Berichte Grenze Malaysia-Singapur-Muar
Vom 23.Februar 2018 bis 29.März 2018
35 Tage; 1.422 km; 10.721 Höhenmeter
Gesamt Teil 4: 203 Tage; 11.140 km; Höhenmeter: 63.656 m; Gesamte Traumradreise 2014-2018: 47.412 km

Autor: Michael Schreiber
#Vom 23. Februar 2018- 03. März 2018 Tag 173 (947) – Tag 180 (954)

#Vom 04. März 2018- 08. März 2018 Tag 181 (954) – Tag 185 (958)
#Vom 09. März 2018- 15. März 2018 Tag 187 (960) – Tag 193 (966)
#Vom 16. März 2018- 19. März 2018 Tag 194 (967) – Tag 197 (970)
#Vom 20. März 2018- 24. März 2018 Tag 198 (971) – Tag 202 (975)
#Vom 25. März 2018- 29. März 2018 Tag 203 (976) – Tag 207 (980)


Vom 23. Februar 2018- 03. März 2018 Tag 173 (947) – Tag 180 (954)
Etappe Grenze Malaysia-Gorge Town Penang 329 km Rad; 52,5 km zu Fuß, Gesamtkilometer: 10.247 km

Datum km Schnitt H/KM/h Höhe Ziel
23.02.18 76,83 17,51 48,02 477 Kuala Perlis
24.02.18 113,16 17,69 55,59 192 Sungai Petani
25.02.18 50,41 17,15 35,00 142 George Town
27.02.18 64,93 19,66 57,62 740 George Town
28.02.18 14,91 15,91 27,70 93 George Town
01.03.18 34,56 12,57 40,02 998 George Town

