Berichte Hanoi - Hue
Vom 18. Oktober 2017 – 03 November 2017
17 Tage; 1104 km; 3.842 Höhenmeter
Gesamt Teil 4: 61 Tage; 3.095 km; Höhenmeter: 14.510 m; Gesamte Traumradreise 2014-2017: 39.367 km

Autor: Michael Schreiber
#Vom 18. Oktober 2017 - 21. Oktober 2017 Tag 45 (823) – Tag 48 (826)
#Vom 22. Oktober 2017 - 28. Oktober 2017 Tag 49 (827) – Tag 55 (833)
#Vom 29. Oktober 2017 - 03. November 2017 Tag 56 (834) – Tag 61 (839)


Vom 18. Oktober 2017 - 21. Oktober 2017 Tag 45 (823) – Tag 48 (826)
Etappe Hanoi – Tam Coc 215 km Rad; 19 km zu Fuß, Gesamtkilometer: 2.206 km

Datum km Schnitt H/KM/h Höhe Ziel
18.10.17 118,61 18,10 39,85 101 Nam Dinh
19.10.17 45,51 18,55   24 Tam Coc
21.10.17 51,66 19,35 33,06 61 Tam Coc

Nach dem Frühstück am Morgen ging es gleich aufs Rad Richtung Süden. Ich habe Hanoi über die gleiche Brücke verlassen wie ich sie erreicht habe. Ich bin dem roten Fluss auf dem Hochwasserdamm gefolgt. So hatte ich immer einen guten Blick in die Dörfer, die kaum in der dichte des Grüns der Bananen und Palmen zu erkennen waren. In jedem Ort gab es einen Tempel aber auch eine große Kirche mal mit einem Turm mal mit zwei. Als ich neben einem Kirchturm eine hohe Pagode sah bin ich vom Damm abgefahren um sie in Augenschein zu nehmen. Danach bin ich in diesem Ort in einem Markt zur Cola-Pause eingekehrt. Doch heute war ich nicht so durstig denn es waren kalte 21 Grad und bedeckter Himmel. In Huong Yen habe ich den Red River überquert und bin auf der anderen Seite des Damms weiter geradelt. Es war dasselbe Bild mit Tempel und Kirchen. Doch der Weg war sehr schlecht, die Betonplatten waren gebrochen und waren mit tiefen Riefen durchzogen. Meine Vorderradtaschen sprangen ständig aus der Halterung. Teils war die Strecke auch mit alten Bauziegeln präpariert. Auch mein Versuch den Damm zu verlassen hatte keinen Erfolg. Alle Straßen führten wieder zu ihm zurück. So habe ich mich damit abgefunden und nach 118 tollen Kilometern durch Vietnam Nam Dinh erreicht und in einer Kammer einer Pension für 5 Euro eingecheckt. Morgen gibt es ja Bungalow in Tam Coc.
Zum Stadtanschauen hatte ich keine Lust, da sie groß war. Auf dem Weg zum Essen bin ich noch in einen Tempel gestolpert, in dem gerade Andacht war der ich beiwohnte. Im Laden daneben gab es Bia Na Da. Hier hatte ich wieder viel Spaß mit den Vietnamesen. Wir haben uns gegenseitig abfotografiert. Die Erdnüsse die es hier gibt, sind nicht geröstet und feucht und ohne Geschmack. Zu Essen war ich im neu eröffneten Burgerladen wo ich gleich 2 Portionen vertilgt habe und zur Toilette wurde man begleitet in den sechsten Stock des neuen Nam Dinh Tower. Zum Abschluss bin ich nochmal zum Laden neben dem Tempel und habe mir das Zimmer schön getrunken und als der alte Mann im Schlafanzug von gegenüber auch wieder kam habe ich ihm ein Bier ausgegeben. Mittlerweile werden hier schon Daunenjacken getragen da es schon unter 20 Grad waren. Morgen sind es noch 45 km bis Tam Coc.
Am nächsten Morgen war es tatsächlich auch für mich frisch als ich auch die Etappe nach Tam Coc startetet. Ich bin der schnurgeraden 491 gefolgt, wo ein Ort dem anderen folgte. Schönes treiben auf der Straße, für mich wie Fernsehschauen. Doch dann erblickte ich abseits der Route eine riesige Pagode und da ich heute viel Zeit hatte bin ich dort hingeradelt. Es war ein größeres Kloster aber es war keiner zu sehen, so stellte ich mein Rad an der Pagode ab um sie zu besteigen. Auf jeder der 12 Etagen war ein Buddha in anderer Pose zu sehen aber auch sonstige Büsten. Die Wände waren ebenfalls mit plastischen Buddhas verziert. Ganz oben hatte man einen tollen Blick über die weite Landschaft mit den schon sichtbaren Berghügeln. Der Wind fegte um die Dachfirste der Pagode.
Als ich wieder unten war wurde ich von einem netten Mönch empfangen, der mich noch in die Haupthalle des Klosters führte und anschließend zu Tee und Bananen in den Lehrraum der Mönche einlud. Zur Zeit leben hier nur 5 Mönche.
