Berichte Indonesien Java/Bali zur Zeit in Bogor
Vom 17.April 2018 bis 19.April 2018
3 Tage; 167 km; 1.546 Höhenmeter
Gesamt Teil 4: 228 Tage; 13.059 km; Höhenmeter: 80.038 m; Gesamte Traumradreise 2014-2018: 49.330 km

Autor: Michael Schreiber


Vom 17. April 2018- 19. April 2018 Tag 226 (999) – Tag 298 (1001)
Etappe Fähre von Sumatra-Bogor 167 km Rad; 4 km zu Fuß, Gesamtkilometer: 13.059 km

Datum km Schnitt H/KM/h Höhe Ziel
18.04.18 106,79 15,56 41,16 1030 Wildcamping
19.04.18 45,95 14,61 45,84 449 Bogor

Land in Sicht! Nach 20 Tagen Sumatra beginnt nun die Zeit auf Java. Die Sicht war nicht so schön auf die zweite Insel Indonesiens, überall rauchende Schlote die alles vernebelten. Es war ein großes Hafen- und Industriegebiet, wo die Fähre anlegte. Nach dem Anlegemanöver habe ich noch 15 km bis Cilegon absolviert. Dann erst wieder im dritten angesteuerten Hotel eingecheckt, nicht zu vergleichen mit dem letzten Hotel in Bandar Lampung aber ich bezahlte fast den gleichen Preis für Kaltwasserdusche. Ich bin nochmal bis zur großen Moschee gelaufen mit ihren 4 wirklich hohen Minaretten, die in der Abendsonne standen.
Aus Deutschland kam dann noch eine gute Nachricht, mein Paket, welches ich von Luang Prapang Laos losgeschickt hatte war angekommen. Ich war happy.
Auf dem Rückweg habe ich noch Spagetti und eine Portion Lasagne zusammen für 3,20 Euro vertilgt, danach noch eine halbe Tüte Chips auf dem Zimmer.
Am Morgen bekam ich schon um 6 Uhr Frühstück, das habe ich natürlich wahrgenommen und bin in den Tag und auf die Etappe gestartet, die mal wieder alles zu bieten hatte. Es fing an auf dem Weg hinaus aus dem Ballungsraum von Cilegon und Serang im dichten Abgas verseuchten Verkehr, das man fast keine Luft mehr bekam. Im Verkehr immer wieder die kleinen Minibusse, die dauernd hupen, um Kunden zu gewinnen und plötzlich vor einem stoppen, um Kunden aufzunehmen. Sie waren wie Armeisen zu Hunderten unterwegs besonders in der Rushhour. Ich hatte Angst, das es so die ganze Zeit auf Java bleibt, da die Bevölkerung hier wesentlich höher ist als auf Sumatra. Doch als ich auf eine kleinere Straße abgebogen bin und den Ballungsraum verlassen hatte, um Richtung Lembak zu fahren, war auch der Verkehr weniger, dafür fiese kleine Rampen durch die in den Senken liegenden Reisfelder. Ich kam gerade so mit dem kleinsten Gang und Slalomfahren hinauf. Hinter Lembak war ich auf der Route 11 Richtung Bogor dem nächsten Ballungsraum und die Rampen wurden zu längeren Anstiegen und ab und an hatte man mal einen Blick übers Land. Ich war mal wieder längst an meinem geplanten Ziel vorbeigeschossen, doch als nach 95 km noch mal ein langer Anstieg, kam habe ich kapituliert und mein Zelt, wie ich es schon immer mal geplant hatte in eine Ölpalmenplantage aufgeschlagen. Wie sollte es auch anders sein, ich wurde wieder von Leuten gesehen, die noch in der Plantage unterwegs waren, doch sie signalisierten das alles O. K. ist, doch man macht sich doch so seine Gedanken von wegen Sicherheit.
Kurz nach dem mein Zelt stand zog ein Gewitter vorbei, doch ich war im trockenen und hatte Zeit zum Schreiben.
Ich muss leider sagen das Indonesien das schmutzigste Land meiner bisherigen Reise ist. Müll verseuchtes Meer was ich, auf der Überfahrt von Sumatra nach Java sah, Flüsse voller Müll, Müll überall an den Straßen, in den Gassen der Märkte, an den Böschungen hinter den Häusern, in den Vorgärten der Häuser und daneben. Dazu kommen die Abgase, mindestens jeder zweite LKW, jedes zweite Auto und fast jeder Motorroller qualmt aus dem Auspuff und bei der Industrie sieht es nicht besser aus. Dann kommen noch die ganzen Feuer dazu, wo alles vor den Häusern verbrannt wird von Laub bis hin zu Plastikabfällen die man zusammengekehrt hat. Es stinkt überall zuzüglich der Abwässer die wohl auch nicht gereinigt werden, Ich glaube Indonesien muss schnell umdenken, sonst gibt es bei dem rasanten Bevölkerungswachstum einen Kollaps des Landes.
Ich habe in dem Palmenwald gut genächtigt und war nach 37 km, einer Frühstückspause am Indomart, im dichten morgen Verkehr, wo ich mich wieder durch Staus kämpfen musste, im Zentrum von Bogor angekommen. Doch ich hatte noch kein Hotel, viele waren ausgebucht, einige überteuert und auch die ein oder andere Bruchbude war dabei, so habe ich Nummer 10 genommen für mich eigentlich mit 37 Euro sehr teuer im 6 Sterne Sahira. Hier hatte nur der Eingangsbereich die Sterne verdient in der ich 2 Stunden auf die Reinigung meines Zimmers wartete. Das Zimmer hatte mit viel Good will einen Stern verdient, das Bad hatte Schimmel, die Dusche funktionierte nicht richtig, aber es hatte zumindest am Waschbecken heißes Wasser und ich konnte meine Radklamotten mal richtig waschen. Die Brühe war nach dem ersten Waschgang Pech schwarz. Zumindest durfte mein Rad im Chefzimmer übernachten, den ich bestand darauf das mein Rad ins Hotel sollte. Nachdem ich das Zimmer kenne, werde ich nicht noch einen Nacht dranhängen, sondern morgen weiter Radeln über einen 1500 m Pass nach Cipanas in 43 km Entfernung und dann schaue ich, ob ich dort meine geplante Vulkanbesteigung mache.
Zunächst habe ich einen Spaziergang zu Chinatown gemacht und über die Marktgassen wo der Müll nach kurzem Regen schön durchnässt war. Habe wieder Kebab gegessen und beim MC Mc Chicken, voll Indonesisch. Um 16 Uhr war ich pünktlich im Salak Sunset Cafe zum günstigsten Bier bisher in Indonesien mit 45.000 Rubiah, dank Stefan Lose. Hier hatte ich dann Zeit auch den ersten Teil des ersten Berichts auf Java zu tippen.
Der Rest kommt, wenn ich weiter bin!

Fortsetzung folgt!

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