Berichte Grenze Thailand-Grenze Malaysia
Vom 26 Januar 2018 bis 23 Februar 2018
29 Tage; 2.257 km; 10.692 Höhenmeter
Gesamt Teil 4: 170 Tage; 9.423 km; Höhenmeter: 51.888 m; Gesamte Traumradreise 2014-2018: 45.694 km

Autor: Michael Schreiber
#Vom 26. Januar 2018- 01. Februar 2018 Tag 144 (920) – Tag 149 (925)
#Vom 02. Februar 2018- 10. Februar 2018 Tag 150 (926) – Tag 158 (934)
#Nachtrag Kanchanaburi vom 11. Februar 2018- 12. Februar 2018 Tag 159 (937) – Tag 160 (936)
#Vom 13. Februar 2018- 19. Februar 2018 Tag 161 (937) – Tag 169 (943)

#Vom 20. Februar 2018- 23. Februar 2018 Tag 170 (944) – Tag 173 (947)


Vom 26. Januar 2018- 01. Februar 2018 Tag 144 (920) – Tag 149 (925)
Etappe Grenze Thailand-Sukhotai Historical Park 462 km Rad; 17 km zu Fuß, Gesamtkilometer: 7.923 km

Datum km Schnitt H/KM/h Höhe Ziel
26.01.18 90,85 12,86 54,36 1968 Thung Chang
27.01.18 107,99 18,06 52,98 607 Wiang Sa
28.01.18 97,40 17,51 45,02 603 Phrae
29.01.18 72,73 18,60 47,12 458 Uttaradit
30.01.18 67,12 17,30 35,66 264 Si Satchanalai
31.01.18 66,22 20,01 29,04 14 Sukhothai Park
01.02.18

22,16

15,80 33,35 15 Sukhothai Park

Willkommen in Thailand. Ja ich war willkommen nachdem ich die Arrivalcard ausgefüllt hatte bekam ich ohne Probleme einen Einreisestempel und es war kein Visum mehr nötig damit auch kostenfreie Einreise. Somit habe ich nun 30 Tage vor mir und was soll ich euch sagen auch hier war das Streckenprofil nicht anders. Es waren die gleichen steilen Anstiege wie auf Laotischer Seite und ich hatte noch 3 von diesen zu bewältigen bis Thung Chang. Nach der letzten Abfahrt habe ich pausiert und ein kleines Willkommen Leo Beer getrunken. Hier ist das Wetter bedeckt, gut so für die letzten 20 km wo ich etwas außerhalb von Thung Chang auf einer kleinen Anhöhe das Country View für 10 Euro bezogen habe. Ich muss mich erstmal wieder an das neue Geld gewöhnen aber auch an anderes. So dachte ich nach der Grenze die ganze Zeit warum mir auf meiner Seite der Straße die ganze Zeit die schweren LKW entgegen kamen, ob die Spur wohl besser ist für die Abfahrten zu bewältigen, doch dann dämmerte es mir. Thailand hat Linksverkehr.
Nun sitze ich Beine relaxend vor einem Shop beim Zielbier anschließend habe ich Hühnersuppe gegessen, dazu Reis und im Country View habe ich dann auf meiner Terrasse den Abend verbracht und mal wieder geskypt.
Am ersten Morgen in Thailand war alles in Nebel gehüllt und es dauerte bis 9 Uhr bis sich die Sonne mal sehen lies, da hatte ich aber schon die ersten 40 km absolviert und saß bei einer Pause an einem Market bei Pepsi doch die Sonne war schon wieder verschwunden und es muss wohl auch über Nacht geregnet haben, denn es standen große Pfützen auf der Straße mit der Nummer 101 oder auch Asia Highway 13. Diese habe ich wenn es möglich war verlassen auf kleinere Straßen durch kleine Orte, obwohl der Asphalt der 101 verlockend glatt war.