Auf dem Weg zum Ziel habe ich noch ein Banh My gegessen quasi ein Baguette mit Fleisch und Salat mit Majo und Ketchup
Als ich in Tam Coc einfuhr und ich am Boothafen ankam erinnerten mich die Boote an den Spreewald, es waren ähnliche Kähne. Nicht weit war mein kleiner Bungalow abseits der Hauptmeile am See. Ich wurde herzlich empfangen und konnte gleich mein Haus um 10:30 Uhr beziehen. Habe dann erstmal auf der Terrasse Notbook Arbeiten verrichtet und bin gleich auf meine erste Wandertour zum Bich Dong Tempel, der in einer Felsengrotte versteckt war. Auf dem 3 km langen Hinweg konnte ich schon die tolle Landschaft genießen, die wieder ähnlich der in China war, aber doch irgendwie anders.
Durch den Tempel führte der Weg weiter nach oben über eine dunkle Treppe hinter dem Tempel wo oben der Blick wieder frei wurde auf die faszinierende Landschaft.
Auf dem Rückweg bin ich einer Schleife über einen kleinen Feldweg gefolgt, es gab kleine Bauernhäuser die über Brücken zu erreichen waren, mit Enten, Hühner und auf den im Wasser stehenden Feldern wurden Fischernetze ausgelegt. Habe auch auf dem Rückweg ein günstiges Lokal gefunden. Preise vergleichen lohnt sich, die Spanne für ein Bier reicht von 15000–30000 Dong und das obwohl die Restaurants gleich nebeneinander lagen. Und die Lampions leuchten auch schon und es wird dunkel 17 Uhr. Hier gibt es auch wieder das volle Touristenprogramm von geführten Kurzradtouren oder gleich mit dem Bus vor der Sightseeing Stätte ausgeworfen werden bis hin zu Ochsenkarren Fahrten durch den kleinen Ort. Abend war dann in der Unterkunft bei Tagebuch tippen.
Am Morgen habe ich mich doch spontan führ Kahnfahrt entschieden für 270.000 Dong für eine Person. Doch als ich mit meiner Ruderin ablegen wollte kam noch ein Mitfahrer aus Belgien der ebenfalls allein reiste und so bekam ich 75.000 Dong für den Fahrpreis zurück. So schipperten wie zu dritt auf dem kleinen Kahn mit Schwimmweste als erste des Tages los. Es ging ruhig dahin es waren nur die regelmäßigen Paddelschläge zuhören, die elegant mit den Füßen betätigt wurden. Nach kurzer Zeit war ich von der Tour begeistert von der Rudertour auf dem Dong River und bin doch froh den Ausflug gemacht zu haben. Der Fluß schlängelte sich durch die Karstfelsen und dabei waren drei Höhlen zu durchqueren mit wenig Kopffreiheit, doch unsere Paddlerin hatte ihr Boot im Griff. Es ging durch die 127 m lange Ca Grotte, 70 m maß die Hai Grotte, die letzte Ba Grotte war die kürzeste mit 45 m die eigentlich nicht befahren werden sollte wegen dem hohen Wasserstand. Deshalb waren auch auf dem Weg zwischen den Grotten die typischen grünen Reisfelder nicht zu sehen. Dies war das Ergebnis der Unwetter in nördlichen vietnamesischen Hochland vor einer Woche. Aber trotzdem mal wieder eine traumhafte Landschaft. Affen hangelten sich die Steilwände hinauf aber auch Ziegen auf den nicht so seilen Abschnitten. Es ist immer nicht zu glauben was unsere Welt alles zu bieten hat. Auf der knapp 2 stündigen Fahrt zum Hang Mua, einem besteigbaren Berg gewandert. Er war über einen 4 km langen Weg durch die Reisfelder erreichbar. Auch hier war das Hochwasser noch spürbar über all lagen noch Sandsäcke.
Am Fuß des Berges führte eine steile Treppe bergauf und oben konnte ich sehen wo ich am frühen Morgen mit dem Boot gefahren war. Aber auch der Blick in Richtung Ninh Binh war atemberaubend. Nach dem Aufstieg war ich mal wieder nass geschwitzt den die Sonne brannte und es gab keinen Schatten. So bin ich nach der Rückkehr wieder im Orchid Restaurant eingekehrt und habe mich unter den schattenspendenden Bäumen verkrochen.
Nachdem ich gesättigt war bin ich noch zum 2014 neu errichteten Thai Vi Tempel in 1,5 km Entfernung aufgebrochen. Der Weg war allerdings interessanter als der Tempel. Auf dem Weg musste ich mich einmal meiner Schuhe entledigen und barfuß durchs Wasser, auch Auswirkung des Unwetters im Norden. Auf dem Rückweg bin ich an einem Filmdreh vorbeigekommen. Der Weg zu Friedhof den ich besuchen wollte war gesperrt, doch nach dem Dreh der Szene konnte ich Passieren. So kam ich zu den Gräbern in dieser tollen Umgebung die ich am Morgen vom Boot aus gesehen hatte. Anschließend habe ich noch auf der Brüstung einer Brücke gesessen und den Booten zugewunken die sie unterquerten. Nun sitze ich wieder im Orchid und ruhe mich beim Abendessen aus. Zur Abwechslung gab es mal Burger mit Pommes die ich mittlerweile auch mit Stäbchen esse. Deutsches Besteck benötige ich nicht mehr. Im Laufe des Abends wechselten immer wieder die Gäste. Einer spielte sogar auf seiner mitgebrachten Gittare.
