Berichte Deutschland
Vom 22 August 2018 bis 09.September 2018
19 Tage; 934 km; 6.222 Höhenmeter
Gesamt Teil 4: 371 Tage; 21.472 km; ca. 149.979 Höhenmeter; Gesamte Traumradreise 2014-2018: 57.773 km

Autor: Michael Schreiber
#Vom 22. August 2018- 27. August 2018 Tag 365 (1137) – Tag 370 (1142)

#Vom 28. August 2018- 03. September 2018 Tag 371 (1143) – Tag 377 (1149)
#Vom 04. September - 09.September 2018 Tag 378 (1150) – Tag 383 (1155)


Vom 22. August 2018- 27. August 2018 Tag 365 (1137) – Tag 370 (1142)
Grenze Deutschland-Hamburg 214 km Rad; 3 km zu Fuß, Gesamtkilometer: 20.751 km

Datum km Schnitt H/KM/h Höhe Ziel
22.08.18 115,36 15,82 41,55 742 Eckernförde
23.08.18 98,45 17,07 33,66 420 Bad Bramstedt
24.08.18 47,45 14,97 31,05 244 Hamburg

Nach 353 Tagen war ich zurück. Es war komisch im ersten Café am Strand am Rande von Flensburg konnte ich plötzlich wieder alles lesen, wieder auf Deutsch bestellen und das Lästern und das Schimpfen über den Job am Nachbartisch wieder verstehen. In der Touristen Information in Flensburg City war ich noch auf Englisch gepolt. Ich kommunizierte weiter auf Englisch und bekam meinen Plan des Ochsenradwegs. Danach merkte ich, das ich ja in Deutschland bin und ich Sprach deutsch, wir mussten beide lachen und ich erzählte, dass ich 1 Jahr nicht in Deutschland war. Danach ging es um 11 Uhr zu einem Flensburger Pils ins Gosch Sylt. Hier war das Bier fast so teuer wie in Skandinavien, na ja nur fast 3,90 zu 7,20 Euro. Aber ohne einen Schluck Flensburger in dieser Stadt geht es nicht weiter.
Bin dann über den Ochsenradweg, der gleich hier startete aus der Stadt hinaus geradelt und habe ihn auch bald schon verloren. Ich bin wohl zu schnell. Doch entlang der Straße waren es 10 km weniger nach Schleswig und immer auf Radweg neben der Straße. Nach einer Runde durch den Ort sitze ich nun im Zander's Nordlicht am Hafen und habe die erste Currywurst bekommen und dazu das erste Erdinger Weizen. Deutschland ist gar nicht so schlecht. Wenn ich in dänischen Preisen rechne, war die Currywurst gratis.
Ich bin dann, kaum zu glauben, noch viel weiter gefahren und habe mich verfahren und sitze nun bei Störtebeker an der Kirche in Eckernförde. Ich wohne nobel in der Siegfriedswerft, wo ich schon beruflich mit Schüring genächtigt habe. Michael Polte, mein Kollege wird sich erinnern. Nun muss ich morgen zuerst mal nach einer neuen Route Richtung Hamburg schauen.
Dies habe ich gerade bei einem weiteren Störtebeker im Ander's Lokal getan und schon mal ein Hotel für 3 Nächte in St. Georg in Hamburg gebucht und Tickets für Sonntag ins Miniatur-Wunderland gebucht. Danach weiter im Liegestuhl vor dem Ander's relaxt. Morgen werde ich noch einen Abstecher zur Firma Kampovsky machen, einem alten Kunden aus Schüring Zeiten und weiter durch Kiel nach Hamburg radeln.
Deutschland ist schön und auch die Radwege, die man hier oben im Norden neben jeder Straße findet, dadurch war der Weg nach Altenholz sehr entspannend. Bei der Firma Kampovsky wurde ich gleich wieder erkannt und auf einen Kaffee im Büro eingeladen. Ich habe auch noch den Senior getroffen, was mich besonders gefreut hat. Das Arbeiten für und mit der Firma Kampovsky hat immer Spaß gemacht.
Ich bin dann durch das von Fähren und Kreuzfahrtschiffen verseuchte Kiel geradelt. Die Kullisse der Schiffe war schon imposant doch nicht die Abgase.
In Neumünster habe ich nach 72 km die erste Pause eingelegt und sitze immer noch hier. Das Wetter ist bedeckt aber ideal zum Radeln und so werde ich heute noch mindestens bis Bad Bramstedt weiter fahren.
Das habe ich auch gemacht, immer schön gerade aus auf dem Radweg neben der Straße. Irgendwie hatte ich auch keine Lust zu Zelten, obwohl es in kleinen Wäldern möglich gewesen wäre. So bin ich in Bad Bramstedt ins Hotel Freese eingezogen. Anschließend zum Griechen auf ein Bierchen und zum Bilder kopieren und für die Homepage aussuchen. Nach der Arbeit gab es eine Currywurst und eine Pizza mit Salami in verschiedenen Lokalen.
In der Nacht gab es Regen und am Morgen ein gutes Frühstück bei Freese. So war die Entscheidung mit dem Hotel gar nicht so schlecht.
Entlang der B4 ging es nun nach Hamburg bis St. Georg, wo mein doch recht teures Hotel in der Rotlichtmeile lag. Umringt von türkischen Gemüsehändlern, Sexshops und an der Ecke zum Hansaplatz von Prostituierten, die schnelles Geld machen wollten. Hier waren alle Nationalitäten vertreten.
