Mann hinter der Theke, ich der einzige Gast und überall heiligen Bildchen bis hin zu heiligen Poster von Jesus und Maria. Da kann einem eigentlich nichts passieren.
Weiter ging es zu einer schlechten Pizza, die ich im Cafe des Hotel Castilla mit einem Bier runtergespült habe. Auf dem Weg hierher habe ich mir endlich mal eine spanische Landkarte gekauft, aber ich weiß immer noch nicht wo es Morgen hingeht.
Nach einem weiteren Bier ist die Entscheidung gefallen. Cordoba ich komme. Ob ich dann nach Valencia oder über Toledo, wo ich mal mit einer Kollegin von meiner alten Firma war, direkt nach Barcelona entscheide ich dann. Doch noch sitze ich immer noch in dem Hotel Café gegenüber meiner Unterkunft mit Leuten aus Cordoba und von hier bei gratis Tapas und freue mich auf die neue Route. Irgendwie ist es hier an der Theke wie in Köln, alles voll besetzt. Doch dann ging es doch ins Bett.
Am Morgen habe ich die Flachetappe Richtung Cordoba in Angriff genommen, so wurde es mir am Abend zuvor im Café beschrieben. Auf den ersten Kilometer war es auch Flach bis Bergab, doch langsam stieg die Straße wieder an. Es lag Nebel über dem Land. Viele Rennradfahrer überholten mich, ich habe mich wie auf der Panzerstraße rund um den Kölner Flughafen gefühlt. Doch dann kam eine tiefe Schlucht, in die ich hinunter musste, eine Brücke gab es nur für die Autos auf der Autobahn. Doch meine Beine waren am Morgen recht gut und ich war über einige Serpentinen wieder schnell oben. Doch das auf und ab, von Dorf zu Dorf sollte anhalten, so habe ich früh beschlossen nochmal vor Cordoba zu nächtigen.
In die Olivenplantagen mischen immer mehr Weinfelder, die Reben waren aber allen noch zurückgeschnitten und kahl. Meine guten Beine vom Morgen waren nun nach fast 85 km müde und ich war froh im Hotel Castillo de Montemayo einzukehren.
So sitze ich nun nach einem Rundgang durch die Gassen am Dorfplatz in der Bar Casino und aktualisiere meine Homepage, tippe Tagebuch und habe für Morgen ein Appartement in Cordoba gebucht. So kann ich morgen relaxt radeln und Cordoba erkunden, ich freue mich schon.
Nach Tapas ging es zurück ins etwas unruhige Hotel.
Doch am Morgen war ich gut ausgeruht und es ging 3 km bis in den nächsten Ort, wo ich Getränke und Käse an einem kleinen Shop kaufte. Hier bekam ich die Information das die Straße gerade aus weiter nur auf dem Highway oder hier Autostrada genannt, führte. Ich solle nach Santa Cruz fahren und von dort der Hauptstraße nach Cordoba folgen. Es war genau richtig und es ging hinab über 10 km durch grüne sanfte Hügel, die mittlerweile die Berge verdrängt hatten, nach Santa Cruz. Doch nach Cordoba sollte noch ein Anstieg folgen. In den Hügeln lag noch der Frühnebel, der die Landschaft in einer besonderen Stimmung darbot. Dann habe ich Cordoba im Tal des Rio Guadalquivir erblickt und auf einem Rastplatz Frühstückspause mit Toast, Käse und Gurken gemacht. Von hier waren es noch 7 km zum gebuchten Appartement.
Doch ich stand vor verschlossener Tür, so musste ich telefonieren und bekam nach Angabe meiner Passdaten den Zugangscode zum Haupteingang und zu einer Box an meiner Wohnungstür in dem sich mein Schlüssel befand. Ich konnte hier mein Gepäck deponieren und mich umziehen, denn die Wohnung musste noch gereinigt werden.
So bin ich in dieser Zeit durch die Stadt gelaufen, die mir gleich gefiel. Wie auch das Café La Bicicletta in dem ich gelandet bin. Günstiges Zielbier für 0,95 Euro.
Danach habe ich meine Wohnung bezogen, in der es sogar eine Waschmaschine gab, die ich gleich genutzt habe und meine Radklamotten gewaschen habe. Zwischenzeitlich habe ich mir meine restlichen Nudeln gekocht und auch wieder mal mit Deutschland telefoniert.
Nun sitze ich wieder im La Bicicletta, nachdem ich den zuvor mir geschenkten Aufkleber des Lokals an meinem Fahrrad angebracht hatte.

Am Morgen habe ich Gefrühstückt und bin anschließend zum ersten Highlight von Cordoba auf der gegenüberliegenden Seite des Rio Guadalquivir. Es war der Lidl, wo ich mich mit Lebensmittel für die 2 Tage im Appartement eingedeckt habe. Und so gab es zurück in der Wohnung zum ersten Mal nach zwei Monaten wieder Salami auf dem Brot.
Dann ging es aber zum wirklichen Highlight von Cordoba. Ich bin gerade nach dem Ende meines Rundgangs immer noch beeindruckt von der Moschee-Kathedrale. Es ist wahr war im Prospekt steht: Eines der einzigartigsten Denkmäler der Welt, Zeuge einer tausendjährigen Allianz zwischen Kunst und Glaube. Die ehemalige Moschee die auf den Grundmauern der Basilika Sankt Vinzenz aus dem 6 Jh. errichtet wurde und in 3 Stufen bis zum Jahr 994 erweitert wurde und 1031 aufgelöst wurde, sie 1146 zum katholischen Gotteshaus. Es wurden in Ihr Kapellen errichtet und zentral das heutige Herzstück, genannt Vierung mit dem Altar und dem Chorgestühl. Einzigartig ist der Wald aus Säulen, Bögen und Kuppeln. Sie werden durch die zweifarbige Farbgebung hervorgehoben. Ich konnte mich an der faszinierenden Schönheit des Bauwerks nicht satt sehen. Ich war bestimmt eine knappe Stunde hier, bevor es auf die im Preis inbegriffene Ruta de las Inglesias Fernandinas ging. Es waren am Ende mit der Kathedrale 10 Gotteshäuser die ich besuchte. Die Kirchen Dichte Cordobas ist wie in Köln. Auf dem Weg bin ich noch durch diverse Parks gekommen und viele Gassen. Auf dem morgigen Rundgang stehen noch weitere Kirchen auf dem Programm, wie auch der römische Tempel und der Plaza de la Corredera. Am Fluss habe ich gestern schon die römische Brücke und das prächtige römische Stadttor bewundern können.
