Berichte Kudle Beach - Aurangabad
Vom 08. April 2019 – 18. April 2019; 11 Tage; 672 km; 4.107 Höhenmeter
Gesamt Teil 5: 38 Tage; 1.833 km; Höhenmeter: 13.365 m; Gesamte Traumradreise 2014-2019: 59.665 km
Autor: Michael Schreiber

#Vom 08.April 2019 - 15.April 2019 Tag 28 - Tag 35
#Vom 16.April 2019 - 18.April 2019 Tag 36 - Tag 38


Vom 08.April 2019 - 15.April 2019 Tag 28 - Tag 35
Etappe Kudle Beach-Hospet(Hampi) 535 km

So war es, um 6 Uhr war ich in der Kühle der Dämmerung auf dem Weg nach 4 schönen Tagen in Gokarn. In der Früh waren schon die ersten Pilger auf dem Weg zu den Heiligen Stätten. Für mich ging es hinaus aus Gokarn zu einer 8 km entfernten Fähre, diesmal etwas größer als die letzte, sie war auch für Autos geeignet. Nach der Überfahrt ging es über die Nebenstraße zum immer noch im Ausbau befindlichen National Highway 17 (66).
Auch wenn es eine Hauptverbindung nach Mumbai ist, war der Verkehr angenehm. Ich hatte einige Hügel zu bewältigen, auch um einen Marinestützpunkt. Nach einigen Erfrischungsstopps hatte ich Palolem Beach erreicht, was sich durch weißhäutige Motorrollerfahrer ankündigte. Der Strand ist einer der Goastrände. Die Hauptstraße war mit Klamotten und Souvenirständen zugepflastert. Doch ich war mehr Blickfang für die Touristen mit meinem Rad. Dauernd kam ein Motorroller auf mich zu und wollte mir eine Unterkunft andrehen, doch ich suchte nur mein obligatorisches Zielbier, welches ich in der netten Fishermans Bar fand und es war nach 94 km verdient. Der Besitzer kennt auch eine Unterkunft. Ich bin nachher mal gespannt.
Doch das war nix, keiner kam mich abholen, so bin ich in die nächste Unterkunft an der kleinen Hauptstraße für 1000 Rupie mit AC und guter Dusche eingekehrt. Hier konnte ich auch neues Bargeld tanken.
Nun sitze ich am Strand, wo sich eine Bar an die nächste reiht. Traumhafter Strand und ich überlege noch eine Nacht zu bleiben. Viele räkeln sich auf den Liegen in der Sonne. Zum Essen gab es Penne Cabonara und Naan. Ich bin noch eine Bar weiter und habe bei Kandellight und einem Bier beschloss, das es morgen doch weiter geht.
Um 5:45 saß ich im Dunkeln bereits auf dem Rad, so habe ich den ersten Berg mit 150 Metern Höhe in der Dämmerung bezwungen und ich war trotzdem geschwitzt, denn am Morgen ist mehr Feuchtigkeit in der Luft. Nach 37 km hatte ich Margao erreicht. Diese Stadt habe ich mal wieder nur durchquert. Hier war noch das Flair der Kolonialzeit zu sehen, wie es auch in meinem Zielort Panaji sein soll. Bis dahin hatte ich gerade mal die Hälfte der Strecke geschafft und war nach den ersten Anstiegen schon etwas müde. Zudem waren nach Panaji noch 2 Anstiege zu bewältigen und die wieder in der knallen Sonne. Oben gabs nochmal Zucker in Form von Cola. Nun nur noch runter und Unterkunft suchen. Dies war wieder nicht so einfach, die günstige war ohne AC und nicht gerade einladend. In den noblen Absteigen in den alten renovierten Kolonialgebäuden gabs die Zimmer nicht unter 50 Euro, so habe ich mal wieder in einem Hotel nach Preisverhandlung teurer übernachtet, als ich wollte dafür alles tipptopp. Nach dem Duschen war es so bereits 12:30 Uhr aber noch genug Zeit zum Erkunden von Panaji. Am Fluss lagen dutzende Casino Schiffe, die mit kleinen Zubringerboten zu erreichen waren. Die Altstadt war recht nett, durch die renovierten und nicht renovierten Bauten im Kolonialstiel. Das machte den besonderen Flair aus. In der Ashok Bar bin ich zum Zielbier eingekehrt. Danach startete der große Ortsrundgang. Zuerst führte mich der Weg über eine steile bunte Treppe den Berg hinauf und ich hatte einen Blick über die Dächer Panajis hinunter und ich war an der Promenade mit dem Blich auf die Casinoschiffe. Zum Essen bin ich im relativ teuren Subway, aber mal was anderes und es war lecker. Anschließend habe ich die strahlend weiße Kirche, die