Heute durfte ich es mal wieder laufen lassen da keine Berge mehr im Weg standen und so sitze ich schon hinter dem Ort Nan bei Nuddelsuppe an einem netten Cafe. Die 101 ist nicht so schön zu radeln da sie viel befahren ist aber die letzten Kilometer bis Wiang Sa war mir das egal. Ob ich morgen meiner Route durch die Berge folge mit mehr Natur ist fraglich, denn der Ort Phrae soll auch interessant sein. So schauen wir mal wie ich mich Moregn entscheide. In Wiang Sa habe ich wieder ein Guesthouse für 10 Euro bezogen und bin nochmal zum Essen geschritten und das lokale Wat besichtigt, sonst gab es hier nichts Besonderes zu sehen, nur mal einen Schauer was nach langer Zeit was Besonderes war. Nachdem ich LEO, Chang und Singha durch hatte ging es zum wohl verdienten Schlaf.
Am Morgen zeigte sich die Feuchtigkeit wieder in Form von Nebel als ich der 101 weiter gefolgt bin. Sie wird gerade au 4 Spuren ausgebaut. Mein heutiges Ziel war Phrae, so mit habe ich mal wieder meine geplante Route verlassen. Ich musste heute mal wieder klettern, es ging langsam auf fast 500 Meter. Danach wieder schön Berg ab, doch zuvor musste ich oben mein Shirt wechseln, da es nass war durch den Nebel und durchs Schwitzen. Auf meinen Armhaaren hatten sich regelrecht Wassertropfen gebildet und meine Brille musste ich auch immer wieder von der Feuchtigkeit befreien. Unterwegs habe ich noch zu Mittag gegessen und in Phrae habe ich das Hotel Loft angesteuert. Ein Betonklotz, schön aber etwas teurer.
Nach etwas Ruhen bin ich auf Erkundungsrunde gegangen und der Ort bestand fast nur aus Wat's. Sehr nett, mal schauen, ob ich hier noch eine Nacht länger bleibe.
Nach dem Rundgang hatte sich das mit dem länger bleiben erledigt, denn ich hatte bereits alle Wat´s besichtigt und ebenfalls einen Rundgang über die alte Stadtmauer gemacht, die aber nur noch als Wall zu erkennen war.
Am Abend habe ich dann meine Weiterreise geplant und Unterkünfte gesucht, zuerst geht es nach Uttaradit, weiter zum Historical Park Si Satchanalai von dort zum nächsten Historical Park Sukhothai, wo ich 2 Nächte bleibe.
Am Morgen wurde ich in der Unterkunft mit einem Frühstücksbuffet beglückt, Reissuppe, Toast, Marmelade, Kaffee …, Da habe ich voll zugeschlagen und ich war froh das es danach erst mal flach bis Den Chai ging.
Von ging es mal wieder über die Mittelgebirge Thailands, also nochmal bis fast über 400 Meter. Oben habe ich in einem Panoramarestaurant meine obligatorische Pepsi-Pause eingelegt. Nun noch 30 km bis Uttaridat. Da es meist Berg ab ging war ich recht schnell dort und hatte meine vor gebuchte Unterkunft schnell gefunden. Doch der Ort war alles andere als toll, die Häuserzeilen mit den Geschäften waren langweilig aber zum Glück habe ich noch einen netten Platz am Nan River gefunden und dort auf einer Parkbank verweilt. Auf dem Rückweg bin ich noch an einem Shop gegenüber einer Eisproduktionsfirma eingekehrt. Abend auf dem Balkon des Zimmers un der Unterkunft.
Nach dem Frühstück ging es 50 km Richtung Westen zum Historical Park Si Satchanalai. Der Weg war uninteressant, es gab Reis und Zuckerrohrfelder. Si Satchanalai erreichte ich über das West Monument. Dir ersten Tempel stammen aus dem 12. Jahrhundert und stehen hin einem riesigen Areal, welches ich nach Bezug meiner Unterkunft im Downhill Resort mit dem Rad erkundete. Es erinnerte mich an Kampeng Phet welches ich auf meiner ersten Thailandreise besuchte.