Nun ruhe ich meine Füße und Beine beim Bierchen im La Bicicletta aus bevor es zum Kochen ins Appartement geht. Und ja ich bin immer noch von der Moschee-Kathedrale beeindruckt.
Es gab Nudeln mit Bolognese Soße, dazu frisches Baguette. Anschließend bin ich samt Notebook unter dem Arm ins Bicicleta und habe den Abend dort ausklingen lassen. Den Absacker gab es am Eck gegenüber meiner Unterkunft.
Nach gutem Schlaf habe ich mit zum Frühstück Salami Baguette und Cappuccino gemacht. Danach kurz eingekauft und ab auf Besichtigungsrunde Nummer zwei. Sie begann mit dem Besteigen des Glockenturms der Moschee-Kathedrale. Ich hatte am Automat ein Ticket für 10 Uhr gezogen für 2 Euro. Genau wie die Moschee-Kathedrale wuchs, wuchs auch der Glockenturm, der auf das ehemalige Minarett aufgesetzt wurde. Die Wandlung vom Minarett zum christlichen Turm begann 1593. 1664 erreichte er das heutige Aussehen. Es waren 107 Stufen bis zur dritten Plattform. Hier hatte man eine tolle 360 Grad Aussicht auf die Stadt Cordoba und das heute wieder bei strahlend blauem Himmel. Auf der zweiten Ebene hingen 12 massive Glocken, je drei pro Seite und über der dritten Ebene noch mal 4 Glocken.
Nachdem ich wieder unten war, habe ich weitere 4 Kirche Cordobas besichtigt, wo vor einer das Kreuz Cristo de los Faroles stand, welches von vielen alten Leuchten umgeben war. Auf dem Weg zwischen den Kirchen war ich noch am römischen Tempel, wo noch die Säulen und das Fundament zu sehen waren und auf dem Plaza de la Corredera, der wie ich meine aber seine Pracht durch die geparkten Autos verlor. Damit habe ich wohl nun komplett Cordoba abgegrast und so kann ich morgen auf den langen Abschnitt nach Valencia starten.
Nach Tagebuch schreiben im Bicicleta geht es gleich wieder zum Nudeln kochen in die Wohnung. Doch hier traf ich noch eine Familie mit 2 Kindern aus London die von dort bis hierher ebenfalls mit dem Rad gereist sind. Sie werde im gesamten 5 Monate unterwegs sein. Ich habe sie an der Ortlieb-Fahrradtasche erkannt und gleich angesprochen. Wir haben länger gesprochen und so musste das Essen warten.
Nach zwei vollen Tellern bin ich zum Tippen zurück in Bicicleta.

Vom 05.Februar 2020 - 13.Februar 2020 Tag 331 - Tag 339
Etappe Cordoba-Valencia 557 km; Zu Fuß 74 km

Datum km Schnitt Max km/h Höhenmeter Zielort
5.2.2020 84,69 16,09 47,96 828 Andujar
6.2.2020 76,74 14,40 44,06 1088 Ubeda
7.2.2020 76,34 17,53 44,67 587 Puente de Genave
8.2.2020 134,29 19,87 45,55 748 Albacete
10.2.2020 105,13 19,43 49,54 729 Requena
11.2.2020 80,46 19,44 51,85 421 Valencia

Ich bin nach dem Aufenthalt, den ich voll genossen habe, wieder back on the road. Zuerst über die vierspurige Ausfallstraße hinaus aus der Stadt. Doch dann ging es dank meines Navi über kleine verkehrsfreie Straßen durch abwechslungsreiche spanische Landschaften. Zuerst nach Villa Franca, wo ich wieder viele Rennradler traf, die mich immer nett grüßten. Es war eine schöne flowige Strecken manche Anhöhen konnte ich mit dem Schwung der kleinen Abfahrt im Wiegetritt nehmen. Hier waren meine Beine ja noch frisch. Nach Villa Franca überquerte ich den Rio Guadalquivir der nach Cordoba fließt. Hier ging es weiter über kleine unbefahrenen Sträßchen durch die Hügel der Olivenplantagen. An den kleinen Bächen, die die Hügel in langer Arbeit geformt haben war noch die Auswirkungen des Unwetters der Region von vor einigen Wochen zu sehen. Das Wasser muss mehrere Meter über dem Weg gestanden haben. Durch die Hügel, die mit einem 14 % Anstieg kurz vor dem Ziel gekrönt wurden, summierten sich die Höhenmeter am heutigen Tag auf über 800 m auf den 85 km. Zwischen durch waren auch Weinfelder zu sehen und im Tal vermutete ich Hopfen. Am Wegesrand und zwischen den Oliven hatten schon viele Wildpflanzen ihre Blüten geöffnet. Traumhaftes Radeln bei 20–25 Grad. So konnte ich mal wieder in kurzem Raddress unterwegs sein. So erreichte ich die sich im Mittagsschlaf befindende Stadt Andujar. Schneller Hotelbezug und ab zum heute wieder verdienten Zielbier. Hier wo es keine Touristen gibt, waren die Tapas wieder gratis zum Bier. Einmal Jamon Iberico und zweimal Ensalada Rusa. Ein Bier bekam ich mal wieder vom recht angetrunkenen Spanier ausgegeben, der neben mir an der Bar saß.