über eine große Freitreppe zu erreichen war, besucht. Nach so vielen km zu Fuß habe ich in einer Bar wo man draußen sitzen konnte die Füße hochgelegt. Es wurde ein schöner kölscher Abend mit Brings. Die Kellner hatten genauso Spaß wie einige Briten. Auf dem Rückweg war die Kirche offen, doch ich durfte nicht mit kurzer Hose hinein. Doch ich habe mich auf die letzte Bank neben dem Weihwasserbecken hineingeschmuggelt, während gerade das Evangelium vorgelesen wurde. Ich konnte aber nichts verstehen. Konnte mich aber für die bis jetzt Unfall freie Reise bedanken. Dann gings ins Bett.
Am Morgen bin ich mal wieder in der Dunkelheit gestartet und so bin ich immer derjenige der das Personal der Unterkunft weckt. Entlang des Flusses kam ich nach 8 km nach Old Goa und es wurde gerade hell. Am Unesco Welterbe, einem Kirchenkomplex wurden schon die erste russische Reisegruppe ausgeschüttet. Ich wurde von einem Ordner gebeten mein Fahrrad an das alte Kirchengebäude zu lehnen. Ich habe die Kirche auch ohne den Dresscode zu beachten betreten denn die russische Gruppe war auch in kurzen Hosen unterwegs. Der Altar war vergoldet und strahlte. Auf der gegenüberliegenden Seite der Straße standen 2 weitere Kirchen die ich mir, aber nicht angeschaut habe. Ich hatte ja noch ein strammes Programm vor mir namens Westgaths. Doch das der Tag so schwer werden würde hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht geahnt. Die ersten knackigen Anstieg lagen noch vor dem Hauptanstieg. Über eine lange Stahlfachwerkbrücke habe ich den immer noch breiten Fluss überquert und vorbei an einem dampfenden Industriekomplex musste ich mich nun für die Route über die Berge entscheiden. Habe mich für die kleine Straße auf meiner Karte entschieden. Der Weg folgte einem kleinen Fluss mit jungelartigem Bewuchs. Am letzten Ort in Keri habe ich nochmal Flüssigkeit getankt. Nach einem Checkpoint, wo ich durchgewunken wurde, begann der Ansieg und es wurde steiler und es ging permanent hoch auf 750 m und ich war in Panaji auf 2 m gestartet. Zuerst schraubte ich mich zu einem Stausee hinauf, doch kurz später lag es bereits unter mir. Ausblicke gab es nicht viele. Im Tal konnte ich kleine Dörfer entdecken der Rest war mit Bäumen und Palmen bedeckt. So war es später schön, als die Straße über die Höhe führte und ich schauen konnte, doch zum Fotografieren war zu viel Gestrüpp am Wegesrand. Der Weg kletterte immer noch weiter hinauf doch dann erreichte ich Chola. Hier gab es mini Restaurants, wo die lokalen Busse Rast machten. Für mich jetzt genau das Richtige, kalte Getränke. Nach Sprit, Cola Sprite bin ich weiter gefahren nach Jamboti, wo ich auf eine Unterkunft hoffte, doch Fehlanzeige. So gab es nochmal Getränke und Wasser für alle Fälle. Nach 20 etwas leichteren Kilometern erreichte ich am NH Khauapur. Es folgten allerdings noch Senken durch Flusstäler und die waren so steil, dass ich schieben musste, meine Kraft war am Ende. Ich bekam nun beim Schieben das Gewicht meines Rades zu spüren. Da fragt man sich brauch man das wirklich alles. Ja bestimmt irgendwann. Meine Gedanken waren schon beim Zeltaufbau, doch ich habe es bis Khauapur geschafft, wo meine Hoffnung einer Unterkunft erfüllt wurde. Und so hatte ich nach 104 km durch Outback Indiens mein Ziel erreicht und ich war froh wieder soviel gesehen zu haben. Nach der Dusche gings gleich zum Zielbier in den Keller und mit einem kleinen Walk zum Essen. Entspannen. Die Nudeln waren wieder scharf und dies merkte ich auch am Morgen wieder an der Verdauung. Scharf reinigt den Darm. Um 10 nach 6 war ich wieder auf und hatte noch 30 km Nebenstraße vor mir. Sie war so schmal, dass ich geradenoch auf dem Asphalt bleiben konnte, wenn ein LKW entgegenkam. Neben der Straße gab es viele offene Hühnerställe doch, als Freilandhaltung konnte man das nicht bezeichnen.