Nun mache ich gerade Pause bei Schwein süß-sauer am Fluß Nam Yom, bevor es zu weiteren Tempeln geht. Doch es war eine Touristeneinrichtung, wo die Reisegruppen zum Mittagessen absteigen und das Bier kostet unglaubliche 140 Bath, normal 55. Anschließend habe ich noch das Wat Si Ratanamahathat besucht. Die Figuren auf den Eingangstoren glichen den Gesichtern des Bayon Tempel in Ankor nur viel kleiner. Die Stupa war aus Latarite, die Empfangshalle aus der Ayuntthaya Periode.
Nach soviel alten Wat´s sitze ich nun an einem Shop und genieße mal wieder das Leben der Locals. Ich werde hier gleich noch shoppen bevor es zurück ins Downhill Resort geht. Auf jeden Fall war Si Satchanalai einen Abstecher wert.
Muss auch mal so langsam meine Kette wieder kürzen nach 4600 km und auch bald mal das Rolhoff Ritzel wechseln, der letzte Wechsel war in Asuncion in Paraguay, lange her. Ich bin dann gleich in der Unterkunft zu Werke geschritten und habe die Kette um ein Glied gekürzt. Nach Ölhänden waschen und duschen bin ich noch zum nahen See und habe lecker Green Curry gegessen, nun noch den Absaker und ab zum Schafen.
Am Morgen wurde ich um 5 Uhr von Musik geweckt, sie muss aus der Nachbarschaft gekommen sein und hörte sich nach Karaoke an. Habe noch etwas gelauscht und habe dann mein Rad gepackt und um kurz vor 7 Uhr gab es amerikanisches Frühstück, Spiegelei, Würstchen, Marmelade mit Toast, Saft und Kaffee. Ich bin dann dem Nam Yom Süden gefolgt und anschließend quer über alte Straßen durchs Agraland Thailands. Habe nach 40 km eine Kaffee-Pepsi Pause eingelegt und nun sitze ich 4,5 Stunden später nach der Besichtigung des ersten Sektors vom Historical Park Sukhothai beim Zielbier in einer Hintergasse abseits des Touristenstroms, wo das Bier auch normal preisig war.
Hier im UNESCO Welterbe steht eine Tempelruine neben der anderen. Sie sind aus dem 13-16 Jahrhundert. Zentrum des Buddhismus und Hinduismus. Am interesantesten war das Wat Mahatat mit den hohen Türmen und den großen Buddha Statuen, davor eine riesige Säulenanordnung und rundherum kleine Stupas. Morgen werde ich noch das Umland.
Zum Essen war ich in einem Restaurant an der Touristenmeile und habe eine gute Wahl getroffen. Zuerst gab es Spagetti Bolognese dann Red Curry India mit Roti. Lecker morgen noch mal!
Ich habe hier noch einen Deutschen getroffen, der auf seine Thaifrau wartete die beim Friseur war. Er hat ein Haus in 25 km Entfernung. Nun geht es gleich zum Schlafen in die Unterkunft, doch auf dem Weg habe ich 2 Schweizer wieder getroffen, die ich bei meiner Ankunft hier getroffen hatte und am gleichen Tisch saß der Deutsche und wartete immer noch auf seine Frau. Also ich glaube die Frauen hier sind noch schlimmer. Zusammen haben wir noch die unerwartete Mondfinsternis beobachtet und dann kam auch die Frau vom Friseur. Am Wat nebenan wurden noch von Mönchen Papierboote mit Kerzen zu Wasser gelassen. Danach habe ich es dann doch endlich nach Hause zum Schlafen geschafft.
Am Morgen nach dem Frühstück habe ich mir Gedanken über meine weitere Reise gemacht und gesehen das man bei einem e-Visum für Indien nur 60 Tage bekommt, eigentlich viel zu wenig für meinen Plan. Nun ist irgendwie wieder alles offen und es gibt viele Gedankenspiele, wie zuerst nach Nepal fliegen oder schnell mal wieder runter bis Kuala Lumpur radeln und nach Singapur und Indonesien oder doch nach Myanmar und von dort woanders hin fliegen. ??? Ach ich weiß es nicht, nicht gut wenn es so viele Optionen gibt.
