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Bericht Rumänien Grenze bei Petea - Donau Fähre Chichu-Silistra
Vom 07.Mai 2014 – 23.Mai 2014; 17 Tage
798 km


Vom 07.Mai 2014 – 11.Mai 2014 Tag 40 – Tag 43
Etappe Grenze Petea - Viseu de Sus 193 km; Gesamtkilometer: 2298 km

Autor: Andrea Büchsenschütz

Weiter über den Deich, vorbei an einer Schafherde und Feldarbeitern zur Hauptstraße. Im letzten Ort vor der Grenze schnell einkaufen, dann immer geradeaus bis zur Kontrollstelle. Unsere erste Passkontrolle auf dieser Reise, alles gut, wir dürfen nach Rumänien einreisen. Kaum im ersten Ort hinter der Grenze kommt das erste bettelnde Kind, meine Befürchtungen trafen zum Glück nicht ein, den es blieb für den Tag das Einzige. Schnell in die Wechselstube und wieder an eine neue Währung gewöhnen. Bis Satu Mare auf der Nationalstraße geblieben und dann dem Navi gefolgt. Durch noble neue Vororte auf top Straßen kamen wir zügig voran. Die Straße ist in der Karte als kleine Nebenstraße eingezeichnet, solchen Straßen sind wir schon oft problemlos gefolgt, doch diese war plötzlich mitten in einem Dorf nicht mehr geteert. Wir fahren weiter, der Weg wird zunehmend schlechter, grober Kies schon 2,5 km geschafft. Ich will eigentlich zurück, aber Micha meint, dass das bestimmt bald besser wird. Nun denn, es wird eher schlechter, dafür sehen wir kleine Bauernhäuser, mit ein paar Tieren vor der Tür, viele Felder, Wiesen, Pferdekarren, Bauern, die ihre Felder noch mit Pferdeflug bewirtschaften. Als Kontrast haben einige der Bauernhäuschen Satelittenschüsseln und Kinder kommen uns mit Handy am Ohr entgegen. Irgendwann haben wir auch wieder Teer unter den Rädern, sind ziemlich geschafft, zum Einen vom Weg, zum Anderen von den neuen Eindrücken. Sich auf ein neues Land einstellen braucht immer etwas Zeit, besonders, wenn die Länder zunehmend anders sind, als das uns vertraute Deutschland. Kurz hinter Livada, nach nur 55 km, ist für heute Schluss, wir beziehen Quartier im Hotel. Ich freue mich auf die Dusche, bin danach teilweise Orange, denn aus der Wasserleitung kommt nichts wirklich Gutes, schon gar nichts Trinkbares. Was soll´s, die weißen Hotelhandtücher sehen jetzt nicht mehr so schön aus, dafür habe ich meine normale Hautfarbe wieder.
Rumänien hat viele Gesichter, wir fahren durch schicke Wohnviertel, mit großen Häuser, davor teure Auto´s und neu geteerter Straße. Nur wenige Kilometer weiter stehen kleine Häuschen, ärmlich wirkende Bauernhäuser, alte Auto´s und Pferdekarren, die Straßen sind schlechter, oft nur bessere Feldwege. Selbst in größeren Städten sind die Nebenstraßen nicht geteert. Die Feldarbeit wird oft von Hand erledigt, das Pferd ist noch ein wichtiges Arbeitstier, ältere Frauen sitzen bei der Handarbeit vorm Haus. Gleichzeitig gibt es fast kein Haus mehr ohne Satellitenschüssel und die Männer auf ihren Pferdekarren haben ihr Handy am Ohr.
Jeder Ort hat kleine Supermärkte, wo auf engstem Raum alles zu haben ist, in größeren Städten sieht man die üblichen Ketten, wie Lidl, Kaufland, Deichmann, Takko usw.