Bereits um 8 Uhr hatte ich den Highway erreicht, der mich nach Hubli führen sollte. Er war bis jetzt der breiteste mit jeweils 3 Spuren in jede Richtung plus Randstreifen und er war fertig. Es gibt keine Überholregeln oder Rechtsfahrgebot. Mal ein langsamer Traktor auf der Mittelspur an dem gleichzeitig links und rechts ein LKW vorbeirauscht.
Ab 9 Uhr steigt die Temperatur rapide an und so habe und so habe ich in Kitur meinen ersten Trinkstopp nach 40 km eingelegt. Aber es gibt nicht an jedem Laden kalte Getränke so musste ich nochmal 2 Läden weiter für meine kalte Sprite zu bekommen. Es folgten weitere 30 heiße Highway Kilometer bis Dharwad. Es waren aber nur sanfte Hügel zu bewältigen. In Dharwad habe ich die Schnellstraße auf eine nicht viel kleinere verlassen. Hier gab es in der Mitte sogar eine eigene abgetrennte Busspur mit Haltestellen wie man sie bei und von der Straßenbahn her kennt. Diese führte bis nach Hubli. Es ging ganz leicht bergab über die letzten 15 km. So erreichte ich die bis jetzt hektischste Stadt meiner Reise. Was für ein Chaos und ich mitten drin, schade das ich meine Helmkamera nicht anhatte. Ich wollte nur zu einem Hotel was ich erblickt hatte und musste einen U-Turn machen. Hier machte das ständige Hupen noch weniger Sinn denn es stand alles, nur ich schlängelte und quetschte mich zwischen Tuktuks und Busse, die gerade aus dem Busbahnhof kamen, und den Motorrollern bis zu Hotel durch. Dieses sagte mir gleich zu. Heute gab es mal wieder eine Rasur und eine gute Dusche und noch eine Stunde auf dem Bett gelegen und mal Daten gesichert. Ich bin dann aus Minirundgang durch die Mega Metropole. Kaum zu glauben was los war. Zufuß war das Durchkommen noch schwerer. Ich kann es nicht beschreiben. Auf einer durch Tuktuks und Motorrollern verstopften Kreuzung gab keiner auch nur einen Millimeter Platz dafür immer nur einen Millimeter vor, bis die Kreuzung überquert war. So eine rechts vor links Regelung ist schon was Feines. Nachdem ich mich in dem Stadtgewirr verloren hatte, war ich froh mein Garmin dabei zu haben, welches mich wieder Richtung Hotel führte. Auf dem Weg habe ich mal eine nette recht offene Bar gefunden, wo ich in der hintersten Ecke meine Beine hochlegen konnte und die Optionen für Morgen durchspielen konnte. Entweder bis Gadag oder 118 km bis kurz vor Hospet. Mal schauen wie es Morgen läuft. Ich hatte mal wieder viele Kontakte doch viele konnten hier nur Hindi. Das Englisch ist hier nicht mehr so ausgeprägt. Ich habe Chickenkebab no spicy und Naan bestellt und es war wirklich mal nicht scharf und dafür lecker. Trotz der Knochen, die habe ich unter den Tisch einer der Katzen gegeben denn die Andere hatte schon eine Maus im Mund. Dann saß ich beim letzten Bier mit Snack und es gab den ersten Regen mit Gewitter. Was für ein Erlebnis. So reine Luft danach. Bin auf Zimmer um mit meiner Schwester zu skypen.

