Berichte Indonesien Sumatra
Vom 29.März 2018 bis 17.April 2018
20 Tage; 1.662 km; 14.029 Höhenmeter
Gesamt Teil 4: 226 Tage; 15.583 km; Höhenmeter: 78.485 m; Gesamte Traumradreise 2014-2018: 49.163 km

Autor: Michael Schreiber
#Vom 29. März 2018- 03. April 2018 Tag 207 (980) – Tag 212 (985)

#Vom 04. April 2018- 07. April 2018 Tag 213 (986) – Tag 216 (989)
#Vom 08. April 2018- 13. April 2018 Tag 217 (990) – Tag 222 (995)
#Vom 14. April 2018- 17. April 2018 Tag 223 (996) – Tag 296 (999)


Vom 29. März 2018- 03. April 2018 Tag 207 (980) – Tag 212 (985)
Etappe Dumai-Bukittinggi 412 km Rad; 0 km zu Fuß, Gesamtkilometer: 11.552 km

Datum km Schnitt H/KM/h Höhe Ziel
30.03.18 123,44 18,45 44,62 537 Dumai
31.03.18 123,43 18,03 51,91 259 Kandis
01.04.18 85,24 15,67 52,38 1063 Kotaalarm
02.04.18 77,07 14,04 42,79 1262 Bukittinggi