Nun sitze ich bei Frau Möller bei einem Pilsener Urquell und dem lang ersehnten Zigeunerschnitzel. Hier in Hamburg ist mir vieles wieder bekannt, da ich schon einige Male hier war. Hamburg ist einfach eine interessante Stadt mit den unterschiedlichen Vierteln und dem Multikulti. Das Schnitzel war sehr lecker und anschließend gab es noch eine hausgemachte Frikadelle. Danach bin ich losgezogen vorbei an der Aussen und Innenalster zu Jungfernstieg, weiter zur rheinischen Republik von Sion, wo ich mir das erste Kölsch für 3,70 €, 0,3l verkniffen habe. Doch nach meiner weiteren Runde durch die Speicherstadt und Hafencity gab es nach der Rückkehr in St. Georg doch noch das erste Kölsch. Etwas günstiger 0,4l für 3,50€, das musste jetzt einfach sein. Zum Abschluß des Tages ging es nochmal zur Frau Möller, wo ich den Start der Bundesliga geschaut habe.
Es ist schön wieder in Hamburg zu sein und morgen werde ich wieder auf eine große Runde durch die Viertel gehen.
Am Morgen habe ich wie bei jedem Aufenthalt in einer grüßeren Stadt auch hier wieder die Unterkunft um einen Tag verlängert und danach gut gefrühstückt. Da es regnete, habe ich den Tag ruhig angehen lassen und so konnte ich erst am Mittag auf die Stadtwanderung starten. Am Steindamm wo mein Hotel lag, konnte ich meine letzten schwedischen und dänischen Kronen in einer Wechselstube tauschen, bevor ich über den Hauptbahnhof und die Einkaufsmeile zur Speicherstadt gelaufen bin. Hier fing es wieder an zu regnen und ich habe im alten Kesselhaus des Hafens Unterschlupf gesucht. Hier stand ein großes Model der Hafencity. Anschliesend bin ich schnell hinüber zum 4 € teuren Speicherstadtmuseum gelaufen und habe es besichtigt. Nun war es wieder trocken und ich konnte meinen Weg hinüber zu den Landungsbrücken und dem Fischmarkt fortsetzen. Von hier waren die Nächsten Stationen waren die Große Freiheit und die Reeperbahn, die am frühen Nachmittag noch ausgestorben schienen, bis auf wenige Personen die vom Vorabend noch übrig geblieben waren. Von hier bin ich zum St.Pauli Stadion am Millerntor, wo im Hintergrund auf dem Heiliggeistfeld die große Kirmes Hamburger Dom stattfand. Bei dem regnerischen Wetter war noch nicht so viel los, aber alles war teuer. Eine Achterbahnfahrt kostete zwischen 4,50 und 5 Euro und das Bier gab es zum gleichen Preis. Auch das Essen war teurer als in meinem netten Stammlokal Frau Möller auf St. Georg. So war meine Entscheidung klar und ich bin über den Großneumarkt, vorbei am Axel Springer Verlag zur Binnenalster und zur Langen Reihe ins M&V zur Happy Hour, so war das Kölsch noch günstiger. Danach zu Frau Möller zum zweiten Zigeunerschnitzel und dem Spiel Gladbach gegen Leverkusen.
Ich saß mit 2 älteren Pärchen aus Gütersloh und Luzern zusammen und so war es ein schöner geselliger Abend.
Am Morgen hieß es früh raus, denn es war Modelbahntag. Um 8 Uhr stand ich pünktlich vor der Eisentür zum Miniatur-Wunderland. Es war mein zweiter Besuch bei der größten Modelleisenbahn der Welt. Für mich war der Abschnitt Italien mit einer wunderbaren Landschaft und dem Teil Venedig Neuland. Habe mir diesen Abschnitt zuerst angeschaut bis die Touristenmassen ins Wunderland strömten. Ich bin vom Petersdom in Rom bis zum Vesuv und Pompeji gelaufen. In Venedig gab es keine Gleisanlagen dafür viele Sonderfunktionen, die über Knöpfe zu starten waren. Nach 4,5 Stunden hatte ich meine erste Runde durchs komplette Wunderland geschafft. Also war mal eine Pause im hauseigenen Restaurant angesagt. Es gab Nudeln mit Bolognese. Anschließend habe ich mich für die Führung hinter den Kulissen angemeldet die eine Stunde später startete. Davor und danach habe ich noch eine zweite Runde entlang der verschiedenen Bauabschnitte gemacht, um die vielen kleinen Szenen zu erfassen. Nach 8,5 Stunden habe ich das Miniatur-Wunderland verlassen und bin erschöpft zum Kölsch in die M&V Bar, um zu relaxen und der Unterhaltung am Nachbartisch zuzuhören. Zuerst sprach man darüber zu einem Gottestdienst zu gehen und es ging um Glauben nach weiteren Bierchen und Schnäpschen ging es um Freundschaften und zum Schluss war kein Gedanke mehr an den Gottesdienst und man schaute auf die Uhr, um zu sehen wann er aus ist, um dann an der Kirche zu sein um sich mit den anderen der Gruppe wieder zu treffen. Die Mädels hinter der Theke verdrehten schon die Augen bei dem Gespräch. Nach dem Amüsement bin ich zum Essen, Nudeln mit Currysoße, zur Frau Möller.
Am nächsten Morgen gefrühstückt und dabei den letzten Bericht aus Schweden online gestellt und mit zwei Mädels aus dem Siegerland über meine Reiseerlebnisse gequatscht. Später habe ich auf dem Zimmer noch weiter getippt und auch am Abend. Sonst habe ich nichts gemacht und einfach mal entspannt.