Morgen werde ich eine Runde ohne Gepäck drehen.
Nach dem Frühstück bin ich zu meiner ersten Radtour leichten Radtour aufgebrochen, ohne die Kilos ein wackeliges Gefühl. Ich bin zum 22 km entfernten Bai Dinh Tempel geradelt mit der höchsten Pagode Vietnams. Sie war schon von weitem zusehen. Als ich am Haupttor angekommen war, war dies verschlossen und mir wurde von einem Sicherheitsposten gestikuliert das ich einmal um das Gelände müsse. Das habe ich gemacht und musste erst einmal für den Fahrradparkplatz 15.000 Dong bezahlen aber so war mein Rad wenigstens sicher und ich konnte meine Radtasche auch hier lassen. Nun wurde man auf eine E-Auto verladen und zu dem Haupteingang gefahren, allerdings auf der anderen Seite des verschlossenen Tores. Es war eine riesige 2004 neu errichtete Tempelanlage die sich 3 km den Hang hinaufzog mit mehreren Hallen mit großen vergoldeten Buddhafiguren. Auch den üblichen See gab es von dem eine große Treppe zur dritten Halle hinauf führte und immer wieder wurde der Blick von der Pagode angezogen, die aber nicht zu besteigen war. In kleinen Nischen war auf allen Ebenen ein Buddhaabbild. Das sehenswerte war die Dimension der Anlage.
Mehr hat mir der Weg dorthin gefallen. Mein Navi hat mich wieder abseits der Hauptstraße durch die Landschaft geführt das ich es auf Fußgänger eingestellt hatte. Die Landschaft war so wie auf der Bootstour nur das keine Caves auf der Strecke waren. Aber dafür immer diese schroffen Berge denen ich ganz nahe kam. An einem Restaurant an einem kleinen See habe ich Pause gemacht und genau zu diesem Zeitpunkt gab es Regen den ich dort abwartete. An einem See weiter gab es noch eine schöne Terrasse, also noch mal Stopp. Der letzte Stopp war mit Essen im Orchid Restaurant in Tam Coc mit gebratenen Nudeln und Huhn. Es war ein sehr schöner Tag mit dem Rad 50 km durch die Gegend zu fahren. Habe dann noch ein Pärchen aus Dresden kennengelernt die zur Zeit mit dem Motorrad unterwegs sind. Sie sind mit der Transsibirischen Eisenbahn in die Mongolei gefahren und waren vom Baikalsee begeistert, wo sie gewandert sind. Für Vietnam haben sie mir Hai an empfohlen, denn sie kamen aus dem Süden. Sie werden auch noch nach Laos reisen vielleicht sieht man sich ja wieder.



Vom 22. Oktober 2017 - 28. Oktober 2017 Tag 49 (827) – Tag 55 (833)
Etappe Tam CocPhong Nha 560 km Rad; 20 km zu Fuß, Gesamtkilometer: 2.767 km

Datum km Schnitt H/KM/h Höhe Ziel
18.10.17 118,61 18,10 39,85 101 Nam Dinh
19.10.17 45,51 18,55 - 24 Tam Coc
21.10.17 51,66 19,35 33,06 61 Tam Coc

Aus Tam Coc hatte ich eine Route geplant die nach 4 km an eine restricted Area Schild endete. So musste ich nochmal zurück zum Start nach Tam Coc und über die große Straße nach Tam Diep von wo ich nun wieder auf eine kleine abbiegen konnte. Sie führte mich in die Ananasberge. Alles voll Ananas und nun weiß ich auch endlich wie und wo sie wachsen. In den Hügeln kam ich sogar mal wieder über die 100 Metergrenze. Zwischen den Ananasfeldern gab es nur das ein oder andere Haus. Alles mal nicht so dicht besiedelt das mach Hoffnung auf die Strecke über den Ho Chi Minh Pfad an der Grenze zu Laos. Aber mal zu sehen wie so eine Ananas entsteht war schon schön, man isst sie ja gerne aber sie wachsen ja nicht bei uns. Ich wundere mich das es hier noch keine Tour aus dem nahegelegenen Tam Coc hin gibt.Die Landschaft war sehr schön hier. Nach den Bergen ging es wieder hinab und es rollte gut. Nach einer Pause habe ich überlegt nicht nach Thanh Hoa sondern auf der kleinen Straße einen Ort weiter nach Quang Xuong an der Nationalstraße 1. Der Weg war dann nicht mehr so gut, denn er führte entlang der Steinmetzmeile. Die Steinmetze schliffen aus großen Steinblöcken Grabmale, Tafeln und Einfassungen, so wie auch normale Steinplatten. Es lag ein Betrieb an dem anderen und dahinter gleich die Steinbrüche. Der feine Schleifstaub verteilte die in der Luft und auf der Straße wurde er von den vorbei brausenden LKW wieder aufgewirbelt.