Bald war Sumatra in Sicht mein erstes Ziel des Inselstaates Indonesien. Ich habe mich beim Austeigen zurückgehalten und bin als Letzter von Bord gegangen und auch durch die Passkontrolle. Ich musste noch ins Büro des Chefs, er setzte den Stempel mit 60 Tagen höchstpersönlich in meinen Pass. An der Gepäckkontrolle musste ich 2 Taschen öffnen. Einmal wegen des großen Powerpack und in der anderen wegen der 2 dicken Indienreiseführer und dabei waren die Beamten erstaunt, was ich so alles dabei hatte. Danach hatte ich tatsächlich Indonesien erreicht und bin die ersten 2 km nach Dumai geradelt. Habe in einem der zahlreichen Hotels eingecheckt, neu und modern inklusive Frühstück. Besser als in Malaysia doch ich musste mit Visa zahlen, da ich noch kein einheimisches Geld hatte. Das habe ich gleich am nächsten ATM um die Ecke besorgt und ich war fast 3 facher Millionär. Nach der Regenschauerdusche bin ich einmal die Hauptstraße auf und ab gelaufen und in einer Burgerbude 2 mal bei Cheeseburger zugeschlagen für 1,8 Euro inklusive einem Tee aus der Glasflasche. Heute gab es auch mal kein Zielbier, sondern frisch gezapften … gepressten Orangensaft am Abend gegenüber dem Hotel in einem Straßenrestaurant mit bequemen Stühlen. Danach ging es ins Schöne aber unruhige Hotel. Immer wieder knallten Türen, im Restaurant hörte man das Stühlerücken und der Aufzug machte immer Dingdong.
Aber ich habe mich trotzdem um 5:40 von meinem Handy wecken lassen und war mit fertig gepacktem Rad pünktlich beim Frühstücksbuffet.
Danach bin ich aus Dumai bei bedecktem Himmel hinaus Richtung Duri geradelt vorbei an vielen schönen Moscheen. In Duri bin ich auf den Asienhighway 23 eingebogen. Auf dieser Strecke war viel Verkehr und es waren enge Straßen nicht so wie die Highway in den Ländern zuvor. Da ich mich ziemlich breit mache, so das der Gegenverkehr keine Chance hat zu überholen, habe ich wohl den ein oder anderen Stau verursacht. Doch einen viel größeren Stau verursachte eine mir entgegenkommende Karfreitagsprozession. Ja neben Moscheen gab es auch viele Kirchen meist katholische.
Ich hatte auch wieder 2 nette Stopps, wo ich sympathische Indonesier kennen lernen durfte, inklusive Fotoshooting. Aber es gab auch eine schlechte, zum ersten Mal wurde ich bei meinem ersten Bier ein wenig abgezockt. Erst sagte man 12.000, dann wollte man 120.000 habe aber nicht alles bezahlt. Vielleicht bin ich aus Versehen in ein Etablissement geraten, denn es waren nur Frauen in der Holzhütte aber leider keine schönen. Man kann ja nicht nur positives erleben, das wäre ja unglaubwürdig. Doch es sind Ausnahmen. Unterwegs bin ich noch an den Quellen des indonesischen Geld vorbeigekommen, Ölförderpumpen.
In Kandis habe ich eine Unterkunft bezogen und bekam ein Zimmer im Hinterhof. Heute vielleicht mal ruhiger. Bin dann Suppe essen und Saft trinken gegangen, danach noch was für aufs Zimmer eingekauft und um kurz nach 20:30 Uhr und habe Dank Ruhe bis 5:20 Uhr durchgeschlafen als dann mein Wecker ging. Ich wollte heute früh starten, so saß ich um 6 Uhr bei Sonnenaufgang im Sattel und bin nach 7 km auf eine kleine Straße durch riesige Palmwälder gefahren. Die Straße führte über kleine und größere Hügel und mein Shirt und meine Hose waren wieder schnell nass geschwitzt. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit. Ich kam auch wieder an Ölpumpen und Öl verarbeitenden Fabriken vorbei. Hatte wieder drei nette Stopps bei freundlichen Leuten, der letzte wieder mit frisch gepresstem Saft. Nun sind es noch 37 km bis Bangkinang meinem heutigen Ziel, aber an einer Kreuzung bin ich in die falsche Richtung abgebogen und habe es erst nach ca. 15 km gemerkt. Also wieder alles zurück und an der Kreuzung waren es dann noch 26 km und meine Kraft schwand, so habe ich nach 4 km gestoppt und nochmal 18 km vor dem Ziel und ich habe 2 Tüten Chips für die Salzzuführung gegessen. Meine Hose war wieder weis von ausgeschwitztem Salz, den die Sonne brennt senkrecht von oben, also kein Schatten.
Nach drei weiteren Durchschnauf Stopps hatte ich endlich Bangkinang erreicht mit vielen großen Moscheen. Auch wenn ich noch so fertig war, im ersten Hotel habe ich nicht eingecheckt, schmuddelig und teuer, das Buissenes Hotel war günstiger und sauber mit Sitztoilette. Auf dem Parkplatz gegenüber am Stadion waren viele Essenstrände, wo ich scharfe Nudeln mit Ei gegessen, habe dazu o-Saft getrunken, doch leider gesellte sich ein unangenehmer Zeitgenosse zu mir, der mich vertrieben hat. Zuerst wollte er mir eine Motorradrunde durch die Stadt andrehen, dann Geld tauschen und zum Schluss bot er noch eine Frau für die Nacht an. So bin ich gegangen, eine kleine runde um den Häuserblock, noch einen Saft getrunken und einen Burger gegessen und noch weitere Ananassäfte auf dem Parkplatz getrunken, am Ende waren es 5 Stück, voll der Vitaminschock. Nachdem ich noch einen Regenschauer abwarten musste, bin ich ab ins Bett.