Die Einreise nach Malaysia war auch kein Problem. Ich wurde nach Borussia Dortmund gefragt und es wurden Fingerabdrücke genommen. Nun habe ich in Malaysia 90 Tage Zeit, diese werde ich aber natürlich nicht ausreizen. Bei meinem ersten Stopp, nachdem ich einen kleinen Pass überwunden hatte, konnte ich noch die Cola mit thailändischem Baht bezahlen. In Mangar der ersten Stadt habe ich mir dann am ATM Ringit geholt und bin weiter bis nach Kuala Perlis ans Meer geradelt. Es war eher ein großer Parkplatz für die Langkawi Touristen, jeder, der etwas Platz hat vermietet Stellplätze.
Da Malaysia muslimisch ist, findet man kein Bier mehr in den Kühlschränken der kleinen Shops nur noch in den chinesischen Märkten und touristischen Städten. Da ich, nach relaxen auf der Kaimauer einen solchen chinesischen Markt fand gab es doch noch ein Zielbier. Bin aber auch froh hier den Bierkonsum zu reduzieren.
Da es hier in Kuala Perlis nicht so prickelnd ist, werde ich erst in George Town auf der Insel Penang meine große Pause einlegen, werde in ca. 2 Tagen dort sein.
Was gibt es sonst noch neues? Neues Geld, Ringit, 4,8 Ringit ist 1 Euro, neue Urzeit nun sind es wieder 7 Stunden vor raus und heute war vieles geschlossen und als ich im Kalender sah das Freitag ist, war mir alles klar. Aber ich hatte noch einen schönen Abend in Kuala Perlis.
Doch am Morgen war ich etwas verwirrt, als ich mit meinem Rad aus dem Hotel rollte, es war stockfinstere Nacht. Da hat mir die Zeitumstellung wohl wieder mal einen Streich gespielt. Ich hatte zwar die Zeit meines Handys umgestellt aber ich hätte auch meine Wecker zeit umstellen müssen. Immer wieder lustig mit der Zeit, so bin ich über eine Stunde im Dunkeln entlang der Küste über eine kleine Straße ohne Verkehr geradelt. Als es heller wurde, sah es wie am deutschen Wattenmeer aus. Es war Ebe und tiefer Schlick zu sehen kein Sandstrand mehr. Der Weg war auch teilweise unbefestigt und dafür schön ruhig. Auf der Strecke habe ich 2,5 Liter Cola verbraucht.
Was ich feststellte, war das Malaysia in Sachen Müll sehr rückständig ist. Alle Flüsse und Kanäle total von Müll verseucht und die Abwässer laufen teils durch offene Kanäle durch die Stadt und ich vermute sie landen ungeklärt im Meer. Echt traurig, wenn man in Kuala Lumpur die modernen Petronastower sieht, da müsste auf dem Land mehr möglich sein. Doch die positive Seite Malaysias ist das hier viele Religionen friedlich zusammen leben auch wen der Islam überwiegt.
Ich bin heute noch bis Sungai Petani und im ersten Hotel, das ich sah eingekehrt. Mit dem gesamten Rad in den Aufzug und ab in die Lobby in den ersten Stock. Zimmer ohne Fenster 14 Euro + 25 Cent Touristensteuer, die neu eingeführt wurde. Als ich auf Rundgang ging haten 2 weitere Reiseradler aus England eingecheckt, die 3 Monate von Chiang Mai nach Singapur unterwegs waren. Sie beschwerten sich über den Verkehr die höheren Preise und so weiter hier in Malaysia. Ich frage mich warum. Ich finde 14 Euro für ein neues Hotel was sauber und wo alles funktioniert nicht zuviel. Aber jeder hat seine eigene Sichtweise.
Nun sitze ich nach einem Rundgang durch die Stadt beim Zielbier am Busbahnhof neben einem plätscherten Abwasserkanal und lausche dem Muizin. Im Hotel wurde ich nicht von dem Muzin geweckt, sondern sondern immer wieder von Gästen die plärrend durch den Flur liefen und das die ganze Nacht bis fast 3 Uhr. So war ich am Morgen ziemlich gerädert.
Ich habe Sungai Petani über die K1 und bin kurz später auf kleine Straßen zum Meer gewechselt. Doch das Radeln auf den kleinen Straßen ist nicht so einfach da die Autofahrer wenig bis keinen Abstand halten, so mache ich mich immer extra breit und fahre mitten auf meiner Fahrbahn, das klapp prima. Man muss sich einfach den Verhältnissen im jeweiligen Land anpassen.
Kurz vor Butterworth hatte ich dann den freien Blick auf Gorge Towns Skyline. Ich war der schönen Stadt recht nahe und bin mal gespannt, ob ich hier Schömers Söhne treffe, wovon einer hier arbeitet.
Mit der Fähre ging es dann auf die Insel. Habe noch einige Runden durch die Altstadt gedreht und bin anschließend in der Love Lane im Cafe Garage 56 zur Happy Hour (11am-10pm) eingekehrt. Gut, das ich so Früh war. Habe noch Spagetti gegessen und viele Nationen kennengelernt, von Tschechen über Libanesen, Bosnier bis hin zu Argentinier. Viele bestaunten mein bepacktes Fahrrad. Ich war wieder froh hier in der Altstadt im Kolonial Style und im Gemisch der ganzen Nationen und Religionen zu sein.
Anschließend ging es zu Hutton Lodge, nicht die beste Unterkunft aber ruhig und und relativ günstig. Ich kannte sie schon vom letzten Mal. Doch am Abend mußte ich mich erst mal bei einem Rundgang wieder orientieren. Habe vieles wieder erkannt auch die Lokale wo ich damals eingekehrt bin. Nur eines habe ich nicht wiedergefunden, es war ein Schweizer und es gab Currywurst soviel weis ich noch. Doch als ich mit Julian über SMS ein Treffen vereinbarte, schlug er genau das Lokal als Treffpunkt vor, Edelweiß. Das fand ich total lustig. So werde ich mich übermorgen mit den Söhnen eines guten Radlerfreundes aus Deutschland dort treffen.
Habe dann noch von einem Reiseradler erfahren, dass es hier in der Stadt ein Konsulat von Indonesien gibt. So werde ich dort mal vorbeischauen.
Am Morgen nach dem bekanntlich spärlichen Frühstück mit 2 Toast, doch 3 Tassen Kaffee, bin ich zur Streetartrunde aufgebrochen. Hier gibt es viele Gemälde an Hauswänden, die mit Utensielien wie einem Stuhl, Fahrrädern oder Motorrad hervorgehoben werden. Zum Beispiel steht ein Stuhl an der Hauswand und das Gemälde an der Wand zeigt einen Bub wo es so ausschaut, als stehe er auf dem Stuhl. Ebenso gibt es viele Comics die mit gebogenen Eisenstäben gezeichnet sind und vor einer Hauswand stehen. Zwischen durch bin ich in den ein oder anderen hinduistischen, taoistischen oder buddhistischen Tempel oder Moschee gegangen. In der Kapitan Keling Moschee gab es sogar eine kostenlose Führung inklusive Umhang, um die Beine zu bedecken. Zum Schluss wurde uns der erste Vers des Koran auf Arabisch und englisch vorgetragen.
In der gut sortierten Touristeninformation am Pier, wo gerade ein großes Passagierschiff ankerte, gab es Karten für jede Region Malaysias, diese habe ich mir gleich eingesteckt.
Nach viel Laufen bin ich wieder in der Love Lane zu Spagetti eingekehrt diesmal im Holy Guacamole mit kunstvoller Deko und nettem Personal eingekehrt, kannte ich ebenfalls noch von damals.