Es sind viele Touristen aus Frankreich unterwegs, auch Engländer, Deutsche haben wir selten gesehen. Meist klappt die Verständigung gut, viele sprechen englisch, französisch, spanisch oder deutsch. Auf dem Weg nach Sighetu Marmetiei machen wir auf der Passhöhe (587 m) Rast, der Kaffeebuden-Besitzer spricht französisch und aus seiner Stereoanlage dröhnt französische Musik. Einige deutschsprachige Minderheiten leben noch in Rumänien, so gibt es in Viseu de Sus noch ca. 400 Menschen. Einer davon ist unser Pensionswirt, er zeigte uns die hiesige Kirche, in der regelmäßig Veranstaltungen bzw. Gottesdienste in deutscher Sprache stattfinden.
Armut begegnet uns auch, so sind wir z.B. in Sighetu Marmetiei (ca. 44000 Einwohner) auf der Suche nach einer Unterkunft in ein Armenviertel geraten. Trotzdem war bisher Betteln kein großes Thema, wir sind einige wenige Male bettelnden Kindern begegnet, die wohl zur Volksgruppe der Roma gehören. Diese ziehen mit ihren Pferdekarren, teils alten Lieferwagen oder Kombi´s durch das Land und versuchen diverse Haushaltsgegenstände zu verkaufen.
Problematischer erlebe ich die unzähligen Hunde, es ist nicht immer klar ersichtlich, ob das Tier Jemanden gehört oder ob es ein Streuner ist. Beim Radeln hat ein kleiner Hund bereits versucht Micha anzugreifen, er hat nur eine Packtasche leicht erwischt, Micha war zum Glück einfach schneller.
Die Rumänen haben wir als freundliche hilfsbereite Menschen erlebt, ständig werden wir gegrüßt, es wird gewunken und steht man am Straßenrand, um den richtigen Weg zu finden, so kommt bestimmt ein Einheimischer um zu helfen.
Im Moment sind wir in Viseu de Sus, die Region gehört schon zu den Karpaten und ist Teil der Region Maramures. Im Iza-Tal und im Viseu-Tal gibt es viele guterhaltene, für die Region typische Holzkirchen, so z. B. in Barsana eine Kirche mit Klosteranlage, die zum UNESCO Welterbe gehört. Ebenfalls typisch sind die vielen schön verzierten Holztore, die so manche Hofeinfahrt schmücken.
Viseu de Sus ist aber vor allem durch seine schmalspurige Waldbahn bekannt geworden, dazu beigetragen haben auch diverse TV-Berichte, z.B. von Arte. Die Waldbahn befährt eine Strecke von ca. 46 km durch das Vaser-Tal (Wassertal), wobei die Hälfte der Strecke für die Touristenbahn genutzt wird. Auch heute noch wird die Bahn zum Holztransport eingesetzt, bei unserer Fahrt mit ihr begegneten wir zwei Zügen mit unzähligen langen Waggons mit Baumstämmen. Viele Arbeiter sind nötig, um die Bahnen sicher ins Tal zu bringen, auf den einzelnen Wagen mit Baumstämmen sitzen Männer, welche für das Bremsen verantwortlich sind. Auch auf unserem Zug hatten die Waggons Bremser an Bord. Die Fahrt mit der Wassertalbahn, wie sie auch genannt wird, lohnt sich auf jeden Fall. Man durchfährt ein immer enger werdendes Tal, sieht wie die Menschen, die hier von der Holzwirtschaft leben, ihr Tagwerk verrichten und kann die schöne Landschaft genießen. Wir hätten den Zug allerdings fast verpasst, da unsere Uhren noch nach deutscher Zeit tickten und uns nicht bewusst war, dass Rumänien in einer anderen Zeitzone liegt und es hier schon eine Stunde später ist. Unser Pensionswirt hat uns schnell mit dem Auto zum Bahnhof gebracht, so haben wir den Zug noch erreicht und uns amüsiert, weil wir schon seit 3 Tagen die falsche Uhrzeit haben!