Nach Rundgang sitze ich nun in der Cafe-Bar Turis mit gutem W-lan und so habe ich die Zeit zum Schreiben genutzt. Das Leben des Ortes erwachte auch wieder und so füllte sich das Café. Hier habe ich auch die Unterkunft in Ubida für morgen gebucht. Übers Internet wird es manchmal günstiger. Gleich geht es zurück zum ersten Café und dann ab ins Bett.
Sitze nun in Ubeda beim Zielbier und es sind noch 400 m bis zur Unterkunft die ich vor gebucht habe. Die heutige Etappe hatte eine echte Bergankunft auf 778 m. Am Morgen lag noch viel Nebel über den Feldern im Tal und dort waren es unter 4 Grad und ich war froh meine langen Fingerhandschuhe am Morgen gewählt zu haben. Doch der Nebel mit der aufgehenden Sonne erzeugte eine besonders schöne Stimmung.
Die ersten 20 km bin ich weiter über kleine Nebenstraßen. Doch meine geplante Route über eine Dirtroad habe ich dann doch nicht eingeschlagen, denn sie sah übel aus. Sand und Steine. So bin ich durch Bailén gekommen. Am Ende vom Ort ging es auf die Autobahn über 7 km nach Linares. Ich hatte die Erlaubnis von der Polizei, die am Beginn der Autovia eine Kontrolle durchführte. Von der Ausfahrt hatte ich eine Steigung bis in die Stadt Linares zu bewältigen. Auch hier ein alter Ortskern den ich im Vorbeifahren anschauen konnte. Nach der Stadtdurchquerung führte die Straße steil bergab in ein weites Tal. Hier konnte ich schon den finalen Anstieg in Augenschein nehmen. Er zog sich endlos langen entlang der Autobahn hinauf. Der Blick zurück war wieder sehr schön.
Doch nun ist das Ziel in 400 m erreicht und ich kann mich ausruhen. Anstatt viel auf dem Zimmer auszuruhen habe ich lieber die Altstadt mit vielen alten Kirchen und Palästen besichtigt, aber man wollte für jede Kirche Eintritt haben, dies lehnte ich ab und habe sie nur von außen bewundert. Bin weiter über die Calle Mirador mit der Aussicht auf meinen Anstieg und die weiß bedeckte Sierra de Cazorla, an der ich morgen weiter radel. Danach war ich noch im Hospital de Compostela mit einem schönen Innenhof, prächtigen Treppenaufgang im Inneren, doch die Kirche war zu einem Konzertsall umfunktioniert. Auf dem Rückweg war ich zum Bierchen und Tapa in der Bar La Pena und in der Las Vegas. In der letzteren war es günstig und die gratis Tapas waren hervorragend, dazu Ambar Bier aus Saragossa.
Am Morgen ging es zum ersten Mal früh weiter, es war kurz nach 8 Uhr. Gut das es schon wieder früher hell wird. So sitze ich nun schon um 14 Uhr in Puenta de Genave. Der höchste Punkt der heutigen Etappe lag auf 841 m. Der Blick ging zu beiden Seiten über Olivenplantagen in weite tiefe Täler dazwischen immer weiße Flecken, welche Dörfer waren. Neben der N-322 oder Caterra Cordoba-Valencia wurde eine neue Autobahn durch die Hügel gebaut. Dank der zu bewältigenden Höhenmeter hatte ich immer einen tollen Blick über die Landschaft, denn ich hatte das Gefühl, das die Straße immer den höchsten Punkten der Hügel folgte.
Die letzten 20 km durfte ich eine Abfahrt über eine neu asphaltierte Straße genießen und dann führte sie flach zum Zielort. Die Durchschnittsgeschwindigkeit stieg rapid an. Doch morgen geht es wohl wieder Bergan.
Nun stärke ich mich mit gratis Tabas zum Bier in der Bar von Antonio und in der Bar Vela. Es ging über einen Tapas Teller mit Speck, dann Queso (Käse), über Fisch, Salami und, und, und. Zwischen durch habe ich noch den kleinen Ort besichtigt mit der alten Brücke und der zerfallenen Mühle am kleinen Fluss.
Am Morgen gab es zum bezogenen Zimmer sogar Frühstück, nicht viel, ein halbes Baguette, doch was ich lange nicht hatte war Leberpastete. Lecker! Ich habe sie der Marmelade vorgezogen. Nun ging es bei heute mal stark bedecktem Himmel über 60 km hinauf zum Pass Puerto de loa Pocios, 1058 m hoch. Dieser Pass lag 10 km hinter meinem geplanten Ziel. So kam es nicht zu der netten 50 km Etappe, sondern zumal wieder unglaublichen 138 km bis nach Albacete. Dies war auch begünstigt durch die dann folgende sanfte Abfahrt durch ein schönes Tal mit den ersten Dörfern Kastilien, welches ich nun nach langer Zeit in Andalusien erreicht hatte. Es waren 30 km hinab, die mit der gleichen Durchschnittsgeschwindigkeit nehmen konnte. Ich hätte auch den Bahntrassenradweg nehmen können, der die Schleifen der Straße durch die Tunnel abkürzte, doch ich habe den perfekten Asphalt der Straße der Offroad Piste vorgezogen. Den Radweg hatte ich schon zuvor befahren. Anfangs war er nicht zugänglich, ich konnte ihn immer nur von der Straße sehen. Nachdem ich endlich auf ihn auffahren konnte, waren es noch 2 km, davon 520 m durch einen unbeleuchteten Tunnel bis zu seinem Ende. Ich musste über einen Feldweg zurück zum guten Asphalt. Dann wurde das Wetter hinter mir bedrohlich, dunkle schwarze, tief hängende Wolken, doch ich konnte ihnen bis Albacete entfliehen.