Nach Pause in der Unterkunft und skypen bin ich auf eine weitere Essensrunde mit Subway Besuch und anschießendem Roti gestartet und am späteren Abend habe ich einen günstigen Kiosk mit Stühlen und Tischen in einer Hinter
Da bin ich um halb neun mit dem Rad hingefahren und wurde am Eingang freundlich vom Sicherheitspersonal zur Registrierung empfangen und ich bekam die Registrierungsnummer 77 umgehangen. Es war viel los. Nächste Anlaufstelle war bei der Frau an der Nummernziehmaschiene, wo überprüft wird ob alle Dokumente vorhanden sind. Ich bekam mein Formular zum Ausfüllen. Es gab zum Glück nicht viel zum Ausfüllen, noch nicht mal An- und Abreisedatum. Ich wurde noch nach einem Sponsor oder Bekannten in Indonesien und eine Ausreiseticket gefragt, doch das hatte ich nicht. Eine benötigte Kopie des Passes konnte gratis im Nebenraum machen lassen. Nun bekam ich meine Nummer 3004 und es war gerade die Nummer 3003 in Bearbeitung. Also hatten die Anderen hier wohl alle ein anderes Anliegen, denn es gab noch 1000 und 2000 Nummern.
Die Frau am Schalter, den ich dann aufsuchen mußte war auch sehr nett. Sie fragten nach dem Besuchsgrund, ich sagte Radeln. Sie lächelte und fragte ebenfalls nach einem Ausreiseticket. Da habe ich gesagt das ich noch nicht weis, ob es nach Australien oder Neuseeland geht. Und sie lächelte wieder und sagte sie wolle es ihrem Chef vorlegen und ich musste bezahlen und wurde für morgen 14 Uhr wieder bestellt und dann weiß ich mehr.
Habe mich noch spontan zu einer Inselrundfahrt entschieden über 2 Pässe von 206 m und 315 m, vielen kleinen Stränden und Buchten und schönen Aussichtspunkten. In der Love Lane bin ich nach 63 km wieder zu Spagetti eingekehrt und freue mich schon auf das Treffen mit den Schlömers im Edelweiß. Hoffe auch morgen mal wieder zum tippen zu kommen, um mich euch mal wieder mitzuteilen.
Da das Edelweiß erst um 18:30 öffnete bin ich noch zum Kiosk, ich mag diese Ecke. Ich saß mit 2 Locals am Tisch, die gerade von ihrer Radreise aus Australien hier her zurück kamen. Nach einem kleinen Bierchen bin ich zum Edelweiß, ja und es war mir wirklich bekannt und auch der Schweizer Inhaber. Ich habe noch vor der Tür bei einem Tiger gesessen, bei Gitarrenmusik, als dann die Schlömers inklusive Enkelchen eintrafen. Wir haben gegessen, bei mir gab es nach einem halben Jahr Currywurst mit Pommes. WOW war das geil. Ich war dann etwas geschockt als Julian den Abend bezahlte, nochmal danke. Und noch nicht genug er lud mich noch zu einer Tour zum Kek Lok Tempel ein.
Er strahlt zurzeit in Neujahrsbeleuchtung die nur in den 2 Wochen der chinesischen Neujahrsfest eingeschaltet ist. Die Tempelanlage an einem Berg gelegen auf dessen Spitze ein riesiger Bronzebuddha steht. Die Beleuchtung war, wie beim Wintertraum im Phantasialand ebenso das Anstehen an der Standseilbahn die hinauf auf die Spitze führt. Ein tolles Erlebnis mit einem tollen Guide. Ich wurde wieder in George Town abgesetzt und war um 24 Uhr zurück in der Unterkunft.
Der Wecker ging um 7 Uhr, denn ich wollte endlich mal Bericht tippen. Un dann stieg so langsam die Spannung, Indonesien Visum ja oder nein und für wie lange.
Nach 5 km radeln, registrieren, kurzem Warten hatte ich 60 Tag mit Option zur Verlängerung. Tolles Konsulat, Tolerant und freundlich, ich konnte sogar mit meiner kurzen Radlerhose eintreten, was in Kuala Lumpur ein no go ist. Ich freue mich schon auf neue Landschaft mit Inseln, Bergen, Vulkanen und Menschen einer neuen Nation.
Überlege hier noch mal die Unterkunft zu verlängern, um Besorgungen zu machen. Doch heute erst einmal Visum feiern.
Am Morgen habe ich dann bis zum 3. März verlängert und habe den letzten Bericht von Thailand getippt bis ich zu einem Höhepunkt meiner Radlerlaufbahn aufgebrochen bin. Es war mir aber vorher nicht bewusst. Es war der steilste Anstieg 750 Höhenmeter auf 5 km. Brutal steil, ich musste oft stoppen und durch schnaufen. Manchmal war es so steil, dass ich nur 200 m schaffte. Ich wurde immer wieder von Bauarbeitern angefeuert, die Schäden von Hang abrutschen beseitigten. Überall waren diese, an meinem immer in Erinnerung bleibenden Anstieg zum Penang Hill, zusehen. Oben an das Bergstadion der Standseilbahn, ich fühlte mich, wie auf einem Drachenfels im Siebengebirge der 5 mal größer ist, war der erste Blick hinunter auf George Town frei. Für gute Bilder zu machen war es etwas diesig, aber mit dem menschlichen Auge war es grandios. Es war die gesamte Penangbridge bis zum Festland in Butterworth zusehen. Bin nachdem ich wieder trocken war über eine Runde über die Upper Tunnel Road mit weiteren Ausblicken zum Downhill, den ich hinaufgekommen war. Das ausfringen meines Shirts verursachte eine Pfütze auf dem Boden, habe bestimmt 5 Liter verloren.
Auf der Tunnelroad ging es nicht durch Tunnels es bedeutete, dass es zum einem Tunnel mit Zwischenstation der Seilbahn ging.
Beim anschließenden bergab fahren, konnte ich kaum glauben, dass ich dort hochgefahren bin. Im unteren Teil kamen mir Malaien entgegen die nach den ersten 200 m schon in der Kurve lagen. Doch ich war wieder unten und bin zum wohlverdienten Essen und Bierchen zum Mexikaner in die Love Lane und anschließend zum Kiosk wo ich zum ersten Mal ein deutsches Bier getrunken habe, König Ludwig Hell. Danach gab es noch Roti im Tandori Laden.
Am Morgen bin ich nach dem Frühstück durch George Town spaziert und habe nach Fahrradläden Ausschau gehalten. Doch die Ritzel hatten nicht die Zähnezahl, die ich brauchte. Doch bei der Suche bin ich durch schöne Gassen gelaufen und heute am letzten Tag des chinesischen Neujahrsfest waren überall Bühnen aufgebaut und es standen Karnevalsähnliche Wagen herum. An einem Platz wurde ein Theater mit kleinen Puppen aufgeführt.
Nach Skypen mit meiner Schwester bin ich zur täglichen Essentour gegangen mit Currywurst im Edelweiß und ein Erdinger am Kiosk.
Den letzten Tag in George Town habe ich mit einem Bummel durch die Altstadt verbracht und habe später beim Mexikaner Tagebuch getippt. Es war eine schöne Urlaubswoche auf Penang. In George Town war ich bestimmt nicht zum letzten Mal, hoffe ich.
Meinen Abschluss in George Town habe ich natürlich am Kiosk und beim Mexikaner gemacht. Am Kiosk gabe es noch 2 Erlebnisse, einmal kam eine Pub Crawl Tour von Indischen Six vorbei und machten Party, bis die große Eiskiste mit Carlsberg Dosen leer war. Anschliesend hat der Kioskinhaber die guten Wünsche für das neue chinesische Jahr verbrannt 3 Säcke voll. Nach Verabschiedung von Bekannten, die ich hier Abend für Abend getroffen habe bin ich zum Abschied, der mir schwer fiel, zu einer Margarita, so hoffe ich genug Energie für Morgen zu haben.