Danach fand ich sogar schnell eine relativ gute Unterkunft in Quang Xuong. Im Ort bin ich zum Zielbier in einer Kombination aus Shop und Ausschank eingekehrt, Für die Kinder war ich die Attraktion. Die Fußballtrikots die, die Kinder trugen waren interessant, man nehme ein Mannschaftstrikot und irgend einen Spieler. So spielte Götze bei Real Madrid und Ronaldo beim BVB. Doch die meisten trugen die Eigennamen. Ich war hier während des Tagebuch Schreibens mit den ganzen Kindern des Orts beschäftigt. So war ich wieder „unter mich alleine“ quasi ohne Touristen, herrlich!. Und zum Schluß hatte ich fast 6 Bia Thanh Hoi (0,3l) für 1,29 Euro.
Anschließend bin ich zur Hühnernudelsuppe an der Nationalstraße 1 eingekehrt und das Abschlussbier in einem Market.
In der Unterkunft habe ich noch mal Instandsuppe gegessen, mit Mama telefoniert und mit dem Inhaber und 2 Leuten aus der Stadt zusammen gesessen mit gratis Bananen, Tee und Bier. Doch die Konversation war schwierig.
Am nächsten Morgen ginge es für einen Tag über die Nationalstraße 1, die auch der Asia Highway 1 ist. Bis nach Dien Chau. Eine einspurige Straße mit Seitenstreifen und es war hier alles unterwegs, von dicken Amytrucks über die vielen Schlafbusse und vielzähligen Motorrollern bis hin zu den Fahrrädern und mir. Und es wird gehupt ohne Ende ob es Sinn macht oder nicht. Umso lauter und länger umso besser. Gut das man in Deutschland das vernünftig lernt. Aber ich bin erstaunt das ich erst heute den ersten Unfall gesehen habe.
Nach dem Nieselregen am Morgen der sich über 45 km bis 8:30 hielt, war es dann trocken aber weiter bedeckt so kamen die Temperaturen auf maximal 23 Grad. Angenehm zu radeln und dazu alles flach.
Morgen werde ich wieder Landeinwärts radeln und dann zum Ho Chi Minh Pfad kommen mit hügligem Teering.
In Dien Chau meinem heutigen Zielort, 2 km von der Küste entfernt habe ich wieder ein gutes Hotel für 7,5 Euro gefunden, doch der Ort war alles andere als schön und ans Meer habe ich es auch nicht geschafft. Ebenso schwierig war die Lokalauswahl, naja so ist das halt mal gut mal ok. Nun sind es nach Plan noch 4 Tage bis Phong Nha mit der größten trockenen Höhle der Welt. Dort werde ich wieder 3 Nächte bleiben.
Es war am Morgen wie erhofft als ich die National 1 hinter Dien Chau verlassen hatte war ich gleich wieder im Bauernland mit Reisfeldern in denen sich die Kühe bewegten. Immer in kleinen Gruppen die von einem Bauern beobachtet wurden. Bin dann auch einfach mal quer auf eine noch kleinere Straße abgebogen die mal wieder nicht auf dem Navi verzeichnet war. Nach 50 km hatte ich den Ca River erreicht und war wieder zurück auf meiner Route. Nach der Überquerung hatte ich bald den Legendären Ho Chi Minh Pfad erreicht. Er führte mich in die Hügellandschaft und die Reisfelder wurden durch Teeplantagen abgelöst. Die es war alles in kleinem Stiel angelegt und noch besser war das es auf dem Ho Chi Minh Highway kaum Verkehr gab. Kein dauerndes Hupen mehr, welche Wohltat. Ich glaube hier gäge es auch mal die Möglichkeit zu Zelten. Werde mich bei meiner nächsten Rast in Phong Nha mal darauf vorbereiten dies zu tun. Also mal Benzin für den Kocher tanken, vielleicht mal das Zelt lüften und Proviant einkaufen fürs Abendessen. Nicht weil das Zelten günstiger ist, sondern weil ich es vermisse.
Nach genau 100 km hatte ich eine Unterkunft in Pho Chau erreicht, wo der HCM die erste Straße kreuzt die nach Laos führt. Das Wetter war diesig aber trocken und es waren angenehme 21 Grad. Ich hoffe das es so bleibt denn ich habe bereits die Unterkunft in Phong Nha in 2 Tagen gebucht somit einmal eine 100 km und eine 80 km Etappe. Nach dem heutigen Tag habe ich mir noch die Beine über den lokalen Markt vertreten und vorbei am ungepflegten Park an einem See und zurück zu Hauptkreuzung, wo ich zum Zielbier Huda made by Carlsberg im Ziegenrestaurant eingekehrt war. Hier wurde gerade Frischfleisch angeliefert das auf allen Vieren in den Käfig hinter der Küche geführt wurde.
Am Morgen bei gleichem Wetter weiter über den HCM meist flach bis die letzten 30 km die weiter in die Berge führten und es waren 3 kleine Anstiege zu bewältigen so kam ich in der Summe auf über 600 Höhenmeter. Die Erlebnisse auch der Strecke waren mal wieder unterschiedlich, zuerst stoppte ein Motorroller vor mir dem sein Schwein auf dem Gepäckträger verrutscht war. Er musste es neu fixieren. In den Hügeln traf ich dann einen Deutschen der mit dem Motorrad den HCM abfährt. Sonst war die Landschaft sehr abwechslungsreich. Nach 107 km steuerte ich die Unterkunft in Hoa Tien die ich in Google Maps gesehen hatte. Kaum zu erkennen als Hotel das auf dem Hinweisschild abgebildet war. Es war ein normales Wohnhaus und das Zimmer war für eine Nacht ok. Bin noch vor dem Duschen in dem Saloon nebenan zum Essen eingekehrt. Saloon deshalb, weil hier die Häuser aus Holz gebaut sind und das Aussehen haben wie im Wilden Westen. Mal schauen was ich in dem Dorf so am Nachmittag treibe.