Am Morgen wurde ich vom Muizzin aus der Moschee aus der Moschee gegenüber geweckt.Ich wusste nicht, was heute auf mich zu kommt, ich wusste nur es in die Berge geht, das merkte ich nach 15 km nach einer Flussüberquerung. Hier fing mal wieder echte Landschaft an, alles grün, nur noch kleine Holzhütten, Flüsse und neben den Autogeräuschen waren auch mal wieder Tiergeräusche zu hören.
Nach einigen Hügeln kam der erste Anstieg, oben habe ich meinen ersten Stopp eingelegt bei 3 kleinen Sprite und einem Pop Mie, der indonesischen Instand Suppe. Der nächste Anstieg führte hinauf oberhalb eines Stausees, der die alte Straße am Fluss entlang verschluckt hatte. Auf einem Bergkamm lagen kleine Restaurants mit hölzernen Aussichtsplattformen mit Blick auf den See und es gab Pop Mie Nummer 2. Ich wollte heute meine Salzzufuhr mal besser steuern als gestern. Denn die Sonne brannte wieder erbärmlich. Nach der Pause führte die Straße wieder hinunter zum See und über eine Brücke erreichte ich die andere Seeseite, wo es wieder einen Anstieg nach dem anderen gab, aber schöne Landschaft, so kamen noch zwei weitere Pop Mie Pausen hinzu. Die letzte lag an einem Zufluss des Stausees, wieder mit Plattform am Fluss und netten Leuten. Die Straße am Fluss war recht flach und so erreichte ich den Pass nach 80 km, der nach Payakumbuh führte. Ich konnte noch 5 km klettern, dann habe ich bei einer Rast an einem verlassenen Verkaufsstand ein leeres Grundstück gesehen und gedacht guter Platz zum Zelten. Ich habe noch eine weile auf dem Marktstand gelegen, bis der Platz im Schatten lag und habe dann hinter einer Aufschüttung mein Zelt aufgeschlagen. Ob ich in der Wärme wohl schlafen kann? Ich habe noch eine Weile ruhig hinter mein Zelt gesessen und dem Spiel der Affen in den Baumwipfeln zugesehen und dann tauchten auf dem kleinen Plateau Büffel auf, ich glaube es waren wilde, den sie wurden von einer Frau mit Steinen den Hang runter gejagt und dabei hat sie auch mein Nachtlager entdeckt, wo ich mit nacktem Oberkörper hinter meinem Zelt saß. Sie signalisierte mir nur, ob ich was zu trinken oder zu Essen brauche. Ich winkte und habe ausser der LKW nichts mehr in der Nacht gehört. Habe gute 6 Stunden durchgeschlafen.
Nach dem Zeltabbau habe ich den Anstieg weiter fortgesetzt und die erste Pause nach 3 km eingelegt, an einer Stelle, wo die ganze Straße mit deutschen Flaggen ausgeschmückt war. Der Grund angeblich war neben an eine Hochzeit eines Deutschen mit einer indonesischen Frau. Nach weiteren 8 km bergauf durch tolle mit Urwald bedeckten Bergen habe ich einen längeren Stopp in einem schönen Restaurant mit Ausblick gemacht. Nebenbei gab es zweimal Pop Mie und Cola. Nun müssten noch 3 km Anstieg bevor stehen.
7 km weiter sitze ich nun bei Pop Mie Nummer drei oberhalb des Harau Canyon, in die die Straße mit einer spektakulären Straßenführung in die Tiefe geht über 3 Brücken nebeneinander im Hintergrund ein 2262 m hoher Berg. Ich genieße den Zeitpunkt mal wieder in vollen Zügen. Nach einer längeren Abfahrt und einem Flachstück durch Reisfelder hatte ich Payakumbuh erreicht und zum meinem Ziel Bukittinggi hatte ich noch einen schweren Anstieg zu bewältigen mit 2 Cola Pausen und dann war ich am Ziel.
Doch ich habe wie ich später gesehen habe im vermeintlich falschen Hotel eingecheckt, anstatt im Grand Kartini Hotel habe ich nur im Kartini Hotel gegenüber eingecheckt, na ja so ist das, wenn man 80 km mit 2 Pässen hinter sich hat.
Nach kurzem Rundgang durch die Stadt mit 2 Orangensäften konnte ich meine Mutter mal wieder sehen dank Skype und meiner Schwester, die bei ihr zu Besuch war. Als ich meinen Plan von Bali nach Helsinki zu fliegen und von dort nach Hause zu radeln erzählte hatte sie ein Lächeln im Gesicht.
Dansch bin ich zu Pizza ins de Kock Cafe, wo es auch lokales Bier mit korrekten Preisen gab. Der anwesende Guide macht auch Touren und ich überlege eine Tour zum Vulkan Merapi zu machen. Ich habe von ihm auch erfahren was es mit den Deutschen Flaggen auf sich hat, von wegen Deutsch-Indonesischer Hochzeit, es ist die lokale Flagge West Sumatras.
Doch heute am Dienstag nach Nasi Goreng zum Frühstück zum Sianok Canyon aufgebrochen. Er ist 15 km lang und 200 m breit. Vom Panoramapark hatte man einen schönen Bick. Von dort bin ich zum Japanies Tunnels, die sich in der Felswand des Canyon befinden. Sie stammen aus dem zweiten Weltkrieg und waren japanisches Hauptquartier bis zur Kapitulation 1945. Von dort bin ich weiter in die Schlucht abgestiegen und über eine Hängebrücke auf die andere Seite. Über die Great Wall of Kota Gadang wieder aufgestiegen und ich hatte den Blick von der anderen Seite auf den Königspalast und in die Schlucht. Nach einer Pause bei tollem Ausblick bin ich zurück in den Ortskern zum Clocktower und über den Markt zum O-Saft eingekehrt und dem Allah de Akbat aus gefühlten 20-30 Moscheen gelauscht. Hier ist Mittagsschlaf nicht möglich. Nach zweimal Spagetti gegessen bin ich im de Kock Cafe zum Tagebuch tippen eingekehrt. Hier gab es ein kleine leckeres Beef-Steak und noch eine Pizza. Und da angeblich alle Guides auf Training sind, so habe ich den Vulkanbesuch vertagt und werde morgen weiter radeln.