Die Stadt hatte hohe Häuserschluchten und wirkte dunkel und unfreundlich. Es gab einige schöne alte Stadthäuser, doch so wirklich konnte ich mich bei einem kleinen Rundgang nicht mit der Stadt anfreunden. In der Taparier-Brasseria San Anton war es ganz gut wo noch der Chef anwesend war. Danach saßen die Angestellten an einem Tisch palaverten und kümmerten sich nicht mehr um die wenigen Gäste. Anschließend wollten sie mir noch die freien Tapas die mir der Chef servierte abrechenen. Da bin ich noch in einer andere Tapas Bar.
Dann gut geschlafen und am Morgen spontan verlängert, meine Beine waren doch nach der 138 km Etappe müde. Lange auf dem Zimmer relaxt und nach Mittag konnte ich so doch noch einen Rundgang durch die Stadt machen und einiges entdecken, wie schöne Parks und auch die Kathedrale besichtigen, die komplett bemalt war. Den Abend habe ich mal mit Amstel 0,0 verbracht im Irish Pub. Gutes Internet und so konnte ich mein Appartement in Valencia buchen.
So ein Ruhetag tut gut und am Morgen bin ich vor 8 Uhr auf dem Rad gewesen Richtung Requena. Ich bin immer der NR-322 gefolgt. Auf einer Höhe zwischen 600 und 700 Meter bis es hinunter zum Rio Cabriel ging. Plötzlich ganz andere Landschaft, es ging bis auf knapp 400 Meter hinunter und auf der anderen Seite auf die gleiche Höhe wieder hinauf und die Landschaft war wieder überwiegend durch Weinfelder geprägt.
In Requena hatte ich das zuvor entdeckte Hotel bei Booking.com angesteuert und konnte so ein gutes Zimmer für 30 Euro beziehen. Nach dem Duschen konnte ich noch die nicht auf dem Programm stehende Altstadt mit Festung besichtigen. Leider waren die alten Kirchen verschlossen. Doch auf dem zentralen Platz der alten Stadt ein Bier in der Sonne zu genießen hatte auch was. Nun sitze ich in der Bar Pellabal Central und habe die letzten Tage getippt. Morgen bin ich auf Valencia gespannt.
Am Morgen bin ich schon um kurz vor 8 Uhr nach Valencia aufgebrochen. Es war wie im Herbst. Dichter Nebel lag über den blühenden Obstbäumen, die dann doch signalisierten, dass es Frühling ist. Ich bin der alten, von Autos nicht mehr benutzen Straße neben der Autobahn gefolgt. Sie nahm noch jeden Hügel mit, im Gegensatz zur Autovia die in die Landschaft eingefräst war. Ich blieb weiter auf ca. 700 m Meereshöhe, doch nach 20 km ging es hinab. Hier folgte der Weg nicht mehr der Autobahn und ich bin brav meinem Navi gefolgt, welches mich durch herrliche Landschaft über kleine asphaltierte Pisten durch Dörfer und Plantagen zum Stadtrand von Valencia führte. Teils auch auf kurzen nicht asphaltierten Abschnitten.
Dann dachte ich, ich bin in China. Entlang der Straße waren endlos langen alte Lagerhallen mit chinesischen Schriftzügen versehen. Es waren Geschäfte die chinesische Waren vertrieben, von Textilien über Haushaltswaren bis hin zu Elektronikartikeln. Diese Meile zog sich über ca. 5 km dahin bis in den Vorort von Valencia Manises. Hier überquerte ich den trockenen Fluss Rio Turia.
Dann hatte ich kurz vor der Altstadt mein Appartement erreicht, welches ich glücklicherweise gleich beziehen konnte. Es muss wohl vorher ein Altersheim gewesen sein, denn überall befanden sich Notrufknöpfe mit Seilzügen. Die Ausstattung war auch nicht so berauschend, es fehlte ein Wasserkocher und zum Nudeln kochen habe ich lieber mein eigenes Kochgeschirr benutzt. Doch sonst war es ok und eben gut gelegen. Einmal über die Straße und man war in der Altstadt.
So bin ich gleich mit meinem Stadtplan losgezogen. Kurz mal durch die Altstadt und anschließend mein Viertel erkundet und sitze nun bei einem Bierchen in der Bar Castilla mit spanischem Inhaber, zuvor habe ich viele Bars in chinesischer oder sogar russischer Hand gesehen. Auf dem Weg habe ich auch viel bunte Streetart gesehen, die ich immer gut finde, besser als graue Wände.
Ich habe noch eingekauft für die Tage in meinem Appartement und mir mein Notebook geschnappt und dann im Castilla gemerkt das ich meine externe Tastatur vergessen hatte, so war nichts mit tippen, sondern nur Daten von der Kamera sichern. Die interne Tastatur ist schon lange hinüber. Nach dem Sichern im Castillo bin ich im A3Bandas gelandet, einem vom Stiel Irish Pub mit 2 Poolbillard Tischen. Es gab auch Paulaner vom Fass, doch ich bin bei einheimischem Bier geblieben und den 4 älteren Männern, also in meinem Alter beim Billard spielen zugeschaut, sie waren recht gut.
Auf dem Rückweg zur Unterkunft habe ich mir als Betthupferl noch einen Thunfischsalat gekauft zur Kalorienzufuhr.