Bin nach dem Duschen durch den kleinen Ort gelaufen der fast nur aus Holzhäusern besteht durch den auch ein kleiner Fluß verläuft. Plötzlich war ich von Kindern umzingelt und bald kam auch ihr Lehrer auf einem Motorroller. Er fragte, ob ich mit in seine Privatschule zum Unterricht kommen wolle und am Unterricht teilnehmen wolle. Wir gingen mit der ganzen Schar zu seinem Holzhaus wo an einer Wand eine Tafel hing und davor 2 Holz Bänke und Tische. Ich wurde zu einem Dialog gefordert, der Lehrer schrieb die Fragen an die Tafel. What is your name? Where you from? How old are you? What is your Hobby? Und Spell your Name. Dann wurden die Kinder nach und nach aufgefordert die Fragen an mich zu stellen. Und ich habe geantwortet. Ich habe dann die Kinder zum gemeinschaftlichen buchstabieren aufgefordert. Die Kinder waren begeistert und habe mich am nächsten Tag mit ihnen Bildern auf facebook kontaktiert. Alle waren glücklich. Es war eine schöne Nachmittagsbeschäftigung. Anschließend habe ich noch eine Terrasse über dem Fluss gefunden, ebenfalls hinter so einem Holzverschlag. Das Essen wurde auf einem typischen Holzbrett kleingehackt und auf dem offenen Holzfeuer am Boden wurde Reis gekocht. Die Berge sind immer noch Nebel verhangen und ab und zu Nieselt es. Ohne Nebel ist die Umgebung bestimmt noch besser, denn ich habe schon die Grenze eines Nationalparks erreicht. Auf dem Fluss legt noch ein Fischer seine Netze auf einem alten Autoschlauch aus.
Am Morgen ging es weiter über den HCM und ich konnte nun die Landschaft komplett sehen, denn der Dunst der letzten Tage hatte sich verzogen so zeigte sich nach Tagen mal wieder die Sonne und das bei 30 Grad. Es gab nur noch Minidörfer und einzelne Bauernhäuser, zum Schluss ging es noch über einen 500 m Pass durch den Dschungel den die Straße grenzte schon an den Nationalpark Ke Bang. Oben musste ich mein nasses Radshirt wechseln bevor es auf die 15 km Abfahrt nach Phong Nha ging. Der Ort zog sich entlang des Song Son River. Am Bootsanleger gab es gleich das Zielbier, wo ich auch gleich 2 Deutsche traf. Anschließend habe ich mein kleines Häuschen bezogen im Phong Nha Garden House. Habs nicht aufanhieb gefunden, erst im zweiten Anlauf.
Nun kam wieder die Überlegung was machst du hier. Ich blätterte das Tourheft durch und sah nur eine Tour die zu mir passte doch sie sollte 1.115.000 Dong (42 Euro)kosten. Viel Geld für einen Tag, um den Phong Nha Cave mit dem Boot zu befahren, den Paradies Cave zu besuchen und eine Stunde durch den Botanik Garten zu laufen. So habe ich mir Gedanken auf dem Weg in den Ortskern gemacht. Dabei bin ich zu dem Schluß gekommen morgen mit dem Rad zum 25 km entfernten Paradies Cave zu radeln und dann mal schauen was noch geht. Habe ja schon viel gesehen. Bin jetzt zufrieden und habe den Abend auf der Terrasse des Coco House am Fluss mit 2 Israelis und 2 deutschen Mädels verbracht. Wie haben uns über die Sehenswürdigkeiten ausgetauscht und dabei wurde mir doch die Bootstour empfohlen das sie komplett anders sei als in Tam Coc.
Am Morgen bin ich dann erst mal aufs Rad gestiegen mal wieder ohne Gepäck um die Runde zum Dong Thien Duong, der größten Höhle der Welt, zu starten. Der Weg führte über meine geplante Route auf dem HCM nach Süden. Nach kurzer Flachstrecke ging es bergauf teils mit 13 % Steigung vorbei am botanischen Garten der in 8 km Entfernung schon im Ke Bang Nationalpark lag. Ein echter Dschungel der mich hier erwartete. Im Verlauf habe ich noch am Straßenrand gesessen und die Affen auf den Bäumen beobachtet. Auf der Abfahrt zu dem Abzweig zur Höhle sprang sogar ein Affe vor meinem Rad über die Straße, er war sehr kräftig. So war ich jetzt schon zu Frieden die Tour auf eigene Faust gemacht zu haben. Doch nach den fetten Anstiegen meiner Route überlege ich meine Route mit Gepäck durch das flachere Vietnam zu machen. Am Parkplatz zur Höhle stellte ich mein Rad ab und tauschte mein mal wieder nasses Trikot gegen ein trockenes T-Shirt. Der Eintritt betrug 250.000 Dong. Über einen Weg von ca. 1,5 km erreichte man den hoch gelegenen Eingang. Durch ein kleines Loch führte eine Holztreppe in die Tiefe des rissigen Innenraum. Eine unglaubliche Dimension von Höhle, der Anblick hat mich direkt erschlagen. Wow, mal wieder Gänsehaut. Sie war super ausgeleuchtet. Solch große Stalagmiten und Stalagtiten hatte ich zuvor noch nicht gesehen. Und die Menschen sahen dort unten winzig aus. Die ersten Kilometer sind erschlossen. Doch sie ist komplett 34 km lang. Es ist einfach nicht in Worte und Bilder zu fassen was man da gesehen hat.