Vom 28. August 2018- 03. September 2018 Tag 371 (1143) – Tag 377 (1149)
Hamburg-Wissen 567 km Rad; 11 km zu Fuß, Gesamtkilometer: 21.319 km

Datum km Schnitt H/KM/h Höhe Ziel
28.08.18 111,70 15,88 32,15 383 Osterholz-Scharmbeck
29.08.18 108,75 16,44 32,74 241 Löningen
30.08.18 109,48 16,44 34,36 248 Greven
31.08.18 98,41 15,45 39,29 370 Dortmund
01.09.18 87,55 14,99 38,93 794 Wild Camping bei Danneberg
02.09.18 51,09 14,18 49,92 802 Wissen

Am Morgen letztes Frühstück in Hamburg und ab zum alten Elbtunnel an den Landungsbrücken und unter der Elbe hindurch nach Steinwerder und dort 15 km durchs Hafengelände bis ich die letzte Brücke nach Moorburg überquert hatte. Da ich keinen HH-HB Radweg gefunden hatte, habe ich mir meine eigene Route Richtung Zeven gesucht. Den Ort erreichte ich nach 70 km und nach 85 km habe ich die erste wohlverdiente Pause in Kirchtimke im Landgasthof gemacht. Es gab Currywurst und Haake Beck Pils aus Bremen.
Nun bin ich noch 30 km weiter bis nach Osterholz-Scharmbeck geradelt und habe dort ein Hotel bezogen. Ja ich lebe luxuriös auf meiner Rückreise durch Deutschland. Ich sitze gerade in einer echten Dorfkneipe wie in alten Zeiten. Es wird geraucht, an den Tischen Skat gekloppt und an der Theke geschockt und dazu wird Bier und viel Kümmerling getrunken. Einer der Schocker war aus dem Iran und erzählte von seiner Tochter, die ebenfalls schon mehrere Jahre mit dem Rucksack durch die Welt reist und Ihre Geschichten in Büchern veröffentlicht.
Die heutige Strecke war recht abwechslungsreich, obwohl sie Topf eben war. Meine Route führte mich über unterschiedlichen Untergrund: 2 spurige Straßen, schmale Landstraßen, Feldwege mit Schotter, Trampelpfade durch den Wald. Auf den 111 km von Hamburg wurde auch der Verkehr immer weniger.
Morgen geht es mit der Fähre über die Weser und hinüber zur Ems.
Am Morgen ging der Wecker um 10 vor 6 und um kurz nach 7 Uhr saß ich auf dem Rad und hatte nach 17 km die Fähre über die Weser erreicht. Danach bin ich von Dorf zu Dorf gehüpft über Feldwege und kleine Straßen, sehr entspannend. Nun sitze ich, nachdem ich das Dorf Nikolaus durchquert habe im Biergarten eines netten griechischen Restaurant namens Kalli in Garrel. Die Inhaber waren begeistert von meiner Reise und servierten mir zu meinem Bier eine kostenlose Vorspeise und wollte unbedingt Fotos von mir machen. Dafür erhilt ich noch eine Flasche Rotwein. Ich dachte nur: Noch mehr Gepäck. Doch es war wieder eine nette Begegnung auf meiner langen Reise. Nun plane ich wie gestern noch 30 km zu radeln, um dort nach einer Unterkunft zu schauen.