Vom 04. April 2018- 07. April 2018 Tag 213 (986) – Tag 216 (989)
Etappe Bukittinggi-Muaralabuh 304 km Rad; 0 km zu Fuß, Gesamtkilometer: 11.857 km

Datum km Schnitt H/KM/h Höhe Ziel
04.04.18 72,84 17,98 51,45 467 Kota Solok
05.04.18 107,58 14,20 48,02 1516 Muaralabuh
06.04.18 53,11 11,80 48,48 1310 Wildcamping
07.04.18 70,78 14,03 44,62 908 Sungai Penhu

Am Morgen des 4 April war ich mal wieder eingesperrt keiner war im Hotel zu finden, so habe ich mir einen Weg durch eine Hintertür, in der ein Schlüssel steckte nach Draußen gesucht. Als ich dann gerade mein Rad fertig gepackt hatte, kam der Chef des Hauses an getrottet.
Danach bin ich zu einem Bergsattel zwischen dem Vulkan Kutotuo 2878 m und dem aktiven Merapi 2891 m über einen 10 km langen und steilen Anstieg im stickigen Verkehr gestartet. Anschließend gab es eine 25 km Abfahrt die durch ganz kurze Gegenanstiege unterbrochen war. Sie führte zum großen Lake Singkarak. Im ersten Ort an der Seeuferstraße war ein großer Straßenmarkt, wo alles angeboten wurde von Kleidung, Schuhe über Gemüse und Gewürze im Besonderen Chili bis hin zu Fleisch und Fisch. Der Verkehrsfluss war durch den Markt noch chaotischer, denn jeder wollte sich irgendwo durch quetschen, genau wie ich auch. Nach dem ich die halbe Strecke am See absolviert hatte machte ich eine Pause an einem Cafe, den es kam Regen auf, so habe ich noch Mie Goreng gegessen und mich Rücklinks auf die Bank gelegt und gewartet bis der Regen vorübergezogen war. Nun konnte man auch die Schönheit der Landschaft wieder bewundern. Es hätte auch ein See in der Schweiz oder Italien sein können.
Am Ende des Sees habe ich am Ufer noch einen O-Saft getrunken, bevor es auf die letzten 16 km über den Trans Sumatra Highway nach Solok ging. Gut Highway entspricht der Straße nicht wirklich eine normale Landstraße. Hier bin ich ins Mami-Hotel eingezogen. Nach einem ersten Rundgang über den großen Markt und durch das Stadtzentrum habe ich Spagetti im Chickenrestaurant gegessen dazu wieder O-Saft. In der Nähe des Hotels habe ich an einer Ecke weitere Säfte getrunken, einfach lecker und mich mit einem lokalen Mädel per Übersetzer unterhalten. Bei der zweiten Runde durch die Stadt bin ich noch am Bahnhof vorbei, wo es noch Schienenverkehr mit 3 alten Wagen zwischen 4 Stationen gibt. Unterwegs hatte ich auch schon eine Bahntrasse, sogar mit Zahnstange gesehen, die aber nicht mehr in Betrieb war. Bin noch mal über den interessanten Markt und zum Absacker Mangosaft zum meinem Stammsaftladen an der Ecke.
Am Morgen bin ich wieder früh losgefahren und nach 7 km begann ein 30 km langer wieder steiler Anstieg nach Alahanpanjang, danach kamen noch fiese kleine Anstiege. An der Strecke waren viele Reisterrassen zusehen, wunderschön. Auch wenn der Anstieg auch noch so hart war, die Landschaft und die netten Begegnungen entschädigen. Manchmal nervt das ständige Hello Sir, Hello Mister und How are You besonders von Erwachsenen die es irgendwie misch rüber bringen und wenn man es erwider meist ein Lachen hinterherschicken und wenn man sie fragt Do you speak english? Kommt meist ein no oder man guckt nur komisch, weil man es nicht verstanden hat. Da ist mir ein schüchternes Winken oder schauen lieber da Grüße ich auch gerne zurück.
Aber nun zurück zur Strecke, nach nach dem ich auch den letzten kurzen aber noch steileren Anstieg aus dem Ort raus geschafft hatte, konnte ich auf den Lake Diatas schauen. Dann fiel die Straße hinab in ein langes tiefes Tal, doch die Straße musste sich natürlich noch zweimal den Hang hoch schlängeln anstatt dem Fluss zu folgen. Doch dann konnte ich ohne erneuten Anstieg bis hinunter nach Muaralabuh radeln und hatte nach 107 km und fast über 1600 Höhenmeter mein Ziel erreicht. Das Hotel ging so, es war nicht das sauberste aber da ich einen Preisnachlass von 300.000 auf 200.000 bekam, bin ich in das deluxe Zimmer mit Warmwasser Dusche eingezogen. Nach kurzer Büroarbeit bei einem Kaffee bin ich gefühlte 2 km über die nasse Straße, denn es hatte inzwischen geregnet, ins Zentrum gelaufen zum Essen und Saft trinken, und noch einen Saft und den letzten. In der Gegenrichtung bin ich noch zum Supermarkt zu Chips, Schokoriegel und Cola eingekehrt. Dann bin ich ins Hotel und musste das Personal was Outdoor am Fernseh sehen war zu Ruhe auffordern.
Dann hatte ich einen guten Schlaf, bis der Muizin mich weckte. Um 7 Minuten vor 6 Uhr saß ich im Sattel und hatte die gleich Entfernung zum ersten Anstieg wie gestern. Nun sitze ich nach 17 km beim ersten Pop Mie in der Sonne und lasse mich trocknen. Es ging noch etwas weiter bergauf und dann konnte ich wieder bergab rollen, vorbei an der ersten staatlichen Teeplantage, weitere liegen um den Vulkan Kerinci herum. Leider war der 3805 m hohe Vulkan Wolken verhangen. Nach 32 km des heutigen Tages ging es gleich in den nächsten Anstieg wieder auf über 900 m. Kurz bevor ich oben war, legte ich meine zweite Mie Pause ein. Na gut ganz oben war ich noch nicht es kamen noch einige fiese steile Rampen doch dann wieder rasend bergab und alle erkämpften Höhenmeter waren wieder dahin. Man wird meist noch nicht mal mit einer Aussicht belohnt, denn der Bewuchs am Straßenrand ist zu dicht. Nach einer Brücke kam der finale Anstieg Hinauf zu Fuß des Vulkans auf über 1500 m. Es war permanent steil, so gab es nochmal eine Nudelpause und nach weiteren 4 km kam, dann eine Zwangspause an einer verlassenen Hütte unter dem Vordach ein schweres Gewitter über eine Stunde lang hat es sich entladen. Langsam kamen die Berge rundum wieder aus den Wolken, doch vor der Hütte steht noch alles unter Wasser, da muss ich noch etwas warten.Als ich gerade starten wollte fing es wieder an zu regnen, so habe ich beschlossen an der Hütte zu Zelten und hoffe, dass die Hütte wirklich verlassen ist. Unter dem Vordach lagen schöne Holzspäne, auf denen ich mein Zelt aufgeschlagen habe. Leider ist es auch von der Straße einsehbar, mal gespannt, wer noch so alles an die Tür klopft oder ob ich in Ruhe gelassen werde. Habe die Zeit genutzt um Tagebuch zu tippen Maniküre zu machen und einfach relaxt. Nun warte ich auf die Dunkelheit hier auf wiederum über 900 m.