Nach der Besichtigung bin ich die Runde zurück geradelt und habe bei gutem Essen auf der schönen Terrasse des Coco House die Erlebnisse verarbeitet. Nach dem Duschen und kurzem relaxen bin ich wieder zurück auf die Terrasse zum Tagebuch tippen. Bin immer noch unentschlossen meiner weiteren Route, muß ich noch mal drüber schlafen.
Nach dem Frühstück habe ich nun meine neue Route nach Hue geplant und so werde ich über Vinh Moc fahren, wo es noch unterirdische anlagen aus dem Vietnamkrieg gibt. Von dort ist es noch eine Tagesetappe nach Hue. Anschließend bin ich zum Pier in den Ort gelaufen um den Phong Nha Cave zu besuchen, er ist nur mit dem Motorboot zu erreichen, die 12 Personen fassen und wie Gondeln in Venedig ausschauen aber aus Metall sind und einen blauen Anstrich haben. Für das Boot bezahlt man eine Pauschale von 360.000 Dong (ca. 13 Euro), man kann sich dann das Boot teilen und sich die Fahrtkosten teilen, doch ich habe mir heute mal den Luxus gegönnt alleine mit dem Boot durch die Gegend zu schippern. So hatte ich schön meine Ruhe und konnte nachher vorne stehen und die Höhle bestaunen. Sie steht ebenfalls unter UNESCO Schutz. Anfangs knatterte das Boot eine halbe Stunde über den Fluss bis eine Felswand vor einem auftauchte mit einem kleinen Loch über der Wasseroberfläche. Hier schlüpften wir hindurch, inzwischen war auch der Motor abgestellt und es wurde gerudert. Der Mann des Schiffes hinten die Frau vorne. Nach dem Durchfahren des Schlundes in den Berg öffnete sich vor meinen Augen wieder eine fantastische Zauberwelt aus Tropfsteinen in allen Farben und Größen. Die Felswände erhoben sich über dem Wasser zu Kathedralen artigen Hallen. Der Cave war nicht mit denen in Tam Coc zu vergleichen. Somit hatte ich mal wieder die Richtige Entscheidung getroffen diese Bootstour zu machen. Nun sitze ich bei einem Bananenshake auf der Terrasse vom Coco House wo ich auch Abends zum Abschluss gegessen habe als die Sonne hinter den Bergen unterging.


Vom 29. Oktober 2017 - 03. November 2017 Tag 56 (834) – Tag 61 (839)
Etappe Phong Nha – Hue 328 km Rad; 28,5 km zu Fuß, Gesamtkilometer: 3.095 km

Datum km Schnitt H/KM/h Höhe Ziel
29.10.17 85,11 19,09 44,50 251 Kien Giang
30.10.17 110,05 17,87 47,50 416 Quang Tri
31.10.17 62,14 17,20 34,00 108 Hue
02.11.17 70,77 19,40 44,67 347 Hue

Heute habe ich das nette Phong Nha verlassen und bin die ersten 19 km auf einer kleinen Straße dem Fluss gefolgt bis sie wieder auf den HCM Highway mündete. Der Verkehr hielt sich immer noch in Grenzen. Doch ich bin nachher wieder abgebogen über einen Damm der durch überflutete Reisfelder führte. In einem Dorf kurz vor dem Ziel musste ich in einem Shop im Bretterverschlag pausieren. Ich erreichte ihn bei starkem Gegenwind und einsetzendem Regen. Doch nach einem Bierchen konnte ich weiterfahren und habe wie geplant in Kien Giang ein Hotel bezogen und bin dann durch den Ort gezogen. Im Nha Hang Lau Nuong habe ich noch einen gut englisch sprechenden Vietnamesen getroffen, mit dem ich mich ein wenig über die vergangene Geschichte Vietnams unterhalten konnte. Neben an war die Karaokemeile des Ortes, wo sich alle Jugendlichen versammelten. Bei uns sind es die Kinos und Discos hier die Karaokebars. Auf dem Rückweg bin ich noch an einer Straßenecke in einer Nudelsuppenküche eingekehrt und im Hotel noch Bilder geschaut und Tagebuch getippt, bis auch hier die Karaoke Anlage plärrte Doch es waren keine Gäste, sondern der Inhaber mit 3 Freunden. Als es um 21:30 Uhr immer noch plärrte und meine Ohrstöpsel nichts nutzen habe ich die vier in ein Cafe verscheucht und ich konnte endlich schlafen.