Dies ging am Morgen mit Baguette, Frischkäse, Joghurt und Cappuccino weiter. Dies war auch nötig, den um kurz vor 9 Uhr bin ich auf große Stadtwanderung gegangen. Mein Ziel war der Playa de las Arenas am Mittelmeer. So kam ich zuerst am Sackbahnhof Estadion Norte vorbei. Er war sehr schön. Daneben die große 4 stöckige Stierkampfarena, alles umgeben von großen meist alten Stadthäusern. Über die Avd. Regne de Valencio bin ich dem Jardin del Rio Turia, der sich als Grüngürtel durch die Stadt zieht nach Südwesten gefolgt. Durch die futuristische Stadt der Künste mit der Oper und Museen. Super moderne Architektur. Dann war ich am Yachthafen, wo ich ein Stück über die Formel 1 Strecken gelaufen bin. Sie ist temporär und verläuft um den Hafen. Anschließend war ich dann an meinem ersten Ziel dem Strand, wo nicht besonders viel los war. Nächstes Ziel auf dem Weg zurück war das Estadio de Mestalla des Valencia C.F.. Es steht mit seinen großen Ausmaßen mitten im Häusermeer Valencias. Man konnte gerade Karten für die Champions League gegen Atlanta Bergamo erwerben oder auch ein Ticket für 11,50 € zur Besichtigungs-Tour. Da muss ich aber noch eine Nacht drüber schlafen, ob es mir das wert ist für nur 1 Stunde Führung, wo ich dann nichts verstehen kann. Ich bin nach einem Bierchen in einer der FC Kneipen über die Porta de la Mar quer durch die Altstadt, die ich mir für morgen vorgenommen habe, zurück zur Unterkunft, wo ich noch ein Bierchen in der Calle Hospital vor der alten Biblioteca Publica in der Sonne genossen habe, denn heute war es tagsüber etwas diesig.
Nun geht es zum Essen ins Appartement.
Die 2 Portionen Nudeln dort war gut und sättigend. Habe noch eine Stunde meine Füße auf dem Bett ausgeruht und bin zum Abendprogramm mit Notebook und Tastatur aufgebrochen. Vom El Moss zum Que Bueno Que Viniste und zum Abschluss ins A3Bandas.
Nach guter Nacht und gutem Frühstück bin ich nach einem Telefonat mit meiner Mutter auf Besichtigungsrunde des Inneren Valencias gestartet. Zuerst wieder zum Bahnhof um die Touristeninformation aufzusuchen, doch ich habe sie nicht gefunden, so ging es weiter zum Plaza del Azuntamento mit dem Rathaus und der Post in die ich auch hinein bin um die schöne Glaskuppel zu bewundern. Vorbei an einem Barock Palast habe ich in der Calle de la Paz eine andere Touristeninformation gefunden, wo ich aber nicht viel Brauchbares gefunden habe. Ich halte immer nach Regionallandkarten Ausschau. Von hier bin ich zum nördlichen Teil des Turia Park mit Blick auf das Kunstmuseum. Hier war ich in der Kirche Santa Monica. Über die römische Puente Serrane bin ich durch das mächtige Stadttor wieder in die Altstadt. Das Tor ähnelt der Hanne Porz in Köln ist aber mindestens doppelt so groß. Bin durch diverse Gassen bis zur schönen Barock Basilica de la Virgin Desamparados. Hier war gerade Gottesdienst und es wurde das Evangelium vorgetragen. Anschließend ahbe ich den Glockenturm der Kathedrale de Santa Maria bestiegen die gleich nebenan lag. Der Aufstieg kostete 2 €. So lag mir als ich die vielen Stufen der Wendeltreppe erklommen hatte Valencia zu Füßen. Auf dem Rückweg zum Essen in der Unterkunft bin ich nochmal durch die Markthalle Central, wo ich mir fast ein Früh-Kölsch gekauft hätte, doch 2,75 war Zuviel, da warte ich auf die Heimat. Bin nochmal an der Stierkampfarena gewesen, doch es war nur das Museum zu besuchen nicht das Innere. Habe in der Unterkunft zum dritten Mal Nudeln gekocht und bin nach kurzen Nickerchen zum gewohnten Abendprogramm gestartet.
Morgen geht’s weiter Richtung Barcelona, ich denke 4–5 Tage.

Vom 14.Februar 2020 - 20.Februar 2020 Tag 340 - Tag 346
Etappe Valencia-Barcelona 386 km; Zu Fuß 31 km

Datum km Schnitt Max km/h Höhenmeter Zielort
14.2.2020 119,61 17,91 17,91 416 Torreblanca
15.2.2020 96,54 18,75 42,32 320 La Ampolla
16.2.2020 68,74 17,25 44,59 424 Taragona
18.2.2020 101,60 17,04 41,62 559 Barcelona

Ich sitze nach 120 recht flachen Kilometern in Torreblanca bei Karnevalstönen von meinem Notebook. Es ist ja mittlerweile Karnevalszeit. Hier in Torreblanca ist es Morgen so weit wie es die Plakate offerieren. Aber erst mal zurück zum Tagesanfang.
Kurz vor 8 Uhr hatte ich mein Appartement und den Schlüssel auf dem Tisch abgelegt. Mit meinem voll bepackten Rad bin in den Aufzug und eine Etage tiefer zum Ausgang gerollt. Dann quer durch die Stadt Valencias und bin dann mal komplett meiner Zuhause geplanten Route, die ich auf meinem Navi gespeichert hatte, gefolgt. Es ging über perfekte Radwege. Einfach toll sie waren von der Fahrbahn getrennt oder verliefen komplett abseits der Straße durch die Felder. So eine Art Radschnellweg. Sowas wünschte ich mir mehr auch in Deutschland. So war ich früh an meinem Planziel Castillo, doch mich trieb es weiter und so kam ich über einen traumhaften Abschnitt über eine 6 km lange Bahntrasse entlang der Küste, wo die Strecke in die Landschaft eingefräst war und es durch einen 520 m langen Tunnel ging. Dann kam der krasse Gegensatz. Hässliche sich im Winterschlaf befindende Ferien Bunkerstädte. So ging es immer weiter bis Torreblanca.
Dort gab es an der N 340 einige Hotels meist von Monteuren und Truckern genutzt, so war es recht günstig für 22 Euro die Nacht. Nach dem Zielbier bin ich auf Ortsrundgang und bin im Tarronas hängen geblieben bei Mahou Classica. Zurück in der Unterkunft habe ich mir noch mein restliches Baguette zum Abendbrot bereitet.