Bin dann erst mal zu meiner Radrunde in den südlichen, westlichen und nördlichen Teil des Historischen Parks aufgebrochen. Es gab noch viel zu bestaunen auf der 22 km Runde. Am Wat Si Chuim mit einer großen Buddhafigur mit goldenen Fingernägeln habe ich mal wieder Eintritt bezahlen müssen. Hier habe ich ein Münster Pärchen getroffen, denen ich mal wieder meine Traum-Radreise-Geschichte erzählen musste, durfte. Nach soviel alten Tempeln bin ich wieder in die Hintergasse am Shop eingekehrt und habe dem normalen Leben im Ort zugeschaut. Gegenüber wurde immer noch an der Tür der alten Holzhütte gewerkelt und dann wurde noch eine neue Münzsprechanlage am Shop installiert. Dann bin ich 500 Meter weiter geradelt zum Yellow Curry mit Roti, schon alleine das macht Lust auf Indien. Nach frisch machen bin ich noch mal dort hin zum Tagebuch tippen. Das war der erste Bericht aus Thailand.


Vom 02. Februar 2018- 10. Februar 2018 Tag 150 (926) – Tag 158 (934)
Etappe Sukhotai Historical Park-Kanchanaburi 613 km Rad; 8 km zu Fuß, Gesamtkilometer: 8.542 km

Datum km Schnitt H/KM/h Höhe Ziel
02.02.18 115,64 18,95 30,26 350 Bang Krathum
03.02.18 136,54 19,55 32,44 153 Nakon Sawan
04.02.18 110,23 18,72 39,65 267 Ban Rai
05.02.18 91,34 14,73 57,62 1626 WC
06.02.18 70,27 14,18 50,42 1325 Si Nakharin See
07.02.18 73,27 17,60 47,12 440 Kanchanaburi
12.02.18 16,34 15,22 44,62 0 Kanchanaburi

Heute Morgen ging ging es Richtung Osten über Sukhothai nach Phitsanulok zuerst über dicke Hauptstraßen bis 40 km vor dem Ziel, wo ich auf eine Landstraße abgebogen bin. Sie führte mal wieder durch Reisfelder. Als ich in meinem geplanten Ziel Phitsanulok ankam war ich nicht so ganz begeistert und bin weiter geradelt bis an der Landstraße bei Bang Krathum ein Ressort auftauchte, welches ich nach 107 km zum übernachten ansteuerte.
Doch unterwegs habe ich noch 2 deutsche Reiseradler getroffen, die in Deutschland gestartet waren und nun wieder auf dem Rückweg waren. Sie wollen noch nach Myanmar, China und die Mongolei bevor es nach Westen geht (www.dominik-and-simon-travelling.blogspot.com. Wir haben uns lange unterhalten vielleicht treffen wir uns ja mal in Deutschland wieder. Ich habe mich auch noch unterwegs gestärkt und das Essen war sehr scharf aber gegen indisches Essen wohl noch harmlos.
Nach Bezug der Unterkunft bin ich die 2 km bis in den Ortskern geradelt ohne Gepäck und habe das Wat besucht, wo das Hauptgebäude aus Holz war, dann nochmal in einem Straßenrestaurant eingekehrt und Proviant im 7 Eleven eingekauft, dem Supermarkt Thailands.
Dann habe ich mal wieder neue Überlegungen angestellt und so werde ich noch mal nach 2014 nach Kanchanaburi radeln und es mit freien Gedanken genießen, den damals hatte ich anderes im Kopf. Von dort sind es noch 2 Tage bis Bangkok, diese Strecke habe ich damals mit dem Auto zurück gelegt. Dort habe ich noch 2 Wochen Zeit um meine Weiterreise zu organisieren.