Am Morgen bin ich noch eine viertel Stunde früher aufgestanden und konnte mal wieder gut Verdauen. Ich glaube, mein Körper hat sich endlich umgestellt. Der heutige Weg war recht langweilig. Da ich jetzt auf einem anderen Highway unterwegs war, war er wieder mit Baustellen behaftet. Ich glaube, es sind alle Straßen in Indien im Ausbau. Bedrohlich kommt dann jeden Morgen der rote Planet empor und heute hatte der Highway null Schatten. Im ersten Ort nach 35 km bin ich vom Highway abgebogen, um durch den kleinen Ort zu radeln. Sogar hier war die Dorfstraße im Neubau. Die Straße war voller Schweine, Ziegen und Kühen, Frauen in Saris reinigten gerade ihre Hütten und streuten danach wieder frische Hinduistische Symbole vor die Tür. Im Ort stand einer der alten Steintempel die aus der Hampi Zeit stammen. Nach Vorbeifahrt habe ich an einem kleinen Shop Sprite getankt und kurz später hatte sich gefühlt das halbe Dorf um mich versammelt. Als ich weiter fuhr, winkten sie mir alle hinterher und ich bin zurück auf den Highway. Noch 25 km bis Gadag, wo ich heute mal wirklich nach 60 km Schluß mache. Ich hatte das Ziel um 10:30 erreicht. Doch bei der Hotelsuche bin ich noch 5 km durch die Stadt geradelt und dabei einen weiteren alten Tempel entdeckt. Ich war schon froh, dass die Stadt etwas ruhiger war als Hubli. Meine Lodge habe ich etwas außerhalb des Zentrums gefunden und bezogen. Nicht mit perfekter Dusche es war nur mit dem bereitstehenden Behälter möglich, mit dem ich Wasser über mich schütten konnte. Doch für eine Nacht ok. Nach kurzer Rast bin ich mal wieder auf Erlebnistour ins Stadtzentrum aufgebrochen und habe gleich einen weiteren Tempel gefunden, der ebenfalls sehr alt war und im hinteren Bereich einen Pool hatte in das Jugendliche planschten. Habe dann mein Zielbier in Empfang genommen und ich habe meine Tour fortgesetzt und bin in der wuseligen Stadt wieder auf den Markt getroffen und ich wieder zum Bilder machen aufgefordert wurde. Einfach herrlich hier rum zu spazieren. Entspannend. Nach Nudeln von einem umgebauten Tuktuk bin ich zum Berichtschreiben und Absacker in eine andere Bar, wo ich jemanden traf, der mich mit meinem Rad auf dem Highway gesehen hat. Und wenn du in der Bar erzählst das du bereits 1600 km durch Indien hinter dir hast sind alle relaxt und keiner bettelt mehr. In der Unterkunft bin ich noch zu total leckerem Chicken Curry eingekehrt. Nun kann ich gut gestärkt nach Hampi aufbrechem.