Als ich am Morgen aus meinem Zimmer zum Meer blickte, hingen Wolken über dem Meer. Sie folgten mir bergauf. Ich musste einen 150 m hohen mächtigen Pass überwinden. Es ging langsam hinauf und genauso langsam wieder hinab zurück zum Meer. Die Wolken waren schneller und zogen ins Landesinnere. Doch ab und an erwischten mich einige Sonnenstrahlen. Es war schon 11 Uhr als ich eine Pause in Vinaro an der Strandpromenade einlegte. Danach erreichte ich das Ebro Delta wo die Sonne komplett gegen die Wolken gewonnen hatte. Also Beinlinge runter und so führte mich mein Navi mich durch die Sonne über schöne asphaltierte Feldwege entlang von Bewässerungskanälen zum heutigen Zielort La Ampolla. Eines der vielen Feriendörfer. Hier mit Yachthafen und dafür nicht so hässlich wie die Orte zuvor.
So sitze ich nun in der Nachmittagssonne im Since 1958 mit Blick aufs Meer bei leckerem Zielbierchen.
Doch dann verschwand die Sonne wieder hinter heranziehenden Wolken und so habe ich den kurzen Rückweg angetreten. Habe auf halber Strecke im Lokal Frankfurt noch einen Burger gegessen und ab ins Bett.
Wie es sich dann für einen Sonntagmorgen gehört gab, es ein perfektes Frühstücksbuffet welches im Zimmerpreis enthalten war. Ich war der Erste und mein Rad stand bereits startklar vor dem Eingang. Das Buffet war prächtig, es gab große Platten mit spanischem Jamon, Chorizo und Salami. Aus einer Saftmaschine wo man selbst frische Orangen einfüllen konnte kam der Frucht Saft. Dazu ein leckerer Kaffee. Baguette und Croissant als Beilage.
So gestärkt bin ich weiter meiner geplanten Route gefolgt. Sie verlief entlang der Bahntrasse Valencia-Barcelona und der Küste. Doch nach schönen 8 km Ende, polizeiliche Absperrung. Doch zurück wollte ich nicht. Doch das polizeiliche Absperrband war schon zerrissen, so bin ich den Weg steil hinab und er endete an einer Abbruch Kannte. Mein Navi zeigte nach links und ich erblickte einen dunklen versandeten Tunnel der unter der Eisenbahn und Autobahn hindurchführte. Ich wuchtete mein schweres Fahrrad durch den Sand in den Tunnel und erblickte dann das Licht am Ende. Dann folgte eine 15 % - 20 % Rampe. Mir blieb fast die Luft weg, doch ich habe es ohne schieben hinauf geschafft. Vielleicht lag es am guten Frühstück.
Ich folge weiter dem Weg entlang der Autobahn und kam wieder entlang der nicht hohen Steilküste immer wieder durch Feriendörfer. Hier gab es einige kleine Geröllstrände. In Salou gab es nochmal einen Sandstrand und es war ein netter Ort.
Durch das Hafen- und Industriegebiet Tarragonas bin ich zu meiner vor gebuchten Unterkunft am Placa Font vorgedrungen. Zielbier, Zimmer bezogen, welches recht klein war, geduscht und ab in die Stadt, wo ich auf dem Placa del Forum im PA&Oil gelandet bin. Gegessen habe ich Pita Chicken in einem Kebab Laden gegenüber meiner Unterkunft. Später war ich mit Notebook wieder am Placa del Forum in einem anderen Restaurant. In der Unterkunft habe ich mir noch einen Ensalada Rusa gegönnt.
Nun sitze ich nach langem Rundgang entlang des Strands, des Hafens und durch die Altstadt, vorbei an den römischen Stätten wieder auf dem Placa del Frorum in der Sonne. Der bedeckte Himmel von gestern hatte sich verzogen. Die erste römische Stätte meines Rundgangs war das große Amphitheater. So wie mir gerade eben Andi aus Stuttgart, den ich hier auf dem Platz getroffen hatte erzählte, war Kaiser Augustus hier wegen gesundheitlicher Probleme und hat sich hier ein kleine Rom bauen lassen. So gab es hier ein Forum Romanum. Leider waren die Monumente heute am Montag verschlossen, doch ich konnte alles von außen betrachten. Nun genieße ich noch die Sonne.
Anschließend gab es noch mal Pita und ein kleines Nickerchen auf dem Zimmer. Bin dann auf eine Runde für einen schönen Abend gegangen. Doch über all störende Smartphones. Ich finde es eine Seuche! Warum muß man diese Dinger in Kneipen und Restaurants zum Filme schauen und sonstigem ohne Kopfhörer nutzen? Es sollte verboten werden, denn es fällt unter Ruhestörung und Belästigung.
Doch nun habe ich die Kneipe Gran Penya Barcelonista gefunden und es wird nur laut gequatscht und einer von den quatschenden spielte schräge Töne auf einer alten Trompete? Horn? Nur einheimische hier, sehr schön und ich habe es geschafft Tagebuch der letzten Tage zu tippen, doch leider kein Internet zum Hochladen.
Morgen geht es nach Barcelona.
Die Strecke von Taragona nach Barcelona war echt toll und dazu gab e wieder bestes Sonnenwetter. Die ersten Kilometer gingen über die RN340 mit viel Verkehr doch dann konnte ich zum ersten Strand abbiegen, doch es war nur für eine kurze Strecke. Ich musste gleich wieder steil hinauf über eine Anhöhe und war zurück auf der 340. Doch dann durfte ich die nächsten 40–50 km der Strandpromenade folgen. Vorbei an vielen Ferien Appartement Bunkern. Doch der Blick nach Rechts auf Strand und Meer war sehr schön. Am Ende dieser Strecke habe ich meine Frühstückspause eingelegt. Hinter Sites folgte die Steilküste an der sich die Straße über 3 Anstiege vorbeischlängelte. Traumhaft! Doch dann hatte ich die Industriegebiete und den Flughafen Barcelonas erreicht und ich musste mir einen Weg hindurch suchen. Ich landete anschließend auf dem Berg der Olympischen Spiele und die Belohnung war der Blick auf die Stadt.