So konnte ich bereits um kurz nach 6 Uhr wieder auf dem Rad sitzen. Mein Zwischenziel waren heute nach 60 km die Vinh Moc Tunnel. Zuvor kam ich noch an einem neu erbauten Tempel mit 2 Pagoden vorbei und an dem Weg am Fluss entlang zog sich ein kilometerlanger Friedhof mit großen Gräbern entlang. Der Weg mündete später wieder in den HCM Highway. Ich folgte ihm ein Stück bis ich nach Osten zur Küste abbog.
Nun hatte ich nach einem kleinen Anstieg Vinh Moc erreicht. An den Tunneln war das Fahrrad abstellen mit dem ganzen Gepäck kein Problem, an den meisten Sehenswürdigkeiten gibt es einen bewachten Parkplatz für Motorroller und Räder und es kostete nur 4.000 Dong -15 Cent. Nun besichtigte ich zum ersten Mal eine Stätte aus dem Vietnamkrieg. Hier war es ein unterirdisches Gängesystem auf 3 Ebenen von wo aus gekämpft wurde. Aber in kleinen Nischen lebten auch Familien die hier Unterschlupf suchten. Man konnte durch einige Gänge hindurch laufen, die nur sporadisch mit Glühlampen ausgeleuchtet waren. Die Gänge zweigten immer wieder zu Ausgängen ab. Einer führte direkt ans brausende Meer. Der letzte war gleich am Tickethäuschen.
Nach der Besichtigung bin ich der Küste gefolgt, immer wieder gab es Zugänge zu dem einsamen weißen Sandstrand an dem nur kleine Fischerboote aus Holz lagen.
Da ich morgen nicht so viel Kilometer bis Hue haben wollte bin ich noch bis Quang Tri geradelt, das wieder an der N1 lag. In den Reisfeldern standen ebenfalls noch schwarze Bunker mit Schießscharten, die hier die schweren Gefechte noch in Erinnerung rufen.
In Quang Tri habe ich eine Absteige für 5 Euro bezogen und nun heißt es wieder Zimmer schön trinken. Zuvor habe ich ein Hotel für 4 Nächte mit Dachterrasse in Hue gebucht. Mein Etappenziel war wieder eine typische Stadt an der N1. Hier gab es anstatt die übliche Nudelsuppe Reissuppe. Anschließend habe ich noch 2 Baguette mit Huhn welches über dem offenen Feuer geröstet wurde gegessen und war satt.
Am Abend setzte dann mal wieder heftiger Regen ein und er prasselte die ganze Nacht unaufhörlich auf das Blechdach meine Absteige. Doch das ist mir lieber als Karaoke, doch ich musste immer daran denken in diesem Regen nach Hue zu radeln. Doch kaum zu glauben als ich aufs Rad stieg, ich hatte schon Regensachen an, hörte es prompt auf zu regnen und es blieb überwiegend trocken. Es gab nur einen heftigen Schauer den ich bei Cola und Nudelsuppe abwartete.
Auf der kleinen parallel zur N1 verlaufenden Straße waren viel bunte Tempel älteren Baujahrs zu bestaunen, die ich in der Häufigkeit auf meiner Reise noch nicht gesehen hatte. Auch in den kleinen Dörfern gab es meist an der Brücke am Fluss kleine Märkte in Wellblechhütten.
Das letzte Stück nach Hue bin ich dem Highway 1 gefolgt und hatte bald die Zitadelle Hue erreicht. So bin ich in den ersten Ring der Befestigung eingefahren und dem und dem inneren Wassergraben gefolgt. Den Perfume River habe ich über die eiserne Metallbogenbrücke überquert und in einer Hintersasse der Neustadt mein Hotel bezogen. Und kaum zu glauben als ich im Zimmer war fing wieder der Dauerregen aus der Nacht zuvor an.
Nach 2 Stunden habe ich mich mit einem Schirm des Hotels raus gewagt und in einem Lokal wo Backpacker verkehren aber später auch einheimische verweilt. Die Deko erinnerte mich daran das bereits der 31. Oktober war den es war über all Halloween geschmückt. Somit bin ich schon knapp 2 Monate und 3000 km unterwegs. Es ist unglaublich was ich in den 60 Tagen alles erlebt und gesehen habe. Es macht wirklich süchtig.
Nach einem kleinen Rundgang bin ich wieder zurück zum Essen ins Xuan Trang und habe festgestellt das es sogar 3 Ebenen gibt und die oberste Etagge ist im Indianersyle dekoriert und bietet einen schönen Ausblick und die Preise stimmen auch, könnte was für die nächsten 3 Tage sein. Als ich die 3 Etagge austestete hörte es auch wieder auf zu regnen und mach ein wenig Hoffnung für die Besichtigungstouren. Als ich Bananen Panncake bestellte öffnete sich sogar das Dach, aber es war nicht von langer Dauer und es war wieder zu. Nach dem Pancake bin ich noch weiter gezogen und im Century Pub Beergarden zur Halloweenparty eingekehrt, bei Technomusik, Huda und Pommes und ich war alleine unter den Vietnamesen.
Nach gutem Schlaf war es am Morgen trocken, obwohl Regen angesagt war aber der kam erst am Abend. Das Frühstück wurde auf der Dachterrasse des Hotels serviert und es gab sogar Müsli.