Die habe ich in Löningen in einem alten Gasthof gefunden. Ich gesellte mich zu einer Gruppe Monteure auf der Terrasse hinter dem Haus. Nachdem ich erzählte, wo ich herkomme, waren alle Gespräche eingestellt und sie wollte meine Geschichte hören, dafür bekam ich ein Freibier und war auch am Abend im Restaurant willkommen, wo die Jungs am Abend hin wollten. Ich habe mich aber für einen günstigen Kebabteller entschieden und bin danach in eine Dorfkneipe. Denn dort gibt es immer was zu erleben und man trifft die Bürger der Stadt. Der Name war Cappuchino, doch eigentlich gab es nur Bier. Eine nette Inhaberin, die in ihrem Beruf aufging. Auch hier wurde wieder geschockt und im Nebenraum Dart gespielt. Später kam nach eine 4 Mann starke Frauengruppe, die an der Theke platz nahm. Ich habe nochmal alle Bilder die ich auf die Homepage hochgeladen habe angeschaut bei 70iger Jahremusik aus den kleinen Lautsprechern im Gastraum.
Am Morgen beim Frühstück erfuhr ich dann, das nur 50 m vom Gasthof entfernt der Hase-Emsradweg vorbeiführt. Ich bekam sogar noch eine Landkarte geschenkt. So konnte ich dem Radweg über 35 km folgen, den ich aber schon, glaube ich, aus anderer Richtung geradelt bin. Der Weg ist gut ausgeschildert und führt meist entlang der kanalisierten Hase.
Das Wetter war sonnig nach dem Regen der letzten Nacht, doch am Nachmittag waren wieder Schauer am Start. Da hatte ich aber schon den Hase-Ems Radweg verlassen und war auf einer Abkürzung nach Lingen an der Ems und habe mir so den Bogen über Meppen erspart.
Dem Emsradweg war schwer zu folgen, denn die Ausschilderung war nicht immer eindeutig. So bin ich später einfach über den Radweg entlang der Straße Richtung Rheine, Mesling, Emsstetten bis Greven gefolgt. Unterwegs gab es noch die Meringer Steine zu sehen. Steingräber von vor 4000 Jahren, also so alt wie die Pyramiden in Ägypten.
Nun sitze ich in der Ambiente Bar die mir von meiner Unterkunft in Greven empfohlen wurde bei einem Krombacher. Man merkt, das die Heimat näher rückt.
Morgen sind es noch 15 km bis Münster und ca. 85 km bis Dortmund. Werde wohl früher zu Hause sein als ich es geplant hatte.
Ich sah, das man hier in der Bar auch Essen bei einer Pizzeria bestellen konnte, so gab es einmal Lasagne für 6 € und nochmal Rigatoni mit Tunfisch ebenfalls 6 €. Einfach lecker und es war ein schöner Abend in Greven.
Am Morgen gab es wieder ein gutes Frühstück. Danach bin ich über den Emsradweg und auch Straße ins Zentrum von Münster geradelt. Leider war hier noch die Touristeninformation geschlossen. Hier stehen die Touristen wohl erst um 10 Uhr auf. Von Münster bin ich quer zum Dortmund-Ems-Kanal gefahren und bin ihm immer gerade aus gefolgt. Es gab einige Umleitungen, da der Kanal verbreitert wird.
Sitze nun in Datteln, nachdem ich das Schiffskreuz überquert habe.
Bericht folgt!

Vom 04. September - 09.September 2018 Tag 378 (1150) – Tag 383 (1155)
Wissen-Spich 231 km Rad; 0 km zu Fuß, Gesamtkilometer: 21.551 km

Datum km Schnitt H/KM/h Höhe Ziel
04.09.18 152,86 15,77 48,95 1834 Schladt
05.09.18 38,44 20,02 43.22 448 Schladt E-Bike
07.09.18 40,60 17,52 42,37 556 Schladt Vulkanbiker Runde
09.09.18 0,00 0,00 0,00 0 Spich mit Wohnmobil

Bericht folgt!

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