Vom 04. März 2018- 08. März 2018 Tag 181 (954) – Tag 185 (958)
Etappe Gorge Town Penang-Tanah Rata 252 km Rad; 30,4 km zu Fuß, Gesamtkilometer: 10.298 km

Datum km Schnitt H/KM/h Höhe Ziel
04.03.18 116,39 18,85 45,02 386 Kuala Kangsa
05.03.18 100,53 14,44 40,02 1529 WC
06.03.18 34,92 11,97 46,26 836 Tanah Rata

Ich sitze nun nach einer Woche George Town wieder auf dem Rad auf dem Weg weiter nach Süden über die K1 die ich nach der Fährfahrt in Butterworth erreichte. Nach einiger Zeit kamen die ersten Berge in Sicht und nach 90 km der erste kleine Anstieg nach Kuala Kangsa, meinem heutigen Ziel nach 116 km. Nach viel Sonne und mal wieder 2 Liter Colaverbrauch war ich froh, als am Abend Wolken aufzogen. Ich habe mir hier nicht nochmal den Königspalast und dessen schöne Moschee angeschaut, sondern bin in einem Hinterhof Foodcourt zum Zielbier, was es nur hier im chinesischen Essensbereich gab, eingekehrt. Sonst scheint Kuala Kangsa streng muslimisch zu sein. Habe hier Nudeln mit Huhn gegessen, dann Pommes und nochmal diese Currynudeln, so habe ich den Abend mit Essen, Trinken Essen und nochmal Essen verbracht. Hier geht die Sonne im Vergleich zu Thailand ja früher unter wegen der Zeitverschiebung. Am späteren Abend war auch wieder blauer Himmel. Hier an diesem Ort war auch kein Tourist mehr anwesend nur noch Malaien aller Religionen, nur keine Kopftücher. Ich denke wegen des nicht Halal Essens und dem erhältlichen Alkohols. Zum Abschluss habe ich noch an einem anderen Stand gegessen als der Himmel sein Blau verlor und in der Ferne Donnergrollen zu hören war. Nach Einkauf im 7 Eleven, den es hier auch gibt, bin ich ins Bett.
Am Morgen nach einer Dose Nescafe und zwei 7Day Vanillehörnchen, bin ich die 60 km relativ flach bis hinter Ipoh geradelt, wieder mit voller Sonneneinstrahlung. An der Kreuzung zu den Cameron Highlands, habe ich beschlossen noch weiter zu radeln und den Anstieg zu nehmen. Da ich wusste, dass es keine Orte mehr gibt, habe ich noch 3 Lieter Wasser gekauft und vor Ort noch eine 1,25 Literflasche Cola geleert.
Danach ging es auch gleich Berg auf. Die Geschwindigkeit reduzierte sich auf 5-12 km/h je nach Prozenten. Nachdem ich unten die Steinbrüche wo ganze Berge verschwinden passiert hatte, fing der dichte Regenwald der Highlands an. Es ging stetig bergan und ich merkte das meine Beine schwerer wurden. Aber ich hatte den Anstieg von 70 m bis hinauf 1150 m und einer Länge von ca. 40 km geschafft. Hier fand ich in einer Kurve hinter Pfarnen Platz für mein Zelt. Daneben fand ich sogar wilde Orchideen. Irgendwann kam noch ein Mopet vorbei und sah mich schwitzend in meinem Zelt sitzen, denn ich hatte leider nicht den Luxus eines Schattenplatzes und die Wolkendecke hatte genau über mir ein Loch und ließ die Sonne auf mein Zelt scheinen. Ich war froh, als um halb sieben die Sonne hinter dem Berg verschwand und ich endlich die Kühle frische Luft der Highlands atmen konnte.
Durch die Wolken blieb mit in der Nacht auch der Sternenhimmel verborgen, der hier bestimmt auch toll gewesen wäre. Doch die Geräuschkulisse aus dem Wald und der Vögel gleich in der Nähe meines Zeltes blieb mir nicht verborgen, ebenso wie die schwer schnaufenden LKW, wo mancher ein extra großes Auspuffrohr hat, damit er noch lauter ist. Doch dank Ohropax hatte ich einen guten Schlaf.
So habe ich, nachdem die Sonne weg war 11,5 Stunden gut ausgeruht bis um 6:30 Uhr mein Wecker läutete.
Zum Frühstück gab es wieder eine Dose Kaffee und süßes Brot mit Marmelade. Nach dem Zelt abbauen ging es weiter Berg auf bis zuer ersten Passhöhe auf 1410 m, wo an der Bergwand der Straße Selamat Datang KE Cameron Highlands (Willkommen in den Kameron Highland) prangt.
Nach 210 m tiefer führte sie Straße zum finalen Anstieg auf 1618 m hinauf. Die Abfahrt führte über einen kleinen Weg, den ich schon aus der anderen Richtung 2014 gekommen war, zwischen den Gewächshäuser die sich über ganze Berghänge erstrecken hindurch. Auf der 59 angekommen ging es noch etwas weiter hinunter bis zum besagten finalen Anstieg der den Scheitelpunkt am Hotel Copthorne hatte. Durch das hässliche Brinchang ging es Berg ab zum Father's Guesthouse in Tanah Rata, wo ich nun einen Tag früher als geplant ankam. Aber man hatte für mich noch ein Zimmer frei. Die Unterkunft kannte ich ebenfalls schon von 2014. So habe ich hier halt eine Nacht mehr.
Ich habe gleich auf dem Parkplatz mein Zelt und den Schlafsack getrocknet bis das Zimmer bezugsbereit war. Habe gut geduscht und bin ab in den Ort zum Essen bei einem der Inder an der Hauptstraße. In der Unterkunft waren viele Deutsche, so haben wir am Abend noch bei einem Bier zusammen gesessen.
In der Nacht hat es gewittert, doch morgens war es wieder trocken als ich im Cafe hinter dem Haus zum Frühstück gegangen bin. Es gab 2 mal Kaffee, 6 mal Toast, 2 mit Rührei, 2 mit Mamelade, 2 mit geraspeltem Käse. Anschließend bin ich zu einer Wanderung zum Trail No.10 aufgebrochen, der durch den Regenwald auf den Gunung Jasar auf 1670 m führte. Den Einstieg habe ich nicht auf Anhieb gefunden, denn er führte durch einen Garten, bevor es durch eine gerade mal Körperbreite Schlucht ging. Korpulente Personen hätten hier ihre Schwierigkeit durchzukommen. Danach ging es erst einmal flach bis der steile Anstieg über rutschige Wurzeln und matschigen Boden nach oben ging. Mir lief gleich wieder der Schweiß aus allen Poren. Oben vor dem Gipfel kam man dank einer hier verlaufenden Hochspannungsleitung aus em Wald hinaus und hatte einen freien Blick auf Tanah Rata und die Teeplantage in der Ferne. Diese plante ich über den Trail No.6 zu erreichen. Hier oben traf ich eine zusammen gewürfelte Truppe aus Französin, Holländerin, Koreaner und einem Japaner. Sie wollten den gleichen Weg einschlagen und ich schloss mich Ihnen an. Es war ein mühsamer Abstieg, denn es war auch hier sehr matschig und an steilen Stellen konnte man sich nur an einem vorhandenen Seil hinunterhangeln oder rutschen lassen. Der Weg führte durch eine verwilderte Teeplantage unter der Stromleitung.Im unteren Teil wurde der Weg besser den hier wurden Bohnen, Zwiebel und andere Gemüse auf kleinen Terrassen angebaut. Vorbei an einem kleinen Dorf mit Holzhütten erreichten wir die goße wunderschöne Teeplantage des Cameron Valley. Über einen Pfad hindurch erreichten wir die Hauptgebäude an der Hauptstraße, der ich zu Fuß, die Anderen mit dem Taxi nach Tanah Rata folgten. Dort trafen wir uns zum Essen beim Inder wieder und dann trennten sich unsere Wege.
Im Guesthouse habe ich endlich mal den Bericht von Georgetown online gesetzt, den ich schon getippt hatte, bevor es noch mal zum Tandorri Chicken Essen zum Inder ging.
Zurück in der Unterkunft habe ich Francis wieder getroffen, mit dem ich damals die Jungletour zu Raflesia gemacht habe, die größte Blume der Welt die nur 3 Tage blüht. Er konnte sich an mich erinnern und er erzählte das man, die pflanze nun verpflanzt hat damit sie für die Touristen besser zugänglich ist und man in dem Tal lieber Plantagen anlegt. Das ist traurig!
Den Abend saß ich mit Maxi und Max aus Rostock zusammen.
Gut ausgeruht in der Nacht hatte ich am Morgen großes Frühstück, denn heute gönnte ich mir zu dem gestrigen noch einen Fruchtsalat mit Joghurt und so bin ich doch noch zu einer weiteren Jungle Trekking Tour aufgebrochen über den Trail 7 hinauf zum, laut Schild, 1840 m hohen Gunung Berembun, dessen Spitze noch in Wolken gehüllt war. Zuerst führte der Weg durch eine Erdbeerplantage und anschließend ging es gleich in den vom Regen nassen Regenwald. Nach ein paar Schritten durchs hohe Gras, Farne und sonstiges Gestrüpp war meine Zip Off Hose, Strümpfe und Schuhe nass. Nach einigen Höhenmeter war das Gestrüpp nicht mehr so dicht, denn es gab nur noch Bäume, die von Moos bewachsen waren. Der Weg war mal wieder beschwerlich, wie es sich für einen Jungle Trail gehört. Die Wurzeln der Bäume bildeten natürliche Stufen und hielten die Erde so vor dem Auswaschen zurück. Denn bei Regen verwandeln sich die Pfade in kleine Bäche. Auf dem Gipfel war schon, wie von unten gesehen, Nebel, der den Regenwald in ein noch schönere Atmosphäre verwandelte. Nach einer Pause bin ich über den Trail 3 genauso steil wieder abgestiegen bis zu einer Schutzhütte an der, der Trail No.5 abzweigte. Hier traf ich2 Guides von Eco Cameron Tours mit Ihren Gästen, die sie über die Trails führten, unter anderem auch wieder Francis.
Bin ihnen über den Trail No.5 gefolgt, doch mein Tempo war höher und bin an ihnen vorbeigeschlüpft. Nach 2,5 km kam ich am selben Punkt in Tanah Rata wieder raus wo ich in den Wald eingetaucht war.
Nach Pain Naan bin ich zum freien Kaffee trinken in die Unterkunft und habe das geplante relaxen begonnen mit Tagebuch schreiben und Wäsche waschen. Werde gleich nochmal zum Inder Essen und dann gibt es das Abschluss Bier in Tanah Rata. Morgen geht es 3-4 Tage bin nach Kuala Lumpur ins Hotel Paloma wo ich damals auch war.