Ich habe sehr gut geschlafen und es gab keine Vorkommnisse. Um 6 Uhr nach Zeltabbau bin ich weiter steil bergauf geklettert, bis es noch mal in eine Senke über eine Brücke ging. Heute früh war auch der Kerinci in seiner vollen Pracht zu sehen und mit seiner Rauchsäule signalisierte er, ich bin aktiv. Nach 11 km schwerer Arbeit hatte ich ein Restaurant erreicht und es gab einen heißen Tee mit Pop Mie und einen Besuch der Outdoor Toilette mit Dauerspülung. Denn sie lag gleich an einem Bach, der so umgeleitet war das er die Plumpsklos spülte und ab die Kacke in den Bach. Zwei Kilometer später, zweiter Stopp am Shop bei Chips, Sprite und einer Dose Bintang Beer 0,0, es schmeckt mehr wie eine Sprite als nach Bier.
Danach kamen nur noch kleine steile Rampen sonst flach und langsam hoch. Ich hatte immer wieder einen freien Blick auf den Vulkan mit seiner Rauchsäule. Dann errichte ich wieder Teeplantagen des Staates, es ist ein grüner Ring, der sich um den Vulkan legt. Habe nochmal eine Pause in den Plantagen, natürlich mit Tee, gemacht und dann ging es von 1550 m abwärts bis Sungai Penhu auf immer noch über 900 m gelegen.
Ich habe im zweiten Hotel im Deluxe Zimmer für 22 Euro eingecheckt und die heiße Dusche war es wert. Ich und meine Radklamotten hatten es nötig.
Danach bin ich auf Stadterkundung gegangen natürlich auch wieder über den Markt und anschließend zum Geldautomat und war nun wirklich 3 facher Millionär, den ich habe 3.000.000 Rupiah abgehoben und hier in Indonesien ist es Gebühren frei.
Habe noch Spagetti, Burger und frittierte Bananen mit süßer Milch und Schokostreusel gegessen und bei O-Saft den Abend ausklingen lassen. Inzwischen war wieder ein heftiger Regenschauer der die Straße zu einem Fluss verwandelte und den Müll aus den verstopften Kanälen auf die Straße spülte. Als es einigermaßen trocken war, bin ich noch zu Saft 5 und 6 im Saftladen gegenüber des Hotels eingekehrt. Es lief Everton gegen Liverpool im Fernseher.