Habe mir in meinem Tagebuch 8 Optionen notiert. 1. Indien Visum in Bangkok beantragen und auf mehr Tage als 60 hoffen, 2. Online Visum 60 Tage beantragen und Strecke in Indien verändern, 3. Nach Nepal fliegen und von dort nach Indien, 4. nach Peru fliegen und nach Norden radeln, 5. Einfach weiter radeln nach Süden Malaysia-Singapur-Indonesien-Neuseeland-Australien, 6. nach Myanmar und von dort fliegen, 7. noch ein Chinavisum beantragen dann in die Mongolei fliegen und über China nach Kirgistan und Usbekistan nach Westen, 8. nach Australien fliegen.
Am Morgen ging es erst ein mal weiter nach Süden. In Phichit habe ich den Tha Lang Tempel angeschaut und bin von dort einer kaum befahrenen Straße entlang des Nan River gefolgt. Sehr schön ruhig und entspannend. Mal schauen, ob ich es heute noch bis nach Nakon Sawan schaffe. Nach der kleinen Stärkung bin ich weiter der Straße am Fluss gefolgt und sitze nun 14 km vor Nakon Sawan und werde es somit heute noch erreichen. Bei meiner Pause wurden mir Glücksbringer geschenkt und ich musste dann mit der Schwester der Ladenbesitzerin in Bangkok telefonieren.
Die letzten Kilometer gingen recht schnell und die großen Buddhafiguren die ich schon von der Tour 2015 kannte waren zu sehen und ich bin zufällig wieder im gleichen Hotel gelandet wie damals. Nun habe ich zum ersten Mal auf meiner Traumradreise eine alte Route gekreuzt aber es ist auch schön bekanntes wiederzusehen, so wie den großen Drachen am See im Stadtzentrum wo alle Joggen und Radfahren. In der Zeit von damals bis heute sind mittlerweile mehr Restaurants und Bars entstanden, oder ich habe sie damals nicht wahrgenommen wie soviel anderes. Morgen geht es weiter zum Si Nakharin Stausee bei Kanchanaburi da kommen auch die Berge zurück.
Am Abend gab es noch Federbräu auf dem Etikett stand German Single Malt Vollbier gebraut in Ayunttaya. Dazu Rice with Egg und anschließend Pommes rot weiß.
Am Morgen bin ich entlang des Flusses nach Süden geradelt. In Nong Chang bin ich in einen Festumzug geraten mit Musik und festlich gekleideten Menschen sonst gab es nicht viel Spannendes auf der Strecke. Die Landschaft veränderte sich langsam mit kleinen Bergen. Bis Ban Rai ging es noch leicht bergan. Es ist der Einstieg in die Berge mit diversen Nationalparks. Ich hatte eine schöne Unterkunft zum relaxen gefunden und ich konnte mal wieder mit meiner Mutter und Schwester telefonieren. Anschließend bin ich noch zum Curry essen in ein Restaurant und habe noch die neue Route nach Kanchanaburi auf mein Navi gespielt und Proviant zum Zelten eingekauft.
Am Morgen stieg die Straße weiter an und als ich auf eine Straße abgebogen bin die nicht in meiner Karte verzeichnet war, war ich froh das sie asphaltiert war. Sie führte auf den ersten kleinen Pass auf 470 m. An einem Markt den ich hier nicht erwartet hatte machte ich nach 30 km meine erste Pause und ich war bereits am ersten Nationalpark Phutoei. Schöne Landschaft hier.
Nun bin ich auch schon über den nächsten Pass mit 622 m. Im Anstieg kamen komische gleichmäßige Geräusche von unten, da bin ich in der nächsten etwas flacheren Kurve stehen geblieben und habe mir die Kette angeschaut und was sah ich? Das Kettenschloss war gebrochen also schnell ausgetauscht und die Hände waren ölig.
Es ging weiter und das Geräusch war weg.