Vom 12.Mai 2014 - 15.Mai 2014 Tag 44 - Tag 48
Etappe Viseu de Su - Brosteni 171 km; Gesamtkilometer: 2470 km

Autor: Andrea Büchsenschütz

Vom Viseu-Tal geht der Weg weiter über den Pasul Prislop (1416m) ins Bistrita-Tal. Leider spielte das Wetter nicht mit, viel Regen und Nebel, deshalb konnten wir kaum was von der Umgebung sehen. In der Ferne waren gerade noch die schneebedeckten höheren Berge der Karpaten zu erkennen.
Immer wieder das leidige Thema Hunde, bei der Abfahrt kommt plötzlich wie aus dem Nichts ein großer Hund von einem Grundstück angerannt und verfolgt mich. Ein zweites noch größeres Exemplar war hinter Micha her, zu unserem Glück kam in dem Moment ein LKW, der auf die Hunde zusteuerte und sie mit lautem Gehupe verscheuchte. Ich glaube, wir müssen demnächst irgendeine „Waffe“ gegen Hunde mitführen. Keine Ahnung was, vielleicht Steine, Stöcke oder gar Pfefferspray; denn meine Angst gegenüber diesen nicht berechenbaren Tieren hier wächst zunehmend!
Irgendwie hat mich der Tag mit der Fahrt über den Pass mehr geschafft, als ich gedacht habe. So fuhren wir am nächsten Tag nur 42km bis Vatra Donei und nahmen ein 2 Sterne Hotel. Die Unterkünfte sind alle durchweg günstig, so um die 10 Euro pro Person, allerdings meist nicht besonders ordentlich bzw. sauber. Aber Hauptsache die Duschen haben heißes Wasser! Vatra Donei ist wohl ein altes Staatsbad, Micha hat einen Stadtrundgang gemacht und die Bäderarchitektur vergangener Tage angeschaut. Leider hat der Ort wohl nicht die finanziellen Mittel, um alles zu restaurieren, denn dann wären hier sicher auch mehr Touristen zu finden.
Wir folgen dem Fluss Bristrita, der teilweise durch Schluchten führt und wollen zum See Lacul Izvorul Muntelui. Leider nicht ganz bis zum See geschafft, denn es regnete mal wieder. Also sind wir in Brosteni gestrandet. Der Wetterbericht verheißt nichts Gutes und so schüttet es am nächsten Morgen wie verrückt, begleitet von Blitz und Donner. So nehmen wir eine Auszeit und verlängern unseren Aufenthalt in der netten sauberen Pension.
Alles bisher liegengeblieben wird erledigt, so suchen wir das Postamt auf und versuchen einen Karton zu besorgen. Keine Ahnung wo man so was kaufen kann, wir haben geeignete Pappe im Supermarkt für kostnix mitgenommen und einen Karton selbst gebaut. Karten, CD´s mit Bildern und anderen nicht mehr benötigten Kram schnell verpacken und ab zur Post. Die Frau verstand keine Fremdsprache, ließ uns Zettel zum Verschicken ausfüllen, diese natürlich nur mit Anweisungen in rumänisch. Aber nach einigem hin und her haben wir den Zettel endlich korrekt ausgefüllt, keine Ahnung, ob irgendwer meine Angaben lesen kann, die Post-Frau war jedenfalls zufrieden. Dann stellte sie Fragen auf rumänisch, irgendwann begriff ich, dass wir auf dem Dokument angeben müssen, was im Karton ist. Das Ganze kostete 90 Lei, etwa 20 Euro und kommt hoffentlich jemals in Deutschland an.


Vom 16.Mai 2014 – 18.Mai 2014 Tag 49 – Tag 51
Etappe Brosteni – Racaciuni 198 km; Gesamtkilometer: 2668 km