Vom 08. April 2018- 13. April 2018 Tag 217 (990) – Tag 222 (995)
Etappe Sungai Penhu-Baturaja 667 km Rad; 5 km zu Fuß, Gesamtkilometer: 12.524 km

Datum km Schnitt H/KM/h Höhe Ziel
08.04.18 84,75 17,62 49,92 911 Wildcamping
09.04.18 138,46 19,58 50,99 872 Sarolangun
10.04.18 132,43 19,44 49,92 647 Labuklinggau
11.04.18 102,77 17,01 48,98 744 Wildcamping
12.04.18 94,36 17,94 45,84 674 Muararenim
13.04.18 114,55 17,08 43,47 866 Butraja

Vor 6 Uhr habe ich das Hotel verlassen und bin leicht bergab zum Lake Kerinci gerollt. Am See war die Nacht schon zum Tag geworden. Schwere Nebelschwaden umfingen die Berge, die Landschaft mit ihren Reisfeldern war traumhaft und es sollte noch romantischer werden. Denn ich bin ins Tal des Merangin Flusses abgebogen, der sich aus dem See ins Tal ergießt. Am Fluss waren Schöpfräder im Einsatz die das Wasser auf die Reisterrassen beförderten. An der sich durchs Tal schlängelnden Straße waren immer wieder kleine Dörfer gelegen, in einem habe ich nach 30 km meine erste Nudel-Sprite Pause gemacht. Es blieb weiter interessant auf der Strecke, an einer Stelle im Junggel auf der anderen Flussseite waren die Bäume voller Flughunde riesige Fledermäuse, die teils faul kopfüber in den Baumwipfel hingen oder über meinem Kopf schwebten.
Bald wurde die Strecke unerwartet wieder zur Bergpiste. Steil ging es über 3 km bergauf, nur mit Slalom fahren zu bewältigen. Oben habe ich wieder die Gelegenheit in einem Aussichtslokal genutzt Nudeln zu essen und einen Kaffee zu trinken und die Aussicht über die grünen Bergkuppen zu genießen. Die Abfahrt hinunter zurück zum Merangin im tiefen Tal war prima den der Asphalt war gut und ich konnte laufen lassen. Der Fluss war mit vielen Stromschnellen gespickt. Immer wieder Dörfchen, wo die Häuser schöne bunte Blumengärten vor der Tür hatten. Weitere Pause am Fluss und es fing an leicht zu Nieseln, da habe ich auf der recht Flachen Strecke Gas gegeben, die kleinen Hügel konnte ich gut im Wiegetritt überwinden. Ich wollte der dunklen Wolke entkommen und die Mofafahrer in Regenkleidung, die mir entgegenkamen, ließen nichts Gutes erhoffen. Doch es blieb trocken bis zu meinem nächsten Stopp an einer Flussschleife mit großen Strudel. Ich aß mal wieder Pop Mie und schaute in meine Offline Map wie weite es noch nach Bangko ist, 61 km, zu viel für heute, so habe ich hier im kleinen Restaurant mit meinem Zeigewörterbuch gefragt, ob ich auf einem der Holzbalkone zelten darf und man sagte ja. Auch wenn es erst ein Uhr sind, habe ich schon 85 km geradelt und so einen trocken Zeltplatz lasse ich mir nicht entgehen. Nach einem weiteren Kaffee habe ich das Zelt auf dem mittleren Balkon aufgebaut und mich eingerichtet, auf der Toilette gewaschen und umgezogen. Kurze Zeit später trafen 3 Autos ein und packen auf dem Nachbarbalkon ihr Essen aus und fingen an zu schmatzen, doch das ganze Spiel dauerte nur 10 Minuten mit der Finalen Müllentsorgung den Hang hinunter. Sie kennen es nicht anders. Habe die freie Zeit noch zum Tippen des Berichts genutzt bei Kaffee auf der Restaurantterrasse über dem Fluss. Als es dann dunkel wurde, oh Schreck, wurde ein super lauter Generator direkt hinter meinem Zelt eingeschaltet und erst um 0:12 Uhr wieder ausgeschaltet, so konnten nur meine Beine Ruhe finden. Nach der Abschaltung habe ich aber doch noch 5 Stunden geschlafen.
In der Morgendämmerung habe ich mein Zelt abgebaut und bin in einen neuen Tag gestartet, zu Beginn gleich wieder 1,5 km bergauf in ein Nachbartal. Es war wieder alles grün mit fast reifem Reis. Bei der Überfahrt ging es wieder durch Junggel und die Affen sprangen vor meinem Rad herum und verschwanden in den Bäumen, als ich mich näherte. In einem kleinen Ort, die sich hier aneinanderreihen habe, ich Frühstückspause mit Nudeln gemacht und nach weiteren 10 km auf und ab einen Stopp mit Schokoriegel und Cola. Die Strecke wurde nicht einfacher, so musste ich nach 47 km noch einen Stopp an einem Shop einlegen mit einer laut gestikulierenden Frau. Sie wollte wohl so ihre Freude über meinen Besuch bekunden oder die Nachbarn sollten es sehen.
Am Himmel waren dunkle Wolken zu sehen, doch ich hoffe es bleibt trocken. Blieb es aber nicht 3 km vor dem Ziel setzte Nieselregen ein und zwang mich zu noch einer Nudel Café Pause. Danach beginnt wieder die schwere Auswahl der Unterkunft.
Und dann ist der Tag mal wieder anders verlaufen als geplant. Die 3 Hotels waren nicht passend, eins war voll, eins nicht schön und eins zu teuer, also was macht der Schreiber, er fährt weiter zu nächsten Unterkunft in 80 km. Es ging über den Trans-Sumatra-Highway der wie gesagt diesen Namen nicht verdient. Ich hatte ihn in dem Ort meiner geplanten Übernachtung in Bangko erreicht. Er verlief über sanfte Hügel, die ich mit guter Geschwindigkeit nehmen konnte. Bei Tageskilometer 111 habe ich noch eine Nudelpause eingelegt und war wieder begehrtes Fotoobjekt.
In Sorolangun habe ich ein gutes Zimmer günstig bekommen mit einer super Dusche. Ich bin danach auf Saftladensuche gegangen, die nicht so einfach war, doch dann habe ich gefragt und gleich neben an war der Saft, Ananas, Zitrone und Orange. Es regnete.
Thema Rauchen in Indonesien, das ist der Wahnsinn, es wird überall und immer geraucht während des Kochens über dem Herd, während des Essens in einer Hand Zigarette in der anderen Löffel oder Gabel oder auf dem Motorroller, dann fährt man langsam und wenn die Zigarette alle ist gibt man wieder Gas. Ich glaube, die Tabakindustrie ist glücklich in Indonesien.
Auch heute war mal wieder alles anders als geplant aber dazu später mehr. Um 5:20 Uhr ging der Wecker und ich hatte gut geschlafen. Zuerst bin ich wie geplant dem Highway 60 km bis Muararupit gefolgt, wo ich auf eine kleine Straße Richtung Pelembang fahren wollte, doch an der Kreuzung fragte ich, ob der Weg richtig sei. Da nickte, der Mann aber meinte, ich solle dem Highway folgen und zeigte in die kleine Straße und machte das Zeichen mit dem Daumen, den er am Hals vorbeiführte und sagte Dangerous. Dort würde viele ohne Arbeit leben und hätten kein Geld. So habe ich auf den Mann gehört, der Highway ist nicht so stark befahren wie befürchtet.
Nun sitze ich schon wieder bei 100 km und Pop Mie und noch 30 km bis zu einer Unterkunft. Unterwegs gab es nicht viel interessantes, ein paar Büffel am Straßenrand sonst das gewohnte sanfte auf und ab. Mal heiße Sonne mal bedeckt.