Anschließend bin ich zur Besichtigung des Kaiserpalastes der innerhalb der großen Zitadelle liegt. Vor dem Eingang steht auf der Mauer der Zitadelle der Flaggenturm mit der großen vietnamesischen Fahne. Der Palast liegt innerhalb der verbotenen Stadt wo damals niemand hineindurfte, genau wie in Peking und hat hier auch eine ähnliche Struktur. Über eine der drei Brücken gelangt man zum mächtigen Haupttor dem die Empfangshalle folgte. Doch vom eigentlichen Palast war nur noch das Fundament zu sehen. Es gab viele Baustellen, in jedem zweiten Gebäude was zu kaufen und es wird auch vieles nicht gepflegt. Schade, da frage ich mich was die UNESCO tut. Nur den Titel vergeben und nicht schauen was dort passiert?
Die Nebengebäude waren recht schön aber könnten auch besser gepflegt sein sonst verfallen diese ebenfalls. Auch die Portale zu den einzelnen Gebäuden waren sehr schön und reich verziert mit bunten Reliefs.
Auf dem Rückweg bin ich einfach durch die Gassen der Altstadt gelaufen und über den Dong Ba Markt. Hier gab es wieder alles zu kaufen, doch die Obst und Gemüsestände sind am fotogensten. Im Xuan Trang habe ich wieder Mittag gegessen und auch zu Abend beim Tagebuch tippen.
Am Morgen konnte ich nach dem nächtlichen Regen das Frühstück auf der Dachterrasse genießen. Anschließend bin ich mit dem Rad zur Besichtigung der Kaisergräber aus der Nguyễn-Dynastie aufgebrochen. Und habe gleich am Anfang das prächtigste und majestätischste aller kaiserlichen Gräber erwischt. Es ist zwar das kleinste in den Ausmaßen doch die Dekoration und die Details sind sehr aufwendige. Das Grab des Kaiser Khai Dinh war mit Mosaiken aus Tonscherben verziert, auch der Baldachin über dem Sarkophag. Die Anlage zog sich einen Hang hinauf. Die einzelnen Ebenen Waren über große Treppen zu erreichen. Im Aufbau der Kaisergräber folgte zuerst das Eingangstor dann der Hof der Zeremonien, mit steinernen Statuen und dem Stelenpavillon der die Geschichte des Kaisers beinhaltet. Flankiert von 2 großen Obelisken. Der letzte Teil des Komplexes ist das Gebäude mit dem Sarkophag. Der in den anderen Gräbern mal ein Grabhügel ist oder ein freistehender Steinsarg. Ich war von der Schönheit des Khai Dinh Gabes fasziniert. Als nächstes besuchte ich das Minh Mang Grab das im Ausmaß viel größer war und am Ende der Gebäude Aufreihung nur einen großen Grabhügel besaß der mit einer runden Mauer umgeben war. Da nun mein Akku der Kamera fast leer war bin ich kurz mal die 17 km durch die Hügel südlich von Hue zum Hotel zurück geradelt um den Akku zu wechseln. Doch die Restenergie reichte noch um das Thieu Tri Grab zu besuchen. Der Zustand war nicht so gut aber es wurde daran gearbeitet. Es hatte auch wieder einen Grabhügel.
Nach Akku laden und einem Erdbeershake in meinem Stammrestaurant bin ich zur zweiten Runde aufgebrochen. Zuerst zur Tiger-Arena, wo der Kaiser sich Kämpfe zwischen Elefanten und Tiger angeschaut hat, leider ebenfalls in Renovierung. Weit bin ich zur letzten Grabbesichtigung zum Tu Duc Grab mit den freistehenden Steinsärgen. Hier hat sich der Kaiser an seinem Grab eine große Parkanlage geschaffen mit Bach und See Pavillons und den Üblichen schon beschriebenen Gebäuden. Die Gräber wurden meist noch zu Lebzeiten des Kaisers angelegt und er selber verbrachte auch in zeit in seiner Grabanlage mit seinen 100 Frauen und Nebenfrauen, die auch bis zu 2 Jahren nach dem Tod an seinem Grab lebten.
Nach der letzten Besichtigung bin ich wieder über die Brücke des Asia-Highway beim Minh Mang Grab auf die andere Seite des Perfume River. Dort habe ich einen Abstecher zum Hon Chen Tempel gemacht der direkt am Fluß lag und von den Drachenbooten angesteuert wurde. Doch es war kein besonderer Tempel, ganz normal. Also bin ich weiter und habe an der Thien Mu Pagode noch einen Stopp eingelegt die ebenfals von den Booten angesteuert wird. Vor dem Duschen natürlich wieder am Lokal meines Vertrauens vorbeigekommen und habe dort mit zwei Westerwäldern noch ein Bier getrunken. Nach dem Duschen gab es curried Chicken mit Kartoffeln und Reis.
Am nächsten Tag habe ich beschlossen nichts zu machen. Habe eine Unterkunft in Hoi An gebucht war immer bei der Auswahl recht schwierig ist. Bis dort hin werde ich 2 Tage benötigen und den Wolkenpass mit 496 m Höhe überqueren. Heute ist es sehr windig wo ich auf der Dachterrasse des Hotels sitze.

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