Geschlafen habe ich gut und mit 5:30 einen neuen Frühstart hingelegt. Ich hatte mir das Minimalziel Kopla mit 63 km gesteckt. Zuerst habe wieder nichts wegen der Dunkelheit gesehen dazu kommt noch das alle mit aufgeblendetem Licht fahren, abblenden gibt es nicht. Doch um 6 Uhr wurde es heller und aus dem Dunst stieg wieder dieses Monster von Sonne auf. Erst immer recht schön doch kurz vor Hospet zeigte mein Thermometer 45 Grad. Bestes Radler Wetter. Ja ich hatte mein Minimalziel zum Maximalziel gemacht. Der Highway, der immer noch im Ausbau war führte durch nun zu dieser Zeit karges Bauernland. Mal auf neuer Betonpiste, mal auf dem alten Asphalt mit Schlaglöchern und mal um Brückenneubauten über Offroadpiste. Im Minimalziel war ich bereits um 10 Uhr und ich hatte heute zum ersten Mal heftigen Gegenwind und ich dachte ich bin in Partagonien mit dem Unterschied, das der Wind wohl aus einem Heissluftföhn kam. Teilweise fiel die Reisegeschwindigkeit unter 10 km/h, obwohl es flach war. Die Sonne brannte auf meine Haut, auch mein offenes Radlershirt versprach keine Kühlung. Ich war nur froh meinen Helm zu tragen, der einmal den Schweiß zurück hielt und mich vor der Sonne schützte. Meine Unterarme haben schon indische Hautfarbe. 12 km vor Hospet habe ich nochmal 4 x 200 ml Fläschchen Cola neben dem nun gebührenpflichtigen Highway geleert. Habe dann nochmal einen mit wenig Wasser befüllten Fluss überquert und war in Hospet. Gleich das erste Zimmer passte preislich und von der Ausstattung, 1000 Rupie. So überlege ich von hier meine Hampibesichtigung zu starten, auch wenn Hospet an sich nicht viel zu bieten hat. Doch die Unterkünfte in Hampi sollen nicht den Standard von Hospet haben. Ein weiterer Grund hier zu bleiben. Nach großem Rundgang sitze ich nun bei Kingfisher und Mix Vegetable Pakoda. Sehr lecker und Magen füllend und nicht scharf, Kartoffelgeschmack. So denke ich hier zu bleiben und mich morgen früh von einem Tuktuk zum Hampi Basar schufieren zu lassen. Dort zu Frühstücken und dann auf eigene Faust auf Besichtigungstour zu gehen. Am Abend hatte ich noch netten Kontakt mit dem Barpersonal. Nun regenerieren ich in meinem Bett und habe keinen Wecker gestellt, den habe ich in mir und so war ich um 5:30 wach und habe mir den Luxus gegönnt mich noch mal rum zu drehen, den es ging ja heute nicht mit dem Rad weiter. Den ich bin dem Beschluss vom Vorabend treu geblieben und um 2 weitere Nächte verlängert. Nachdem ich ein Tuktuk für 200 Rupie gefunden hatte, ging es knatternd die 14 km zur alten Königsstadt, die am Fluss Tungabhadra gelegen ist und sich mit dem Virupaksha Tempel und der heiligen Furt Neu Hampi nennt, daran anschießend im Osten der Tempelbereich alt Hampis und südlich das königliche Zentrum. Die ältesten Bereichen sind ca. aus dem 5. Jh. Mein Tuktuk setzte mich in einer der wenigen von kleinen Häusern gesäumten Gasse Hampis ab. Homestay die wirklich nicht meiner Unterkunft gleichten doch der Preis war nicht viel günstiger. Im zweiten Stock war meist ein kleines Restaurant. Also hatte ich zum relaxen die richtige Entscheidung getroffen in Hospet Quartier zu beziehen. Auch meine geplante Weiterreise über die Fähre wäre gescheitert, den es war nur ein normales Boot.