Vom 09. März 2018- 15. März 2018 Tag 187 (960) – Tag 193 (966)
Etappe Tanah Rata-Kuala Lumpur 252 km Rad; 45 km zu Fuß, Gesamtkilometer: 10.548 km

Datum km Schnitt H/KM/h Höhe Ziel
09.03.18 145,22 19,33 53,82 993 Raub
10.03.18 104,72 16,89 48,95 1124 Kuala Lumpur

Am Morgen nach dem gewohnten Frühstück in Tanah Rata habe ich dies Richtung Ringlet verlassen. Tolle Abfahrt, doch diese wurde mir durch heftigen Gegenwind das Vergnügen genommen. In Ringlet habe ich mir die Taschen mit Verpflegung aufgefüllt falls auf dem Weg aus den Highlands Zelten angesagt ist, denn der nächste größere Ort war über 90 km entfernt. Von Ringlet aus war das ganze Tal wieder mit den Gewächshäusern zugepflastert und somit auch viel Verkehr auf der kleinen Straße, die ich eigentlich aus dem Grund ausgewählt hatte: Kleine Straße gleich wenig Verkehr. Doch der feucht modrige Gewächshausgeruch überwog gegenüber den Abgasen. Nach 20 km wechselte die Landschaft schlagartig von der Gewächshauslandschaft zum ursprünglichen Jungle und der Verkehr war genauso schlagartig weg. Somit wechselte die Geräuschkulisse von lautem Autolärm zu lautem Zirpen und Affengeschrei und es wurde sogar auf Verkehrsschildern vor Tapiren gewarnt. Ich war wieder zufrieden und als dann die Straße an einer Stelle über eine Brücke entlang eines Abhangs führte, wo man das Gefühl hatte über dem Regenwald zu schweben, war ich noch glücklicher. Der Blick war einfach toll und dann die beschriebene laute Geräuschkulisse der Tiere im Hintergrund. Nach ca. 35 km Abfahrt mit einigen kleinen Flachpassagen musste ich noch 2 Hügel bis Sungai Koyan nehmen. Hier habe ich Cola getankt und bin nicht nach 91 km im Homestay eingekehrt, sondern auf die C5 nach Raub abgebogen welches ich nach 143 km erreicht. Es war eine Schneise durch endlose Palmplantagen, eigentlich ein guter Ort zum Zelten.
Am Ortseingang von Raub lächelte mich dann ein Schild an Restoran 260, darüber das Tigerbeer Emblem. Genau das richtige für das Zielbier. Und ich habe mal wieder nette Inhaber getroffen, es mussten gleich Bilder gemacht werden. Ich habe die kurze Zeit hier zum Ruhen und entspannen genutzt und dabei mal wieder Tagebuch geschrieben.
Nun noch 3 km zu einem der 5-7 Hotels. Die in der Innenstadt sagten mir alle nicht zu, so bin ich noch einen Kilometer aus dem Stadtzentrum zum Nice Stay Hotel, naja so nice war es auch nicht, aber super Dusche genau das was ich heute brauchte, denn heute habe ich mal wieder viel geschwitzt so das meine Hose weiße Salzstreifen hatte. So habe ich noch kurz meine Radsachen gewaschen und bin ab zum Essen, denn ich hatte Hunger. Auf dem Weg zeigte mir der Kilometerstein 108 km bis Kuala Lumpur (KL), mein Gedanke, da geht doch bestimmt morgen was! Wäre dann 2 Tage früher als geplant dort, na schauen wir mal wie es morgen läuft. Ich bin dann noch zu einem gute Nacht Bier in der anderen Richtung der Hauptstraße eingekehrt und dabei habe ich, wie auch unterwegs, die schönen alten Mercedes Rundhauben LKW in Aktion gesehen. Nachdem es heute mal wieder über 35 Grad waren, freut sich meine Haut und Körper über den kühlen Abend und die Dämmerung und es kam noch ein kurzer Regenschauer, 3 oder 5 Tropfen ich konnte sie nicht genau zählen. Viel interessanter war die 7 köpfige Jugendgruppe am Nachbartisch, 2 Jungs mit grau gefärbten Haaren und ich hatte den Eindruck sie unterhalten sich übers Smartphone, doch beim Essen war zumindest Funkstille. Ich habe nebenbei noch das Schauspiel der Gekos an der Wand beobachtet, wie einer dem Anderen die Mücken wegschnappt.
In der Nacht hat es wohl mehr geregnet denn als ich das Hotel um 6:50 verlies standen Pfützen auf der Straße und als es heller wurde war die Feuchtigkeit in der Luft zu spüren und in Form von tief hängenden Wolken an den Berghängen zusehen. Übrigens sollte der Kilometerstein recht behalten, es waren sogar 4 km weniger, aber was er nicht gesagt hatte war, das es noch einen 648 m hohen Pass nach KL zu überwinden gab.
Ab Bentong bin ich der alten, teil parallel zur Autobahn verlaufenden Straße gefolgt. Sehr schön, wenig Verkehr und wohl eine beliebte Rennradstrecke der Einheimischen, die die teuersten Carbonräder langsam fahren. Eine Gruppe war mit Begleitwagen und Motorroller, an dem Ersatzlaufräder angebrachte waren, unterwegs hinauf. Ich konnte das Tempo nur kurz mitgehen. Auch werden hier gerne die Rüder mit den Ballonreifen gefahren. Die Straße führte wieder durch Jungle mit viel Grün. Die letzten Meter bis zur Passhöhe musste ich kämpfen da ich meine Körner zuvor beim Windschattenfahren bei den Rennrädern verpulvert hatte. Ich hatte kaum Luft dem jungen Mädel auf ihrem heißen Triathlon Rad zu antworten aber Sie motivierte mich auf den letzten Metern nach oben. Nach mehrmaligem durch schnaufen, so alle paar 100 Meter denn es war wirklich steil, war ich dann auch oben auf den 648 m. Nun ging es endlich Berg ab, leider wieder viel Gegenwind. Aus dem Jungle hinaus war ich schon in den Vorstädten von KL und bald erblickte ich schon die Petronas Towers und tauchte in die Stadt mit ihren Büro und Wohn Türmen ein.
Nun werde ich hier 2 Tage länger als geplant sein. Nach einer kleinen Extrarunde durch die Stadt hatte ich schnell das Paloma Hotel wo ich 2014 war gefunden und eingecheckt inklusive Zielbier. Danch habe ich die gute Dusche genossen und habe mich mal wieder entsalzt. Bin nun frisch nach den 104 km zu einem Rundgang aufgebrochen, um mich wieder zu orientieren und habe gleich einiges wieder gefunden, so auch den Dönerladen des Syrers, wo ich gleich den Wrap mit Hühnerfleisch Pommes und Salat mit Zaziki Häubchen gegessen habe. Auch den Weg zu den Petronas Towers habe ich wieder gefunden. Doch die Stadt boomt, überall werden neue Häuser und Wolkenkratzer in die Höhe gezogen, doch viele kleine Straßenzüge sind in mitten der Hochhäuser noch erhalten. Ich finde die Petronas Tower sind eine der schönsten Wolkenkratzer neben dem Bursh Kalifa ind Dubai.
Nach dem langen Rundgang habe ich mich mit schweren Beinen in die Partymeile und das halbe Liter gezapftes Tiger für 12 Ringit bekommen. Gypsy Bar war der Name war der Name, sonst war es fast überall doppelt so teuer. Nun bin ich endlich zurück in KL. Morgen werde ich ins Chinatown gehen um meine Hose, die ich dort vor 4 Jahren erstanden habe auszutauschen.
Der erste Tag in KL begann mit dem Frühstück und Monorail fahren, eine Stadion Richtung Chinatown. Da fühlt man wieder Heimat. Man fühlt sich wie in der Monorail im Phantasialand in Brühl. Bon hier oben konnte man viele Großbaustellen sehen, wo neue Wolkenkratzer in die Höhe wachsen. Bin zuerst zum alten Bahnhof, der im Indischen Baustiel errichtet wurde und einem Maharatscha Palsat gleicht. Dann weiter zur gegenüberliegenden National Moschee, wo ich zur Besichtigung ein Müntelchen übergezogen bekam, aber Moscheen sind meist immer schmucklos, außer z. B. die blaue Moschee in Istanbul oder das Heiligtum von Qom im Iran die ich schon auf meiner Radreise besuchen durfte.
Da es nicht mehr weit zum botanischen Garten war, bin ich auch gleich nochmal dahin und habe den Orchideengarten besucht. Aber leider hat die Anlage in den letzten 4 Jahren viel von ihrer Schönheit verloren, auch den Holzsteg durch den Wald hat man abgerissen, es waren nur noch die Pfähle im Boden zu sehen auf denen er mal verlief. So habe ich mich hier nicht so lange aufgehalten und habe mein eigentliches Ziel mit Chinatown angesteuert und den chinesischen Guan Di Tempel und den hinduistischen Siri Mahamatiamman Tempel besucht. Im letzteren fand gerade wieder das 12 Uhr Ritual mit Musikuntermalung statt. Die heilige Figur im Heiligtum wird mit Wasser überschüttet und eine Öllampe entzündet dessen Flamme dann die anwesenden Hindus anfassen und sich durchs Gesicht streichen. Doch hier hat man mal wieder die russische Mentalität kennengelernt, 2 Mädels posten vor einem Abbild von Hinduistischen Heiligen und wurden aufgefordert dies zu unterlassen. Sie konnten das überhaupt nicht verstehen und kurze zeit später das gleiche Posing in einer anderen Ecke des Tempels. Kein Respekt gegenüber dem was man besucht. Ich konnte nur den Kopf schütteln.
Auch das mit der Hose war nichts. Ich wollte ja schauen, ob ich an gleicher Stelle eine neue bekomme, doch hier gab es nur noch T-Shirts. Bin von hier zurück nach Bukit Bintang zum Dönerladen gelaufen und zum Tagebuchschreiben in die Gypsy Bar.
Am Morgen bin ich zu den Batu Caves und ich konnte mich nicht mehr erinnern ob ich schon mal da war. Die 16 km Anfahrt war etwas Chaotisch den zwischen 2 Bahnstationen war Schienenersatzverkehr eingerichtet, den ich aber auf dem Hinweg nicht gefunden habe, so bin ich erst mit der Linie 4 gefahren, dann zur Linie 1 die eigentlich nach Batu Cave fährt, aber nach einer Stadion war wegen der Baustelle Ende, so bin ich zurück zur Linie 4 wieder 2 Stationen gefahren und ohne Shuttelbus zurück zur Linie 1 die ich dann bis zum Ziel fahren konnte. So habe ich den Morgen mit Bahnfahren und Laufen verbracht. Den Mittag mit Besichtigung zuerst in den 5 Ringit kostenden …... Cave der mit lebensgroßen Figuren ausgeschmückt ist und die Geschichte von Rama und Hanuman erzählte. Danach bin ich zum eigentlichen Batu Cave, einer riesigen Höhle in der 2 Hindutempel hineingebaut sind. Am Ende gibt es durch einen grünen Schlund den Blick nach oben in den Himmel. Von der Treppe, die zur Höhle hoch führt hat man einen grandiosen Blick über KL. Und nun bin ich fast sicher, dass ich schon mal hier war.
Nachdem ich das mit der Baustelle nun wusste, war die Rückfahrt wesentlich einfacher und die Shuttelbuse standen nun auch zur Verfügung. Zurück in Bukit Bintang bin ich zu einem kleinen Friseurladen um mich mal wieder scheren zu lassen. Danach Döner essen und Abendessen in der Gypsy Bar.
Den nächsten Morgen habe ich langsam angehen lassen. 7:30 Frühstück und im Internet nach Fahrradläden Ausschau gehalten. Einer lag in Bangsar, hier bin ich mit der Linie 5 hingefahren, die ohne Fahrer unterwegs ist und in der man im ersten Wagen freien Blick nach vorne hat, komisches Gefühl. Im Roadlink Radladen gab es auch kein Ritzel für mich, auch nicht im zweiten Laden wo ich hingeschickt wurde. So bin ich nach Pasar Seni gefahren, dem alten Zentralmarkt der heute nur noch Souvenirshops beherbergt. Davor gab es dann Postkarten für Verwandte und Freunde zuhause. Habe noch eine Runde ums Sultan Abdul Samed Building, den Medeka Square und die zum Gebet geschlossene Jamek Moschee gedreht. Bin durchs indische Viertel und weiter mit der U-bahn zum Kuala Lumpur City Center KLCC und habe dort endlich unter den Petronas Towern eine neue Hose erstanden mal schauen, ob sie auch so lange hält wie die alte Hose aus KL die ich hier nun beerdige. Es war ein Billigladen neben Dior und Chanel. Nach Reiseführer für Indonesien habe ich auch Ausschau gehalten doch es gab nur überteuerte Lonely Planet in englisch. So habe ich doch lieber am Abend das deutsche e-Book von Loose heruntergeladen für weniger Geld. Danach bin ich zurück zur Unterkunft durch die Hochhausschluchten gelaufen, zur Körperpflege und zum Telefonieren mit der Heimat. Abend ausklang in der Gypsy Bar und auf dem Rückweg bei Plain Naan.
Morgens wieder 7:30 Uhr Frühstück mit Rührei mit Tomate und Zwiebel, danach zur Post im dritten Stock des Pudu Centers zum Postkarten verschicken, ab in die Bahn nach Majik Jamek und zum nächsten Versuch ein passendes Ritzel für mein Rad zu bekommen. Der Ladenbesitzer will versuche es zu bestellen und mir eine SMS schicken, doch jetzt am Abend ist noch keine gekommen. Bin dann nochmal Zufuss zum Central Markt um noch Postkarten nachzukaufen und Zufuss weiter in die Unterkunft wo ich zur Abwechslung mal wieder eine 5 Minuten Terrine zubereitet habe. Ruhe auf dem Zimmer und zum Tagebuch tippen in die Gypsy Bar wo es bis 21 Uhr Happy Hour gibt und der halbe Liter Tiger Draft Beer unschlagbare 12 Ringit kostet. Doch das Tippen habe ich nur zur Hälfte geschafft, da habe ich wegen Regen mein Notebook zugeklappt und bin Inside geflüchtet. Habe ja morgen noch einen Tag zum Berichten.
Heute der letzte Tag in KL und das mal ohne Frühstück denn ich konnte kein Rührei mehr sehen. Bin nach längerem Schlaf noch mal zur Post und Abschlussrunde durch China und India Town, noch mal Bahnfahren zum KLCC, wo ich mein Frühstück im Subway bekam mit Chicken Teriaky. Nochmal zum Billigladen zum Socken kauf und zurück zur Unterkunft gelaufen, wo ich dann in den Tiefen meiner Gepäcktaschen noch 2 Paar neue Socken fand, so habe ich gleich die alten durchlöcherten entsorgt. Noch eine Hotelbuchung für mein nächstes Ziel in Melaka gemacht und relaxt bevor es morgen weiter geht. Abend mit Döner begonnen und mit Naan aufgehört.