Autor: Andrea Büchsenschütz

Zur Zeit in Racaciune Von Brosteni weiter dem Bistrita-Tal folgen und bei Poiana Largului haben wir den Stausee erreicht. Die Straße führt nicht direkt am See vorbei, sondern über die Berge, ab und zu ist der See zu sehen. Das Wetter spielt noch immer verrückt, so ziehen erneut Gewitter auf und wir nehmen die erst beste Unterkunft.
Neuer Tag, neues Glück, die Sonne lacht und weiter geht es, mal bergauf, mal bergab, immer wieder mit schönen Ausblicken über den See. An der Sperrmauer rasten wir, treffen noch einen Reiseradler aus Polen und weiter geht’s. Im nächsten Ort kaufe ich im Supermarkt ein und treffe die Pensionswirtin vom Vorabend wieder. Dann Gewitter, wir müssen etwa 1 Stunde warten, bis wir endlich weiter können. Es geht zügig voran, nach 95 km beziehen wir in Garleni Quartier, der Besitzer spricht deutsch, er hat 22 Jahre in Österreich gelebt und dort als Krankenpfleger gearbeitet.
Der Frühling ist zurück, Micha fährt schon früh am Morgen in kurzer Radlerhose. In Bacau Großeinkauf im Supermarkt, dem Sicherheitsmann sind wir wohl nicht ganz geheuer, denn er forderte uns auf nicht länger vorm Markt zu stehen. Vielleicht wollte er sich auch nur wichtig machen, keine Ahnung, aber verscheucht wurden sind wir bisher noch nie. Danach noch neue Gaskartuschen besorgen, nicht so einfach wie man denkt. Erst im dritten Baumarkt erfolgreich gewesen, ausgerechnet ein Praktiker. Ja Praktiker, gibt’s in Rumänien noch, haben wir auch schon in Ungarn aufgesucht.
Nach Bacau müssen wir auf eine autobahnähnliche Schnellstraße die E 85 wechseln, ist nicht für Radler gesperrt, da Zweispurig auch nicht weiter schlimm, ist genug Platz für alle. Die Rumänischen Auto-, LKW- und Busfahrer sind überaus entspannt, für sie ist es überhaupt kein Problem, wenn ein langsamer Radler den Verkehr aufhält. Im Gegenteil, sie Hupen und Winken ständig wie verrückt und sind scheinbar erfreut, dass es Menschen gibt, die ihr Land besuchen.


Vom 19.Mai 2014 – 22.Mai 2014 Tag 52 – Tag 55
Etappe Racaciuni - Amara 235 km; Gesamtkilometer: 2903 km