Doch die Landschaft war sehr beeindruckend, es waren wieder diese Felsen aus riesigen Kieselsteinen bestehend doch es sollte noch alles getoppt werden. Zuerst besuchte ich den Virupaksha Tempel vor dem 2 große Tempelwagen standen. Ich bin durch den Seiteneingang, durch den gerade auch ein Elefant geführt wurde. Ich habe auch das Besondere des Tempels in der hintersten Ecke gefunden. Da fragt man sich wie dies vor so langer Zeit gebaut wurde. Es gab ein kleines Loch in der Tempel Wand durch das Licht hindurch fiel und auf einer Wand den Schatten des mächtigen Haupteingangs projizierte, doch was dabei unglaublich war es stand auf dem Kopf. Unerklärlich, faszinierend. Danach bin ich auf den Hamakuti Hill, der glatt geschliffen war und mit kleinen Tempeln übersät war. Auch hier gab es bizzar aufeinander gestapelte Steine. Der Blick über das Land war ebenso imposant mit den Palmen und Felsformationen. Auf der anderen Seite des Hügels ich meinem Navi zum Matanga Hill gefolgt, auf den ein abenteuerlicher Pfad führte, doch es sollte noch besser werden denn bald hörte der Pfad vor einem Fels auf. Doch ich fand einen Schlupf in den Berg hinein, der auch aus den unglaublich großen Steinen bestand. Doch dann umfing mich Dunkelheit. Sollte ich weiter gehen? Ich bin es und ich bin unter dem Berge. Ab und an schien mal durch Ritzen die Sonne hindurch. Ich konnte mich nur noch durch Fühlen vorwärts bewegen und ab und an gab es eine Sackgasse, so habe ich mir scharf gemerkt, wo ich herkam. Gefühlt war ich eine Ewigkeit im Berg gefangen, doch dann war ich tatsächlich auf der anderen Seite wieder raus und war auf der Treppe, die ganz nach oben führte. Ich glaube den Weg geht kein Tourist, geschweige sonst wer. Doch für mich ein echtes Highlight in Hampi. Ich war nicht nur auf, sondern auch im Matanga Hill. Es wurde auf dem Berg bzw. auf dem Tempeldach mit dem atemberaubenden 360 Grad Blick belohnt. Hier wurden die Ausmaße von Hampi erst Sichtbar. Mal wieder ein Weltkulturerbe was es verdient hat. Ich bin fasziniert. Hinunter ging es nun zum Achuta Raya Tempel mit dem langen Sule Bazar der von Säulengängen bis zum Fluss gesäumt war. Nun ging es 2 km vorbei an kleineren Tempel durch die Hitze zum Vitthala Swami Tempel, der 600 Rupie Eintritt kostete, andere Sachen eingeschlossen wie ein Museum und ein Palastbereich den ich später noch besuchen sollte. Im Vitthala Swami Tempel, war das Wahrzeichen Hampis zu bestaunen. Der steinerne Tempelwagen. Ihn mit eigenen Augen zu sehen war toll. Kaum zu glauben was die Menschheit vor so vielen Jahren geschaffen hat. Von hier bin ich die 3 km zurück zum Backpackerdorf Hampi gelaufen, wo es zu Mittag Spagetti Tuna gab. Relaxen, Navi neu eingestellt zum königlichen Zentrum, nach 2 km bin ich über eine Mauer ab ins freie Gelände abgebogen, neues Abenteuer durch Stachelbüsche zur Audienzhalle des Königs die aber nur noch als Mauerreste zu sehen war. Doch auch hier waren die Ausmaße gigantisch. Die Mauern erinnerten an die Mauern in Cusco Peru. Perfekt ineinander eingepasste. Ich bin weiter zum Zenana und Lotus Mahal, wo ich mein Ticket wieder nutzen konnte. Die Dimensionen waren unbeschreiblich. Zuviel. So habe ich mir ein Tuktuk verschafft der erste wollte 1000 Rupie, als ich gegangen bin nur noch 600. Ich wollte 250 und habe mit einem anderen 300 ausgemacht. Der fuhr mich in den nächsten Ort, wo ich ins Tuktuk seines Bruders umgestiegen bin und ich war um 14 Uhr zurück. Hampi in 5 Stunden, Abends wollte man es mir im Restaurant nicht glauben und ich musste meine Bilder zeigen, ob ich alles gesehen haben. Nach der Bilderschau nickte man und gratulierte mir. Im Hotel konnte ich nicht ruhen den im Zimmer neben mir war der Aufenthaltsraum des Hotelpersonals und es war über laut. So habe ich geduscht mit Mama und Schwester geskypt und bin ab zum Abendessen. Am nächsten Tag habe ich mir die Finger wund getippt. Morgens und nochmal Nachmittags, doch jetzt habe ich es geschafft und brauche nicht noch einen Tag zu verlängern. Morgen geht’s also weiter zur nächsten Königsstadt Badami, 2Tage von hier.

Vom 16.April 2019 - 18.April 2019 Tag 36 - Tag 38
Etappe Hospet-Badami 136 km

Bericht folgt!


 

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