Vom 16. März 2018- 19. März 2018 Tag 194 (967) – Tag 197 (970)
Etappe Kuala Lumpur-Melaka 195 km Rad; 12 km zu Fuß, Gesamtkilometer: 10.743 km

Datum km Schnitt H/KM/h Höhe Ziel
16.03.18 112,98 15,08 54,36 1838 Seremban
17.03.18 82,36 18,57 43,82 475 Melaka

Ohne Frühstück kämpfe ich mich im dichten Verkehr über 13 km vorbei an den Twin Towern hinaus aus Kuala Lumpur. Am Ende der Stadt stieg die Straße gleich zum ersten kleinen Berg an und ich hatte nochmal eine schöne Aussicht auf die Metropole mit ihrer Dunstglocke. Es waren 6 schöne Tage.
Mit dem Anstieg war ich auch gleich wieder im Jungle verschwunden und nur noch kleine vereinzelte Holz und Strohhütten im Wald und das gerade mal 15km von KL entfernt, krasser Gegensatz. Nach dem zweiten kleinen Berg kam dann ein echter Pass auf 487 m hoch und mir lief wieder die Suppe aus allen Poren. Ich habe einige Affen gesehen doch immer noch keine Tapire vor denen hier auch wieder gewarnt wurde. In Titi wollte ich ja eigentlich für heute Schluss machen aber mir war es mal wieder zu früh und ich bin weiter geradelt. Ich habe im Navi gesehen das es nur noch 130 km bis Melaka sind, so habe ich beschlossen bis Seremban zu fahren, also nur noch 50 km. Ich hatte aber nicht auf dem Schirm das ich das Gebirge dafür nochmal überqueren musste, nach gefahrenen 90 km war es mir bewusst. Es ging kräftig bergauf nochmal auf 391 m. Ich musste mal wieder kämpfen, doch dann hatte ich es nach einigen Standpausen geschafft. Ich konnte die Höhenmeter wieder runter rollen. In der Ferne war das Meer zu erahnen welches ich morgen erreichen werde.
Am Ortseingang von Seremban lächelte mich mal wieder ein Tiger an. Kurz nach dem ich eingekehrt war ging ein heftiger Gewitterregen. Da der Regen länger anhielt habe ich hier auch gleich was gegessen. Es wurde auch Zeit für die erste Mahlzeit des Tages, es gab Reis mit Ei und Kartoffeln mit Sose alles kalt, aber lecker. Nun hoffte ich, da der Regen aufgehört hatte eine Unterkunft zu finden. Bei der ersten durfte ich mit meinem Rad nicht rein, doch bei der zweiten wurde mir sogar direkt die Tür aufgehalten und das Zimmer war auch gut mit schöner Dusche.
Anschließend bin ich auf Rundgang gegangen und habe mir mal neue Ohropax gegönnt, danach war ich mal wieder bei Subway in einer Mall die es hier zuhauf gibt und zu guter Letzt habe ich noch einen Platz nach meinem Geschmack in einer etwas heruntergekommenen Passage gefunden in der Tische standen an denen die Einheimischen ihr Bier tranken. Im Happy Island wie der Bierladen hieß knote man sogar Fernsehen sehen.
Morgen werde ich wohl schon Melaka an der gleichnamigen Schiffspassage erreichen.
Habe heute oft an meinen Vater gedacht, dessen Geburtstag heute gewesen wäre. Schade das er meine Reise nicht mehr miterlebt, ich glaube er wäre begeistert. Er radelte einst, als er aus Gefangenschaft nach dem zweiten Weltkrieg entlassen wurde mit einem 3 Gangrad zum Bodensee.
Habe heute auch mal meine neu erworbene Hose aus KL zur Schau getragen, super.
Früh am Morgen es war noch dunkel bin ich auf die stark befahrene K1 Richtung Melaka. Es lagen 80 km vor mir und ich hoffte das das Hotel welches ich vor gebucht hatte für morgen noch ein Zimmer frei hat, denn bei Booking.com war es ausgebucht. Bin also heute nur so auf der K1 und 19 dahin geradelt ohne viel zu erleben, außer viel Abgase.
In Melaka angekommen und nach einer extra Runde durch die Altstadt war ich gleich von dem Ort begeistert nur die Automassen waren etwas störend.
Im Hotel hatte ich auch Glück es war noch ein Zimmer für mich frei und ich konnte den Highseason Price noch auf den Weekend Price runter handeln. Das Hotel liegt gleich am Melaka River, der in ein Bett aus Spundwände auf dem ein beidseitiger Fußweg verläuft, gezwängt ist. Hier gibt es auch keine Autos nur Ausflugsbote mit denen die meist einheimischen Touristen einmal Fluss auf und ab fahren. An dem Fußweg liegen viele schöne kleine Cafés und Bars mal wieder mit den etwas höheren Touristenpreisen. Ich bin noch auf den St. Pauls Hill mit der Kirchenruine, wo der Pionier Francis Xavier der katholische Missionar begraben lag. Bin in großer Hitze zurück in ein Café am Fluss wo ich die teureren Preise in Form von Tiger Beer schluckte. Der Name des Cafés war 90's Café and Pub mit freundlichem Personal. Wohl der Platz für die nächsten Tage. Morgen werde ich dann auf Fotosafari durch den Ort gehen, denn es soll auch hier Streetart geben und viele Tempel. Die Stadt ist sehr bunt wie man dann auf den Bildern sehen kann, in Form von Häuserbemalungen, den Rikschas Die hier normale Fahrräder sind mit angeschweißtem Beiwagen die ebenfalls bunt im Motto von Pokemon, Superman oder Hello Kity geschmückt sind und mit Lauter Musik an Bord. Aber auch die Menschen sind hier Bund gemischt, Malaien, Inder, Chinesen und dazwischen die Touristen aus aller Welt.
Nach Chicken Sweet and Sour sitze ich immer noch am River und bin dort bis zur Dämmerung geblieben. Nach der nächsten Portion Chicken Sweet and Sour bin ich zurück zum Hotel.
Morgens gab es großes Buffet das gibt es aber nur Sonntags im Hotel. Nun war ich gerüstet und gestärkt für die Besichtigungstour durch Melaka. Ich habe in der Jalan Tokong angefangen. Erstes Ziel die Kampung Kling Moschee, dann der Cheng Hoon Tempel und der Xiang Lin Si Tempel, alle nebeneinander. Durch die Straßenzüge Jalan Tan Cheng Lock und die Jonker Walk, wo es viele Antiquitätenläden gibt und die Touristen anzieht, bin ich noch durch die Hintergassen, wo es die Streetart gab. Hier gab es auch 2 alte Gräber zu sehen die zwischen den Häusern versteckt lagen. Bin wieder an den Fluss um mir auch dort nochmal die bunt bemalten Häuser anzuschauen. Nächster Besichtigungs- Punkt war die St. Francis und die Christ Church Melaka, die 1753 errichtet wurde. In beiden ging zu diesem Zeitpunkt die Sonntagsmesse zu Ende, sogar de Bischof war da mit seinem Stab. Vorbei am Stadthuys bin ich durch eine der riesigen Mall zum Grandpier, der aber ausgestorben wirkte. Hier hatte ich aber mal den Blick aufs offene Meer und die Straße von Melaka. Über die Reste der alten Bastion habe ich im 90's Café Kaffee getrunken, und gegessen nach fast 4 Stunden Besichtigungstour. Habe hier den späten Nachmittag am Fluss genossen. Nach einem weiteren kleinen Spaziergang durch den Joker Walk, der am Wochenende ein überfüllter Nightmarket ist, bin ich zum Absacker ins River View Cafe eingekehrt. Malaysia ist für mich Urlaub, den ich habe genug Zeit in Indonesien ist wieder Visumdruck und ca. 3.500 harte km angesagt. Doch wie es jetzt genau weiter geht bis Indonesien ist noch nicht ganz klar.
Nachdem ich am Morgen nach Unterkünften in Singapur Ausschau gehalten habe und ein einfaches Zimmer mit Gemeinschaftsbad ab 36 Euro kostet und nicht gut ausschauen, habe ich die Idee von Johur Baru einen Tagesausflug zu machen. Die Etwas besseren Zimmer beginnen bei 50 Euro. Später war ich hier in Melaka noch am Internationalen Fährhafen und habe mich nach Fähren erkundigt. ca. 40 Euro nach Dumai. Morgen fahre ich erstmal die 45 km nach Muar. Nachmittags war ich zum Skypen und Tagebuch tippen in Café 90. Werde Später noch zum Roti essen. Naja vielleicht bin ich ja in einer Woche wieder hier.


Vom 20. März 2018- 24. März 2018 Tag 198 (971) – Tag 202 (975)
Etappe Melaka-Johor Bahru/Singapur 219 km Rad; 43 km zu Fuß, Gesamtkilometer: 10.962 km

Datum km Schnitt H/KM/h Höhe Ziel
20.03.18 47,64 17,30 33,60 59 Muar
21.03.18 100,11 22,01 36,32 120 Simpang Renggam
22.03.18 71,14 22,06 40,39 326 Johor Bahru