Mit der restlichen Akkuleistung meines Navis erreichte ich glücklicherweise noch meine Unterkunft. Hier gab es etwas Ärger den das Personal und Managerin war so unflexibel und wollten mein Rad nicht aufnehmen. Eigentlich gab es genug Möglichkeiten des Abstellens. Zum Beispiel in dem Raum, wo die ganzen Farbeimer der sich im Gange befindenden Renovierung standen oder in meinem geräumigen Zimmer, welches durch zweit Türen und ein Treppenhaus im Nachbargebäude zu erreichen war. Freue mich jetzt schon aufs Bewerten schreiben. Nun steht mein Fahrrad in einem Parkhaus unter der Aufsicht des Personals mit zusätzlichem Bügelschloss des Parkhauses. Doch dadurch lasse ich mir die Freude Barcelona zu erkunden nicht nehmen.
Im alten Cafe Cendric gab es nach dem bisschen Stress das Zielbier. Auf dem Rückweg gab es noch das lokale Moriz Bier von Trautmann gebraut in Barcelona im La Principal. Dann ging es Richtung Heimat noch ein Cana im Absenta welches gleich neben meiner Unterkunft lag und dann ab ins Bett. Vor dem Schlafen habe ich mir noch eine 5 Minuten Terrine zubereitet mit dem vorhandenen Wasserkocher.
Am Morgen nach dem Frühstück auf dem Zimmer bin ich losgezogen, um sie Millionen Stadt Barcelona zu durchstreifen. Es ging zur La Rambla und zum Placa Catalunya und von dort bin ich endlos lange der Grand Via de les Corts Catalanes gefolgt bis ich den Torres Agbar mit der Oper davor erblickte. Ich habe mich nicht weiter genähert, sondern bin zu Gaudis Kirche Sagrada da Familia gegangen. Auf eine Besichtigung habe ich aus 2 Gründen verzichtet: Die Menschenmassen und einem Eintrittspreis von 20 €. Ich habe die Baustelle von außen bewundert, denn Gaudis Werk wird gerade noch vollendet. Auf dem Platz davor habe ich mich entschieden lieber den Turo del Carmel zu besteigen, der über den Park Güell von ebenfalls Gaudi zu erreichen war und 267 m über der Stadt lag. Hier habe ich verweilt und den traumhaften Blick über die Stadt und übers Mittelmeer genossen. Auf dem Rückweg habe ich weitere Bauwerke Gaudis in der Stadt bewundern dürfen. Alle nur von außen, denn überall viele Menschen und hohe Eintrittspreise.
Nun sitze ich wider im Cafe Centric und mache eine kleine Pause. Dann ging es weitere 7 km zum Arc del Triompf und zum Parc del la Ciutadella und durch die Altstadt, vorbei an der Kathedrale zurück in meine Unterkunft. Dort habe ich günstig Kalorien getankt die ich zuvor in Form von Instand Nudeln und Baguette gekauft hatte.
Wo ich nun wieder im La Principal sitze, um die Bilder des Tages auf meine Homepage zu laden, habe ich über den Tag 25 km zu Fuß absolviert. Es ist nur schade, dass die Eintrittspreise so hoch sind. Ich habe gerade auch gesehen das der Besichtigungspreis für das Camp Nou Stadion online bei 26 € und vor Ort bei 29,50 liegt. Ich werde aber morgen trotzdem dort hinwandern.
Doch positiv ist das ich recherchieren konnte das der 2400 m hohe Pass zwischen Andorra und Frankreich das komplette Jahr passierbar ist. So steht meine Route fest und werde 4 Tage bis Andorra radeln, es wird dann mein Land Nummer 40 auf meiner Traum-Radreise sein.
Nun genieße ich noch das Moriz Bir aus Barcelona inkl. Eines Freibiers der Bedienung und auf der Leinwand lief Champions League Bergamo Valencia. Nach Brotkauf ging es zum Absacker wieder ins Absenta doch leider heute recht unfreundlich da es eine andere Bedienung hatte die mehr Outdoor mit dem Handy und Rauchen beschäftigt war.
Morgen geht es dann auf den Rundgang Nummer zwei.
Dieser startete um 8:30 Uhr und mein erstes 5 km entferntes Ziel war das Camp Nou Stadion des FC Barcelona. Es ging mal wieder quer durch die Stadt und das natürlich wieder zu Fuß. Auf dem Weg kam ich am Placa Espanya vorbei und über die Carrer Tarragona gelangte ich zum Bahnhof Sants, wie auch das Viertel heißt. Doch dann war ich am Stadion des FC Barcelona, von außen keine Schönheit, nur imposant. Von innen habe ich es mir nicht angeschaut, denn 29 Euro waren mir dann echt zu viel und auch die riesige Schlange vor dem Eingang ließ mich von einer Besichtigung absehen. Da ich gestern im Internet geschaut hatte, war der Eintritt für das Spiel gegen Eibar für 49 Euro zu haben. So habe ich das Stadion nur einmal um rundet und lieber die kostenfreie Toilette genutzt. Neben dem Fußballstadion war noch das Eishockeystadion und die Basketballarena des FCB. Nun ging meine Tour weiter über die lange Carrer de Sants zurück zum Paca Espanya. Von dort hinauf zum Nationalmuseum. Der Aufstieg war bequem, denn es ging über Rolltreppen hinauf. Von dort ging es noch etwas höher auf den Montjuic, wo die Olympischen Spiele stattfanden. Hier gabe es tolle Aussichten auf die Stadt. Am Ende war der Mirrador de Poble Sec, wo der Blick über den Yachthafen bis zu den großen, vor Anker liegenden Passagierschiffen ging. Über eine Treppe bin ich hinuter zum Hafen mit der Estatua de Colom von wo ich zum Palau de Mar gelaufen bin. Hier lagen die Megayachten. Durch die Altstadtgassen, vorbei am Rathaus bin ich zum Zielbier wieder ins Centrick. Das war Barcelona genug für heute.