Dann kam die Belohnung nach fast 140 km strampeln, mir leuchtete ein Bintang Schild in den Augen. Letzte Pause und ein Hotel im Ort wird schon passen. Aber es ist schon lustig das eigentlich Alkohol verboten ist, es aber ein indonesisches Bier gibt. Das erste Bier nach 8 Tagen hat geschmeckt. Habe dann gefragt, ob ich hier zelten darf. Zuvor habe ich gesehen das vor dem Haus eine Stromleitung verläuft und kein Generator zu sehen ist. Der Chef ist dann nochmal 3 Flaschen Bier holen gefahren. So kann ich noch eins vor dem Zeltaufbau trinken 2 danach und noch essen und schlafen. Doch mit der Zeit kamen immer mehr komische Gestalten, so sagte mein Bauchgefühl, pack die 2 Flaschen ein und fahre in die City von Lubuklinggau und such dir ein Hotel. Das habe ich gleich nach 4,5 km gefunden, aber es waren nur noch deluxe Zimmer verfügbar inkl. Kühlschrank, perfekt für meine 2 Flaschen, das wird ein feucht fröhlicher Abend. Bin aber noch kurz zum O-Saft trinken in die Stadt.
Bin wieder in der Morgendämmerung auf dem Trans-Sumatra Highway gestartet und näher mich so immer weiter der nächsten indonesischen Insel Jawa, doch heute ist mein Ziel in 76 km Tebing Tinggi. Mal gespannt, ob ich wirklich schon nach 76 km stoppe. Ich hoffe, es gibt eine gute Unterkunft. Sonst war unterwegs nichts Erzählenswertes auch auf dem weiteren Weg nicht. Aber wie ihr euch sicher denken könnte habe ich in Tebing Tinggi nicht gestoppt. Eine Unterkunft habe ich nicht gefunden und eine war eine Bruchbude, die dritte überfüllt, dafür ist mir das Geld zu schade, jetzt sitze ich fast 30 km weiter an einem Shop in der Ölplantage, Habe hier gefragt, ob ich auf einem Holzpodest mit Dach zelten darf und ich durfte. Bis jetzt sind auch noch keine komischen Gestalten aufgetaucht. Sitze nun bei einem Café und das Zelt steht. Doch dann kamen anstatt komischer Gestalten die Polizei. Spezielles Erlebnis. Passkontrolle, ausfragen, woher, wohin, welche Arbeit … eine Stunde Verhör über Google Übersetzer, Habe noch meine Excel-Listen gezeigt und alles wurde abfotografiert. Ich dachte jeder Zeit sie packen mich ins Auto und bringen mich auf die Polizeistadion. Doch zum Schluss waren es gute Freunde und alles war gut. In der Zwischenzeit hat sich der hyperaktive Chef des Hauses den Polizei Pickup geschnappt, um Besorgungen zu machen und den Roller des Sohnes nachhause zu holen. Am Abend haben wir noch zusammen Bilder von meiner Reise geschaut und ich habe noch ein Mie Goreng gegessen bevor ich mich in mein Zelt verkrochen habe.
Ich habe gut geschlafen und bin nach dem Zeltabbau und der Verabschiedung von der Familie weiter dem sehr hügeligen Trans Sumatra Highway gefolgt. Von Dorf zu Dorf und von Fluss zu Fluss, an einem habe ich meinen ersten Stopp eingelegt bei Kaffee und Nudeln. Ich bin mal gespannt, wann ich diese Pop Mie nicht mehr sehen kann. Auf dem Fluss unterhalb der kleinen Holzhütte Lagen Bambus Flöße auf dem Wasser und auf einem war das Plumsklo installiert mit noch direkterer Spülung als bei dem Klo auf dem Weg zum Kerinci. Auf der recht eintönigen Strecke gab es doch immer wieder was Interessantes zu sehen. Nun sitze ich 10 km hinter Lahat, habe 4 Dosen Sprite weggezogen, Mie Goreng gegessen und wieder viele Bilder mit den Kindern machen müssen. Leider hat man hier mal wieder den Versucht gestartet mir mehr Geld für Essen und Trinken abzunehmen, doch als ich anfing nachzurechnen entschuldigte man sich und gab mir 20.000 Rubiah zurück.
Ab Lahat war der Highway staubig, schwarzer Staub, Kohle? Viele LKW waren hier unterwegs, sie waren genauso schwarz wie meine Arme.
Kurz vor dem Ziel bin ich zu einem Bintang eingekehrt, das es scheinbar nur in verruchten Kaschemmen mit Karaoke gibt. Es war eine verdunkelte Bar, einer war am Singen und ein paar Mädels waren anwesend, die man mir anbot, doch ich lehnte ab und nahm lieber noch ein Bier. Dies habe ich vor der Bude genossen und drinnen liefen dauernd Lieder auf indonesisch, doch die Melodien waren mir alle aus dem Kölner Karneval bekannt wie z.B. Bye bye my love, auf wiedersehn
Habe hier auch nochmal die Karte studiert und schätze 4 Tage bis zur Fähre in Bandar Lampung zu brauchen. Auf Jawa gibt es dann mehr Pausen und Sehenswertes.
Nun war es nicht mehr weit nach Muararenim, doch die Unterkunstsuche war wieder schwer doch mit Happyend, günstig und besonders gut war das heiße Wasser zur Wäsche waschen und duschen. Bei der Unterkunstsuche sollte man geduldig sein. Nach dem Bezug bin ich die Hauptstraße auf und ab gelaufen. Sie komplett mit allen möglichen Essensständen bestückt. Ich habe mich nach den ganzen Nudeln der letzten Tage für Kebab entschieden und nach dem Bier am Nachmittag gab es jetzt wieder Saft bis auf ein Absacker Bier in der innerorts liegenden Karaokebar.
Am Morgen bin ich wieder wie die Tage zuvor dem Highway gefolgt immer wieder kleine Hügel und der Schwarze Dreck auf meinen Armen und Beinen war wirklich Kohle, denn ich bin an einem Kohlekraftwerk mit 4 Blöcken a 65 MW vorbeigekommen. Danach war es auch nicht mehr so staubig.
Ich musste noch einmal von einem Flusstal in ein anderes wechseln und es ging auf fast 400 Meter hoch. Dieses Tal führte mich zu meinem Ziel nach Baturaja. Und den kleinen Orten unterwegs bestanden noch aus den alten massiven Holzhäusern teils mit schönen Erkern. Vor den Häusern hing meist Wäsche zum Trocknen und auch gab es hier wieder Kaffee der vor den Häusern ebenfalls zum Trocknen auslag. Genauso wie ich es schon in Vietnam gesehen hatte. In so einem Ort habe ich 20 km vor dem Ziel nochmal Nudeln gegessen und eine große Flasche Cola geleert.
Dann ging es zügig in die Stadt. Die ersten Hotels habe ich links liegen lassen, mir aber ihren Ort gemerkt, denn ich wollte mir zuerst die Zwei im Stadtzentrum anschauen. Doch es waren Bruchbuden und ich bin erst gar nicht hineingegangen, sondern gleich wieder zurück zum Trans-Sumatra Highway der um die Stadt führt. Dort gab es ein gutes Zimmer, nur ob es am Abend still ist, bezweifle ich, denn es waren viele Gäste im Innenhof um den sich die Zimmer gruppieren.
Nach Bericht online stellen, bin ich zu diversen Saftläden, das Bier in der Karaokebar war mir mit 75.000 Rupiah, umgerechnet 4 Euro, zu teuer, dafür bekomme ich 7 Säfte. Ein Guinness kostete 205.000, also um die 9 Euro.
Morgen schaue ich, dann nach dem Ich mich nochmal mit Mie Goreng gestärkt habe wie weit ich komme, ob ich zelte oder eine Unterkunft finde.