Heute habe ich Melaka Richtung Süden verlassen und am Café 90 wurden noch Bilder mit mir und dem Fahrrad gemacht. Ich kam heute irgendwie nicht in tritt gut, dass es nur 45 km bis Muar waren. Bin sogar mal wieder ein kurzes Stück Dirtroad entlang des Meeres gefahren bevor es wieder auf eine dicke Straße Stadt einwärts ging. In Muar gibt es ebenfalls eine Fähre nach Dumai. Habe mich dort informiert und finde diese Option ganz gut, jetzt muss ich noch überlegen was ich mit Singapur mache.
Nach dem Hafenbesuch bin ich durch die Straßen Muars gelaufen und dabei in einen Radladen durch den Hintereingang gestolpert. Und kaum zu glauben er hatte mehrere 38 Zähne Ritzel, aber ich war mir nicht sicher, ob der Lochkreis passt, so werde ich erst mein altes zum Prüfen holen, doch das hat noch Zeit.
Bin noch an einem geschlossenen Hindutempel und durch eine Gasse mit Streetart, schöne Bilder. Das wäre auch was für die grauen Wände in Deutschland. Habe neben meinem Hotel noch einen chinesischen Foodmarkt gefunden, so wie in Kuala Kangsa mit einer zentralen Bier Verkaufsstelle und sowohl das Essen als auch das Bier waren mal wieder günstig. Anschließend bin ich mit meinem alten Ritzel nochmal zum Radladen und es gab tatsächlich ein passendes neues für alle Fälle. Gratis Handschuhe gab es dazu, Gegenleistung war ein Foto mit mir.
Auch ist inzwischen mein Singapurtrip fertig, ich lasse 3 Gepäcktaschen im jetzigen Hotel hier in Muar, radele 2 Tage bis nach Johor Bahru, bleibe dort 3 Nächte und mache einen Tagesausflug nach Singapur und radel wieder zurück nach Muar, um dort die Fähre nach Dumai Indonesien zu nehmen.
Nach der Entscheidung bin ich zurück zum Food Court Wang Lye Kopitiam zum Reis essen. Habe noch den ganzen Abend den Kochkünsten im offenen WOK zugeschaut.
Dann habe ich mal aufgeschrieben was ich noch gerne mit meinem restlichen hart verdientem Geld mit dem Rad bereisen würde, bevor es wieder an die Arbeit geht. Dazu gehört von Trujillo Peru über Kolumbien und Ecuador durch Mittelamerika bis zu den Inkas in Mexiko, Indien-Nepal, Usbekistan-Tajikistan-Kirgistan, Südafrika-Namibia und für die Rückreisen Skandinavien nach Hause und Marokko-Italien nach Hause und dann feier ich meinen 50 zigsten Geburtstag. Alles Traum-Radreisen, doch jetzt gehe ich erst mal schlafen und träumen.
Am Morgen war das Radeln leicht mit nur 2 Gepäcktaschen und am Tagesziel in Simpang Renggam hatte ich nach 100 langweiligen Kilometern einen 22 km/h Schnitt. Unterwegs habe ich 2 mal Cola getankt beim zweiten Mal gleich eine 1,5 Literflasche geleert, die Angestellten der Tankstelle waren verwundert. Das Thermometer kletterte heute mal wieder auf über 38 Grad. Da war ich froh, dass ich mein Radtrikot vom Radclub Bekond vorne komplett öffnen konnte, somit wird mein Bauch auch immer brauner. Im Zielort gab es nicht viel zu sehen, nach der Dusche bin ich los um etwas zu essen und habe gleich wieder so einen Foodmarkt gefunden. Es gab für mich mal wieder Fried Rice aus dem WOK.
Nach einem kleinen Rundgang habe ich nochmal Fried Noodles und Noodles Soup gegessen und es war immer noch nicht dunkel. Da habe ich nochmal die freien Stempelplätze in meinem Reisepass durchgezählt, damit ich problemlos in Indonesien eine Verlängerung beantragen kann.
Heute Morgen waren es noch 70 km über die stickige K1 bis zum Ende Malaysias in Johor Bahru. Mein Navi nicht mehr aufladen USB Anschluss defekt immer mehr Probleme mit den elektronischen Geräten, aber ich habe auch ohne Navi mein gebuchtes Hotel gefunden. Es liegt in einer Hintergasse etwas ab vom Zentrum, doch den Kilometer laufen macht mir nichts aus.
Mein erstes Ziel nach dem Duschen war die Zentrale Bahnstadion von, wo ein Zug nach Singapur fährt, habe gleich für Samstag ein Ticket erworben, denn an Arbeitstagen sind die frühen Züge ausgebucht. Danach bin ich mal zum Wasser um rüber nach Singapur zu schauen, den es ist eine Insel.
Johur ist ein echtes Moloch mit viel Verkehr, feinsten Malls, wachsenden Hochhäusern, eine Straße weiter Foodcourts der Moslems, Inder und Chinesen, in dem chinesischen war die Hälfte mit käuflichen aus Vietnam Frauen belegt. 200 Ringit, wie mir ein Tischnachbar erzählte, also 40 Euro.
Habe lieber hier Nudelsuppe gegessen und vielleicht noch eine zweite, denn sie war lecker. Habe weiter zugeschaut wie die alten Männer aus Singapur die Mädels für eine Nacht auswählten.
Am Morgen habe ich ausgeschlafen und es gab zum Frühstück Nasi Lemak, das ist Reis mit sau sarfer Sose und mini Fischen. Ich habe den Reis um die Sose herum gegessen und als dann am Notebook einige Tasten nicht mehr funktionierten war nicht nur das Problem Navi da, sondern auch noch ein Notebook Problem. So bin ich zu verschiedenen Malls um zu schauen, ob mir einer meine Probleme lösen kann, doch sie öffneten erst um 10 Uhr. So habe ich das Sightseeingprogramm vorgezogen und mit der Besichtigung des Hindutempels begonnen. Hier waren viele Inder in ihrem besten Zwirn und die Frauen in ihren bunten mit Goldbestickten Saris zum Beten anwesend. Nach der Besichtigung eines chinesischen Tempel wurde es Zeit für die erste Mall, wo es an Elektronik nur Handyzubehör gab, so auch in der Mall Nummer zwei. Doch in der dritten, wo ich jetzt vor einem der sich aneinander reihenden Reparaturläden sitze, hoffe ich auf Hilfe. Aber als wir das Notebook anschalteten funktionierten die Tasten wieder, aber ich glaube man hätte es hier hinbekommen den es lagen genug Notebook Tastaturen herum. Auch als ich zurück im Hotel war funktionierte noch alles. Nur mein Navi Problem ist noch nicht gelöst. Mal schauen was es morgen in Singapur gibt, mein Zug geht um 7:30 Uhr morgen früh. Nach pausieren auf dem Zimmer bin ich wieder zu Essen zum „Frauenverteilzentrum“ dem chinesischen Foodcourt. Habe hier auch das erste mal Europäer getroffen. Holländer die morgen ebenfalls nach Singapur reisen zum Ende ihrer 3 monatigen Reise. Zwischen durch war noch eine Razzia wo 3 Mädels einkassiert wurden, die anderen Mädels flüchteten, endlich mal Platz hier.
Am Morgen startete ich eine spannende Tour nach Singapur und am Abend hatte ich 4 weitere Stempel im Pass. Zuerst ging es zu Fuß zum JBSentral dem Bahnhof. Das Boarding war 30 Minuten vor Start, denn man musste ja zur malaysischen Border Control, danach 20 Minuten bis 7:30 Uhr im nicht gerade neuen Zug warten bis er nach Woodlands losfuhr. Nach 5 Minuten Fahrt war ich im 27. Land meiner Traum-Radreise und das diesmal ohne Fahrrad ich zähle es aber mit. Nun stand ich hier nach der Passkontrolle in Singapur und hatte kein Geld für den Bus um zur MRT (Stadtbahn) zu fahren und kein Navi und keinen Stadtplan, so bin ich erstmal einem aufgeklebten Schild gefolgt, das die Richtung zu einer der Bahnstationen wies. Doch nach einer Weile fragte ich einen Passanten und er meinte hier gäb es keine Bahn, so bin ich wieder zurück und in die andere Richtung gelaufen und kam der Sache näher. An einer Tankstelle konnte ich an einem ATM Singapur Dollar ziehen, so hatte ich zumindest mal Geld. Doch kein Bus zu sehen, also weiter zu Fuß und nach weiterem nach fragen hatte ich den richtigen Weg und habe die MRT Woodland Station gefunden. Nun ein Eintagesticket kaufe, was auch eine weile gedauert hat den jede Karte musste einzeln programmiert werde und ich hatte Leute vor mir, die gleich 8 Karten auf einmal kauften. So war es nach der Fahrt zur Endstation am South Marina Pier schon kurz nach 11 Uhr. Am Pier war es nicht wirklich interessant. Ich bin dann zum Marina Bay Garden und zum bekannten Marina Bay Sands Hotel mit seinen 3 Türmen die oben mit einer Platform mit Garten, Pool, Restaurants verbunden sind. Es ist aus allen Richtungen der Stadt zu sehen. Schön es mal mit eigenen Augen gesehen zu haben. Für nicht Hotelgäste ist es zu teuer auf die Plattform zu kommen. Bin nun wieder von der MRT Front Bay Stadion mit Umstieg in der Marina Bay Stadtion nach Rafflesplace gefahren und stand mitten im Hochhäusermeer von Downtown Singapur. Bin am Singapur River vorbei wo noch wenige kleine alte Häuser neben den Büro und Wohntürmen stehen. Heute in jedem ein Restaurant und Pub. Hier bezahlt man 4-10 Dollar. Ja ich war jetzt im Zentrum der Stadt und es war recht schön und sauber bis auf 2 Zigarettenkippen die ich gefunden habe. Vorbei am Viktoria Theater, dem alten Parlament erreichte ich eine große Rasenfläche, wo gerade Cricket gespielt wurde. Weiter gings rund um die Armenien Church und vor bei am Fluss zurück zum Rafflesplace um noch einen Bogen entlang der Marina Bay zu machen mit freiem Blick aufs Hotel. Doch da ging ein heftiger Gewitterschauer nieder und es gab keine guten Bilder. Zurück in der Bahn bin ich noch kurz an der Stadion Dhoby Ghaut ausgestiegen und durch die Singapur Plaza Mal, doch hinausgehen war nicht, denn es war immer noch heftiger Regen, so bin ich zurück nach Woodland und habe das Tagesticket zurückgegeben, wofür es 10 Dollar Pfand zurückgab. Hab den Bus zur Eisenbahnstadion genommen und gefragt, ob ich früher mit der Bahn nach Johor fahren kann doch alles ausgebucht. So bin ich Zufuß über die Grenze und habe einen Bus nach Johor genommen. Der stand dann auch im Stau wir ich später an der Grenzabfertigung aber ich war zurück in Johor. Der Ausflug hat sich gelohnt!
Nun sitze ich wieder der Straßenküche mit den günstigen Preisen. Habe noch Plain Naan gegessen und Tiger Beer getrunken. Wo heute auch mal wieder eine Tigerwoman zum Biereinschenke da war. Und ich konnte wieder kein T-Shirt erwerben.