Autor: Andrea Büchsenschütz

Die E 85 werden wir noch eine Weile befahren, heute den ganzen Tag und das bei zunehmender Wärme. Es wird immer heißer, je weiter wir in Richtung Bulgarien kommen, leider ist an der E85 Schatten Mangelware und es hat hier auch scheinbar wenig geregnet. Die Felder werden bewässert, wir sehen ausgetrocknete Flussbetten, die Regenwolken haben ihr Wasser wohl nur in den Bergen abgegeben. In Focsani sind wir früh und machen einen Stadtbummel, weit und breit kein Tourist, es ist eben eine ganz durchschnittliche rumänische Stadt. Im Cafe einen Kuchen gegessen, denn hier funktionierte eindeutig die Kühltheke, ich habe auch schon Sahnekuchen in Auslagen ohne jegliche Kühlung gesehen! Habe in der letzten Unterkunft meinen Kamm liegen lassen und so fanden wir uns auf der Suche nach Ersatz in einem typischen Kaufhaus wieder. Das Gebäude hat 5 Etagen, die Verkaufsflächen waren in kleine Parzellen eingeteilt, wirkte ein bisschen wie Verkaufsstände auf einem Markt. In den oberen Etagen konnte man noch Möbel erstehen, nur einen Kamm habe ich nicht gefunden. Später eine DM-Drogerie entdeckt, die Ladenstruktur ist wie in Deutschland und so war schnell alles gefunden. Schon komisch, wenn man 2900 km von zu Hause weg ist und immer noch die gleichen Geschäfte betreten kann, die auch noch so aussehen wie zu Hause, exakt die gleichen Produkte vertreiben und die Produkte auch deutsche Namen haben. Zum Glück gibt es hier aber auch Supermärkte, die nicht Penny, Kaufland oder Lidl heißen. Kleine Geschäfte, Magazin Mixt steht am Laden, hier bekommt man alles an Lebensmitteln, auch einen Kaffee, Cola oder Bier in der dazugehörigen Bar. Wer ein Bier to go haben will, der nimmt sich die handliche 2,5l Plastikflasche Bier mit, die weniger Durstigen begnügen sich mit 0,75l! Der Durchschnittstourist, wie wir, laufen durch den Stadtpark, finden den ersten Biergarten und trinken Radler, nur 0,5l aus dem Glas. Dabei hatten wir die Gelegenheit das ganz normale Leben der Einheimischen zu beobachten, Familien mit Kindern auf dem Spielplatz, Teenie´s beim Flirten oder alte Männer die Back Gammon um Kleingeld spielten.
Noch ein halber Tag auf der lauten E 85, viele Verkaufsstände mit Kirschen und Erdbeeren und Wein, denn wir sind wieder in einem Weinanbaugebiet. Und wie schon beim Bier, gibt es auch den Wein aus handlichen 2,5l oder 5l Plastikkanistern zu kaufen, die für alle Vorbeifahrende gut sichtbar an der Straße in der prallen Sonne stehen! Ich habe mich da doch lieber zum Kauf von Erdbeeren entschieden. Bei Ramnicu Sarat haben wir die laute Straße hinter uns gelassen, endlich Ruhe, zunächst ganz ungewohnt. Der holperige Weg führt durch kleine Dörfer, unsere Straße bleibt zum Glück geteert, jede Straße die abzweigt, auch in den Orten, würde in Deutschland als Feldweg bezeichnet. Bei den Straßenverhältnissen erklärt es sich von selbst, warum jeder noch so kleine Ort eine Autowerkstatt hat! Platte Reifen holt sich der Autofahrer wohl auch ständig, dafür ist der Vulcanizare zuständig. Wir finden alles, nur keine Unterkunft und keine Gelegenheit zum wild Zelten. Das Land besteht nur noch aus riesigen Feldern, mit unzähligen Arbeitern, die mit Haken zugange sind oder von Hand aussähen. Manch einer kann sich Traktor und Pflug leisten, die Bewässerung der Felder erfolgt über Wassergräben, dass Wasser wird mit Pumpen mittels Dieselmotor auf die Felder gebracht. Dank der Wassergräben sind zahlreiche Mücken unterwegs, die uns fast auffressen, also nix wie weiter. 100 km geknackt, es wird langsam dunkel, eine letzte Ortschaft passieren wir bei Dunkelheit und holpern weiter über diverse Schlaglöcher. Irgendwann schieben wir unsere Räder einen Feldweg runter, verstecken sie im Grass, legen eine Unterlage auf den Boden und verkriechen uns unterm Sternenhimmel erschöpft in unsere Schlafsäcke. Eine Mücke nervt noch, vom Baum über uns fällt mir Samen ins Gesicht, Micha schnarcht friedlich. Er hat super geschlafen, ich weniger, als das erste Auto vorbei rumpelt hoffe ich, dass die Scheinwerfer uns nicht erfassen, alles gut, ich döse vor mich hin. Gegen 4:30 geht der Wecker, die Sonne geht auf, es ist still und schön so in den Tag zu starten. Schnell den Kram zusammen packen, nach eine paar Kilometern Kaffee kochen, die Sonne wärmt uns, Zwischenstopp am Magazin Mixt, Kaffee trinken, einkaufen, der Erste trinkt schon sein Bier, Leute kommen und gehen und der Besitzer hält ein Schwätzchen mit uns. Mittags in Amara am Lacul Amara ins Hotel eingecheckt, ich habe mich ein wenig über die vielen alten Leute in Bademänteln gewundert. Wir habe dann herausgefunden, dass der See Schwefel und noch andere Stoffe enthält, sowie heilenden Schlamm, soll alles bei Rheuma helfen, außerdem gibt’s hier noch so eine Art Therapie-Haus, ist ein bisschen wie in einer Kurklinik, wir sind auf jeden Fall die Jüngsten hier!!! Das Zimmer ist das Beste, dass wir in ganz Rumänien hatten, selbst im Bad läuft nirgends Wasser aus und es ist sogar sauber. Im Garten stehen kleine Pavillons, eine Theke, ganz nett und genau das Richtige zum Ausruhen. Der Ort macht auf Kurbad, hat aber seine besten Zeiten schon länger hinter sich, immerhin gibt es einen überdimensionalen Park. Hier stehen Bäume in Reih und Glied, das Ganze durchzogen mit holperigen Wegen, das Unkraut wächst und gedeiht und es gibt massig Bänke, die meisten kaputt. Wir habe 3 Arbeiter entdeckt, die mit Chemie und Rasentrimmer versuchen Herr der Lage zu werden, vielleicht scheitert ihr Unterfangen am Bierkonsum, die handliche 2,5l Bierflasche stand griffbereit unter einer Bank bei den Jungs! Morgen werden wir Rumänien verlassen, noch ca. 70km bis Silistra, mit der Fähre über die Donau und schon sind wir in Bulgarien.

 

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