Vom 14. April 2018- 17. April 2018 Tag 223 (996) – Tag 296 (999)
Etappe Baturaja-Fähre nach Jawa 278 km Rad; 6 km zu Fuß, Gesamtkilometer: 12.803 km







Datum km Schnitt H/KM/h Höhe Ziel
14.04.18 125,07 16,54 45,02 1282 Bukit Kemuning
15.04.18 153,88 19,01 43,47 711 Bandar Lampung
17.04.18 103,02 18,11 47,57 867 Cilegon

Ich habe es bis zu einer Unterkunft geschafft am Ortsausgang von Bukit Kemunig, 125 km.
Und ich muss sagen, das der Trans-Sumatra-Highway eine echte Herausforderung ist, super anstrengend das ständige auf und ab. Aber auch das harte Klima, Morgens feuchter Nebel, das sich Tropfen auf mein Arm und Bein Behaarung bilden und meine Brille nass wird, Mittags pralle Sonne mit schätzungsweise bis 40 Grad, spät Nachmittags oder Abend Gewitter Neigung oder Schauer. Ich wüsste mal gerne, was ich so an Flüssigkeit ausschwitze. Heute habe ich 2 Liter Wasser getrunken plus 2-3 kleine Flaschen Sprite oder Cola je Pause und der waren es heute 5. Aber auch das Fahren um die Schlaglöcher ist anstrengend und wenn auf der Gegenseite welche sind, muss man auf den Gegenverkehr achten, der plötzlich vor einem steht, weil er den Löchern ausweichen will. Sonst war die Landschaft wie die Tage zuvor, doch hier am Ziel sind wieder Vulkane zu sehen der Mount Tebak ist mit über 2100 m der höchste der Gegend.
Nachdem ich an der Unterkunft war, die ich im Internet gefunden hatte und sie voll belegt war, es ist Wochenende und da vereisen die Indonesier, bin ich noch 4 km weiter. Hier fand ich ein Zimmer, doch das Bad war nicht das beste, der Abfluss am Waschbecken war verstopft, doch ich habe meine Radklamotten waschen können, die Dusche war kalt, doch ich bin sauber und es hatte ein Hockklo, doch ich hatte Verdauung also alles gut. Schlafen werde ich wohl von selber.
Außer einer Tankstelle, den Indomaret, den es in jeder Stadt gibt und Restaurants mit Saftladen gab es nichts ums Hotel. Doch zum Relaxen reicht es, so habe ich mich von O-Saft über Ananas zu Melone und zurück zu Ananas-Saft gehangelt. Zwischendurch noch Mie Ayam und Mie Goreng gegessen. Auf dem Zimmer gab es noch Chips und Yupi Love Gummy, Art Gummibärchen. Habe noch mit diversen Decken, die im Schrank lagen, die Fenster verdunkelt den die Gardinen haben nicht viel von den Lampen in der Einfahrt abgehalten. Danach habe ich gut geschlafen.
Um 5:30 Uhr war ich wieder auf dem Rad dem rot leuchtenden Himmel entgegen und habe es tatsächlich in einem Rutsch bis Bandar Lampung geschafft. Auf den 153 km war es nicht mehr ganz so hügelig, aber es hatte auch keinen kühlenden Nebel am Morgen so das es mit dem Sonnenaufgang gleich heiß war, dazu staubig und immer stärker werdender Verkehr auf der engen Highway Piste. An einer Baustelle gab es einen riesigen Stau und ich habe wieder alle Autos und LKW überholt, die sich zuvor mühsam an mir vorbeigekämpft hatten, da ich mich ja immer sehr breit mache und die Autos bei Gegenverkehr keine Chance haben mich zu überholen. In Lampung bin ich zu dem Hotel was ich bei booking.com gesehen hatte und war froh, das ich es nicht gebucht hatte, es sah schäbig aus. So habe ich mich die 100 Höhenmeter wieder in die modernere Oberstadt zurückgekämpft was schwer war nach den 153 km. Es hat sich gelohnt. Ich habe im Astoria Hotel eingecheckt. Es war günstiger und es war ein Top Zimmer nichts auszusetzen. Bin trotz schwerer Beine noch eine Runde gelaufen zu Saft trinken, Kebab Essen und dann ab in die Karaoke Bar zum wohl verdienten Zielbier für 2,5 Euro den halben Liter, immer noch günstiger als zu Hause.
In der Karaoke Bar war voll der Antrag heute am Sonntag, die Belegung der Kabinen wechselte ständig und es wurde aus voller Brust gesungen nicht schön aber laut und wenn sich eine Kabinentür öffnete, war es noch lauter, unglaublich. Ich glaube, da habe ich heute mit meiner Musik auf den Ohren besser die Lieder von Brings auf der Straße gesungen, ok wenn es bergauf ging, kam nur noch der Refrain. Morgen, nach 12 Tagen und 1250 km ohne Ruhetag, werde ich einen solchen machen und dann die letzte Etappe auf Sumatra absolvieren zur Autofähre nach Jawa.
Nach einem dritten Bier gab es sogar ein T-Shirt gratis hier in der Karaoke Bar, ob es Morgen nochmal eins gibt? Anschließend bin ich noch zu Pizza Hut und es gab mal richtige Nudeln, Fusilli mit Fleischsoße und das überbacken. Lecker.
Am Morgen ging es mit Essen weiter, großes Buffet, Nasi Goreng, Mie Goreng, verschiedene Suppen Aber auch Toast mit Marmelade und Obst. Danach bin ich mit dickem Bauch zurück aufs Zimmer und habe weiter auf dem Bett bei Homepage bearbeiten und surfen ausgeruht. Das tut mal richtig gut. Habe nun nach meiner Planung wo ich bereits 11 Ruhetage eingeplant habe noch zusätzlich 8 freie Tage für Jawa und Bali zur Verfügung bis meine 60 Tage abgelaufen sind.
Anschließend habe ich noch eine Runde durch die Stadt gedreht zu MC Donalds, neue Headset gekauft, doch damit war mein Problem das mein Mikro bei Skype nicht funktioniert nicht behoben. Bin noch durch die Marktgassen gelaufen und im Hotel nochmal die gute Dusche genossen. Zum Essen bin ich zu einem Kebabstand, zum Bierchen in die Karaoke Bar wo es tatsächlich nochmal ein T-Shirt gab. Die können froh sein das ich morgen weiter fahre. Anschliesend war auch was im Pizza Hut los. Nachdem ich nochmal die Fussili wie am Vortag gegessen hatte, habe ich nochmal ein Menü bestellt mit Bruchetta, Beef Spagetti und Orangensaft, zusammen alles für 5,50 Euro.
Nach dem ich am Morgen die grobe Route durch Skandinavien geplant hatte, habe ich in der Karaoke Bar, diesmal saß ich sogar in solch einer Kabine, da der einzige Tisch im Foyer besetzt war, die Planung für Java verfeinert.
Am Morgen nach dem Frühstück bin ich die letzten 88 km auf Sumatra geradelt. Ich dachte eigentlich, es geht flach, doch falsch gedacht, nur die ersten 20 km, dann kam der erste von 2 dicken Anstiegen, die auf über 200 m hoch führten. Von hier oben habe ich ab und an das Wasser gesehen. Dies war für mich ein seltener Anblick auf Sumatra. Da bist du auf einer Insel und sieht kein Meer.
Nun sitze ich auf der Hochsee Fähre, kleine Inseln ziehen an mir vorbei und in der Ferne ist Java zu sehen. Leider hat nun Nieselregen eingesetzt und so musste ich von meinem Logenplatz am Bug nach Backbord wechseln. Doch kurz später war es wieder trocken und ich konnte zurück zum Bug des Schiffes. Es gab sogar eine Moschee an Bord, ich frage mich da nur wie sie das mit der Ausrichtung nach Mekka beim Beten machen, den das Schiff fährt ja Kurven. Außer der Moschee gab es natürlich auch Karaoke an Board. Es war vom Wasser eine ruhige Fahrt.

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