Doch es sollte noch einen Höhepunkt geben.
Da war doch heute was. Weiberfastnacht, Karnevalseröffnung der tollen Tage. Dies war auch hier in Barcelona der Start in die tollen Tage. Ich sah, dass eine Bühne aufgebaut wurde und ich fragte nach was hier stattfindet. Man sagte mir das der Zug um 18 Uhr am Ende der Rambla loszieht.
Es stimmte, es standen 2 Wagen abfahrbereit. Auf ihnen farbenfroh kostümierte Personen und eine Musikkapelle. Es ging zum Placa Rei, den ich so auch noch kennenlernte. Man stoppte an allen 4 Seiten des Platzes und in den Fenstern der Häuser traten unterschiedliche Figuren hervor. Man schmiss unterschiedliche Sachen vom Balkon. Bei der Figur des Schweins welches als Erstes erschien, Grünzeug und bei der letzten Figur, nachdem es noch Limonen und Federn vom Huhn geregnet, Dollarscheine. Tolles Theater! Und wieder ein ungeplantes Erlebniss. Da wo ich den Bühnenaufbau gesehen hatte, war das Finale mit Lichtshow, Feuerwerk und wahnsinnigem Konfettiregen. Mehr als bei der Eröffnung der Rosenmontagzug am Severinstor in Köln.
Nach dem ganzen Karnevals Gedöns bin ich noch ins Vermuts la Morera zu Moriz und einem Ensalada Rusa. Auch, wenn es noch früh ist, geht gleich ins Bett. Doch diese besondere Weiberfastnacht werde ich nicht vergessen. Abschluss war in der Bar de Los Angeles.

Vom 21.Februar 2020 - 23.Februar 2020 Tag 347 - Tag 349
Etappe Barcelona-Grenze Andorra 199 km; Zu Fuß 6 km

Datum km Schnitt Max km/h Höhenmeter Zielort
21.2.2020 65,36 15,49 46,54 831 Manresa
22.2.2020 80,98 14,99 42,40 1047 Oliana
23.2.2020 62,82 14,94 43,38 1249 Andorra Vella

Am Morgen habe ich dann mein Fahrrad unversehrt aus dem Parkhaus abgeholt und bin nach dem Gepäck aufladen über die RN340 nochmal vorbei am Camp Nou aus Barcelona hinaus geradelt. Nach ca. 35 km hatte ich dann auch die letzte Fabrik des endlosen Industriegebiets hinter mir und bin ich die Ausläufer der Pyrenäen eingetaucht. Über das Industriegebiet zogen sich zahlreiche Autobahnen die über Brücken miteinander verbunden waren, ebenso viele Bahntrassen die ich queren musste. Viel LKW Verkehr die aus oder in die Fabriken fuhren.
Dann wurde der Verkehr nicht weniger aber die Landschaft imposanter. Hohe Felswände in denen ich ungeplant das Kloster Monserrat erblickte. Hinauf führte eine Seilbahn und auch eine steile Bahntrasse. Dann waren es noch einige Höhenmeter bis ich mein Ziel Manresa erreichte.
Nach dem Rundgang durch die historische Altstadt, erfuhr ich in Toni's Bar, die am Hauptplatz lag und ich mein Zielbierchen bezog, dass auch hier heute ein Karnevalsumzug durch die städtischen Kneipen stattfindet. Da bin ich mal gespannt!
Ich wurde nicht enttäuscht, der Zug kam pünktlich ums Eck. Die großen Tragefiguren, man würde Schwellköpp sagen, tanzen zu der Musik der kleinen Musikkapelle. Während dessen strömten hunderte in Toni´s Bar mit ihrem Coupon, um das 1 Euro Bier zu bekommen. Auf dem Coupon waren 12 Kneipen aufgeführt. Es war ein schöner Karnevalsfreitag.
Am Morgen bin ich tiefer hinein in die Pyrenäen. Ein kleiner Pass über 746 m war der Anfang und nochmal über den Col de Clara mit 880 m. Er lag schon hinter meinem geplanten Ziel Solsona. Hier war wegen Karneval alles ausgebucht, den hier fand heute der Umzug statt. Ich musste mich durch den abgesperrten Zugweg hinausfinden. Es gab auch im Zentrum einen großen Rummelplatz mit lauten Karussells, so wäre die Nacht recht unruhig geworden. Bin dann also auf dem Pass gelandet, von dem es wieder hinunter auf unter 500 m ging und ich auf die Straße nach Andorra kam. Schöne Berge rundum.
In Oliana sah der Berg so aus als, wenn dort ein schlafender Drache läg. Auf dem Weg hierher konnte ich schon einige hohe weiße Berge erblicken. Nun sitze ich, nachdem ich ein gutes aber teures Hotel bezogen habe im La Rosa an der Haupt- oder auch Durchgangsstraße. Es war ein nettes Lokal, so bin ich den ganzen Abend geblieben und habe mich mit den Gästen und meinem Notebook beschäftigt und habe in Andorra Vella eine Unterkunft für morgen gebucht. So kann ich morgen entspannt den Hauptanstieg in die Pyrenäen beginnen.
Die Strecke sollte traumhaft werde. Der Anstieg ging durch Schluchten, Tunnels die ich teils umfahren habe, vorbei an Stauseen und der Fluss wurde immer mehr zum Gebirgsbach. Nach 35 km habe ich an einer Bushaltestelle in einem Dorf meine Frühstückspause mit frischem Baguette und Käse eingelegt und nach 52 km hatte ich dann die Grenze zu Andorra erreicht. Keine Passkontrolle nur bei der Ausreise wurden Stichpunktweise die Autos vom Zoll kontrolliert. Das waren 29 Tage in Spanien.

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