Vom 25. März 2018- 29. März 2018 Tag 203 (976) – Tag 207 (980)
Etappe Johor Bahru-Grenze Indonesien 179 km Rad; 0 km zu Fuß, Gesamtkilometer: 10.962 km

Datum km Schnitt H/KM/h Höhe Ziel
25.03.18 126,26 22,23 39,29 422 Batu Pahat
26.03.18 51,63 20,00 31,87 71 Muar

Am frühen Morgen klingelte mein Wecker zur Rückfahrt nach Muar. Ich bin ein wenig anders aus Johor Bahar raus gefahren und bin dabei an der Wasserfront vorbeigekommen, die komplett mit modernen Wohnvierteln zugebaut wird. An den Baustellen prangten große Plakate, wie es mal ausschauen soll. Der Wahnsinn, dann wohnen alle in Johor anstatt in Singapur.
An der Abzweigung zur Straße 5, die ich eigentlich zurückfahren wollte bin ich doch der K1 gefolgt und so auf dem gleichen Weg wie auf dem Hinweg zurück geradelt. Dabei war auf 2 der vielen chinesischen am Hang liegenden Friedhöfe an den Grabhügeln großer Andrang. Ich stoppte, um es mir anzuschauen. Es schien so eine Art Allerheiligen zu sein, doch eher ausgelassen und fröhlich, es wurden sogar Raketen gezündet und es brannten Feuer. Die ganze Familie war am Grab ihrer Vorfahren. Einige waren mit Hacken auf den Gräbern zu Gange. Ich finde die Gräber sehr schön.
So ist das, wenn man mit dem Rad reist, es gibt immer wieder neues zu sehen und zu erleben. Weiter bin ich bis zu dem Ort wo ich auf dem Hinweg übernachtet habe und bin am mir bekannten Foodcourt zu einer Pause eingekehrt. Dann weiter über Ayer Hitam bis Baru Pahat welches ich nach 126 km erreichte. Das Hotel ist so na ja, sonst ein typisch malaysischer Ort, mit aller Art Kirchen, Moscheen, Tempel. Hatte, bevor es regnete wieder einen chinesischen Foodcourt gefunden, diesmal neu und sehr sauber, jede viertel Stunde wurde durch gewischt und Tische abgeputzt. Ich habe mich heute für den Westernfoodstand entschieden und Spagetti Bolognese mit Fleischbällchen für umgerechnet 1,77 Euro entschieden.
In Muar das ich morgen nach 50 km wieder erreiche, werde ich bis Donnerstag bleiben bis die Fähre nach Indonesien ablegt.
Werde mit noch eine neue Brille oder nur Gläser zulegen und mal nach einer Alternative für mein Navi schauen und für euch Bericht schreiben also viel zu tun.
Nun ist auch der Regen wieder zu Ende und dafür die Luftfeuchtigkeit wieder enorm hoch,somit wieder Wet Shirt Party. Ich relaxe noch im Foodcourt bei internationaler Musik und finde die Idee von Bali nach Helsinki zu fliegen immer besser um mal kurz oder länger meine Mutter und Schwester in Deutschland zu besuchen und dann aus finanziellen Gründen nochmal aufbrechen zu Teil 5. Habe an einem anderen Stand nochmal Nudeln mit Huhn bestellt, doch das Huhn kam in Form von Füßen, also quasi kölsches Essen: Bläck Fööss von Höhner. Mag ich nicht, aber die Nudeln waren lecker.
Gegenüber konnte ich noch ein tolles Bild von einem Dreirad machen wo die Lampe eine CD war. Zum Abschluss gab es nochmal Fried Rice und Gruppenbild mit Leuten am Nachbartisch.
Am Morgen ging es auf die letzten 50 km zurück nach Muar es sind zugleich die letzten in Malaysia. Ab hier geht es am Donnerstag mit der Fähre nach Sumatra.
Nun sitze ich nach strammer Fahrt mit Gegenwind wieder im Foodcourt neben dem Hotel und habe schon Reiscurry gegessen und ruhe mich aus, bevor ich wieder im Muarar 99 Hotel einchecke. Das mit der Zimmerwahl war nicht so einfach, überall in den Zimmern war Zigarettengeruch, denn in Malaysia raucht man überall, aber damit muss ich leben, auch wenn es schwer fällt.
Habe nochmal nebenan gegessen bevor ich Kontakt mit der Heimat hatte und Abends nochmal gegessen und der Karaoke gelauscht.
Am Morgen endlich mal was länger geschlafen bevor es auf Besorgungstour ging. Es gab erst mal wieder neue Brillengläser, danach habe ich das Fährticket nach Indonesien gelöst nur meinem Navi konnte immer noch keiner helfen. So habe ich vorsichtshalber eine Offline Map auf meinem Tablet installiert und getestet, funktioniert. Zum Mittagsgebet bin ich in den Hindutempel, der sonst geschlossen ist. Es war mit Musik und außer den Musikern und dem Priester und mir war keiner sonst anwesend.
Anschließend bin ich wieder zu Chickencurry im Foodcourt eingekehrt, wo ich später noch Tagebuch tippen will.
In Indonesien gibt es auch wieder riesige Geldscheine, 1 Euro sind ca.17.500 Rubiah.
Das tippen habe ich zur Hälfte geschafft, morgen geht es weiter. Am Abend habe ich noch einen Malayen mit indischen Wurzeln getroffen, der mir einige über die Historie Malaysias, Singapurs und Indonesiens erzählte und auch sagte das Mittlerweile das Business in Malaysia von Chinesen beherscht wird.
Der Foodcourt ist ein Treffpunkt von Freunden ich habe den Eindruck, das hier jeder jeden kennt.
Nach der Karaoke, die hier besser als in China ist, bin ich ins Bett.
Den letzten Tag in Malaysia werde ich nichts mehr machen nur noch Essen und relaxen.

Habe mir Sicherheitshalber noch ein Rückfahrticket gekauft, den angeblich braucht man an der Grenze einen Ausreisebeleg, diesen kann ich auch gut bei einer Visumverlängerung gebrauchen. Das Ticket ist 3 Monate gültig. Ja die Spannung steigt wieder und ich bin voll gespannt was mich erwartet.

Am Morgen des erneuten Grenzwechsel habe ich ausgeschlafen denn die Fähre legte erst um 12.15 ab, ich war aber schon um 10 Uhr am Pier und bekam bald meine Boardingkart wofür ich nochmal 15 Ringit bezahlen musste. Es warteten hier viele Leute doch sie fuhren eine Fähre früher und mit einem anderen Ziel, Pelepasan. Kurz nach 12:15 Uhr öffneten sich die Tore zur Passkontrolle, anschließend wurde noch das Gepäck gescannt. Ich war der erste am Jeti so heißen die Schnellboote. Ich sollte dann noch fürs viele Gepäck bezahlen und ich weigerte mich erst, denn ich hatte nur noch 50 Ringit und sollte 100 zahlen, doch doch als ich auch die anderen Personen zahlen sah war es wohl korrekt, nur das es mir vorher keiner gesagt hat. Mit dem Gepäck wurde auch nicht unbedingt gut umgegangen, mein Fahrrad durfte ich auch nicht selbst festbinden. Naja mal gespannt wie das beim Aussteigen ist. Doch während der Fahrt entschuldigte sich einer der Angestellten auf Englisch bei mir. Die Fahrt dauerte 5,5 Stunden und die Uhr war auch mal wieder umzustellen, so bin ich nur noch 5 Stunden voraus.


 

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