Dritter Tag: Durbuy-Boncelles (60 km)

 

Madame hat für 8 Uhr zum Frühstück gebeten. Wir sind pünktlich und hungrig dort, aber es dauert etwas. Ich glaube, Madame hat gestern noch länger getagt; etwas müde und in Schlafklamotten geht sie zum Bäcker gegenüber, serviert dann Kaffee und erst später alles weitere.

Krönung der Tafel ist (wie schon vor 2 Jahren) ein herrlicher Omelett-Teller, den wir uns mit knackigen Brötchen, Schinken und Käse schmecken lassen. Der Kaffee ist ausgezeichnet; wir starten gut gerüstet in den Tag. Nun noch bezahlen.

Um 9 Uhr sind wir am Fluss und genießen von der ersten Minute an die herrliche Flusslandschaft. Nach 12 km kommen wir an eben dem Campingplatz vorbei, den wir gestern verpasst haben. Die Sonne scheint, ein weiterer Kaffee wird bestellt und weils so schon ist, auch ein erstes Bier.

Weiter ohne Wind bei idealem Wetter an der Ourthe entlang; heute ist Genussradeln angesagt und einige Pausen werden unterwegs eingelegt. In Esneux will ich eine dieser Pausen zum Tagebuchschreiben nutzen und finde das verdammte Ding nicht. Da fällt mir ein: heute morgen musste ich bei der Hotel-Abrechnung die gestern angelegte Verzehrtabell zu Rate ziehen. Dann habe ich das Buch wahrscheinlich dort liegen lassen.

Kann ich also alles noch mal aus dem Kopf nachdichten ...

Nächster Halt ist Tilff. Auf einer schönen Terrasse direkt am Fluss sitzen wir und lassen den Tag nochmal Revue passieren.

Wir habens fast geschafft; unser Hotel liegt knapp 4 km weiter, aber oberhalb der Stadt.

Diese 4 km haben es aber in sich und ober erwartet uns: ein Autobahn-Zubringer mit rasendem Verkehr, mehrere Riesen-Supermärkte, Gewerbehöfe, Spielhallen, Pizza-Hut, China- und Italo-Fressbuden, Tankstellen und unser Ibis-Hotel. Im Vergleich zu gestern ist das ein Kultur-Schock.

Eine Fahrrad-Garage gibt’s bei Ibis nicht, dafür dürfen wir die Räder mit aufs Zimmer nehmen.

Wir entscheiden uns, einen der beiden Chinesen auszuprobieren. Die gewoht großen Portionen gibt es hier nicht; wir werden aber satt und verziehen uns rasch wieder ins Hotel-Foyer, wo der Repeptionist bereits die Fußball-Übertragung vorbereitet hat. Heute wollen wir die Bayern zum CL-Titel begleiten. Alles ist bereitet, nur die Bayern spielen nicht mit und vergeigen ihren Auftritt.

Das soll uns die Laune aber nicht verderben, Hauptsache, wir hatten einen wunderschönen tag.

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