Nun sitze bei Cola und Teilchen an einem weiteren Shop, wo die Autos aus 1,5 Liter Cola und Fanta Flaschen betankt werden. Hier gab es mehr Infrastruktur als erwartet, doch ich stelle mich schon aufs Zelten ein, denn es folgte ein weiterer Pass über 800 m. Doch es ist wieder schön in den Bergen und kaum Verkehr auf der Route. Nachdem ich den Anstieg erreicht hatte habe ich mich gleich nach einem Zeltplatz umgesehen und nach einigen Kurven einen in einem Bambushain gefunden. Super Sichtschutz. Da ich meinen Brenner noch nicht aktiviert habe gab es Toast mit Käse, Chips und Kekse zum Essen. Die Geräuschkulisse war fantastisch, vom knistern und knirschen des Bambusses so das man immer dachte es schleicht jemand ums Zelt, über laut summende Insekten bis zu Vogelgesängen und undefinierbaren Geräuschen war alles zu hören nur keine Autogeräusche, denn hier kamen keine. Dafür war der Sternenhimmel heute nicht so schön, er wurde von dem Licht des Vollmonds gestört. Ich habe fast von 19:30 – 5:30 durchgeschlafen.
Am Morgen gab es gleich fetten Frühsport. Die letzten 500 Höhenmeter bis auf die 832 m hohe Passhöhe waren zu bewältigen. Hier oben stand ein betoniertes Schiff mit einer Stupa.
Nun bin ich schon wieder unten und sitze bei der ersten Pause. Da die Straße nicht gleich am See entlang geht, geht es immer wieder auf und ab. Hinter Si Sawat gab es zur Straße am See die Alternative mit der Fähre einen Seitenarm des Si Nakharinstausees abzukürzen. Diese Alternative habe ich wahrgenommen und mir so einige Kilometer erspart aber keine Höhenmeter da ich zur Fähre runter und zur Straße wieder hinauf musste. So bin ich wenigstens auch mal auf dem See Schiff gefahren und war ihm so mal ganz nahe.
Nun hoffe ich das, das Ressort in meinem Navi am See nicht zu teuer ist. An der Straße dort hin wurde alle paar hundert Meter auf Schildern vor wilden Elefanten gewarnt. Und es kam genau so wie befürchtet, es gab ein Ressort neben dem anderen und an dem ersten war es noch mit 3000 Bath (78 Euro) am günstigsten, die weiteren die ich ansteuerte lagen auf Pontons auf dem See und kosteten 84-100 Euro. So bin ich zurück an die Hauptstraße wo ich ein Schild mit einer 500 gesehen hatte und es war eine Unterkunft, nun hatte ich ein Bett, eine heiße Dusche und Klimaanlage mit Balkon für 13 Euro nur kein Wasser unter dem Haus. Am See gibt es auch hunderte Hausboote die zur Saison auf dem See rumshippern. Sonst war es ganz schön habe an einem Shop gegessen, wo Touristenbusse 10 Minuten Stopps einlegten und mich mit Abgasen voll bliesen, denn Bus abschalten war nicht. Ich bin halt woanders da ist das halt so und ich habe mich anzupassen. Zum Glück kam kein weiterer Bus mehr und ich konnte meine letzten Tage durch die Berge Revue passieren lassen, es war schön anstrengend und so schön ohne Autos. Dies kommen nun in Form von Pickups die hier am Shop Eis in Säcken kaufen und auch keinen Ausschalter finden. Sie haben kein Geld für einen Kühlschrank aber für Sprit dicke Autos und Eis. Ich habe auf dem Rückweg noch Reis mit Huhn und Reis mit Ei gegessen und gut in meiner billigen Unterkunft geschlafen.
Am Morgen bin ich dann auf die letzte Etappe nach Kanchanaburi aufgebrochen, wo ich im Dezember 2014 den ersten Teil meiner Traum-Radreise beendet hatte. So schließt sich ein Kreis. Zum Start musste ich noch mal über einen Minipass, bevor die Straße im Tal des River Kwae Yai leicht hügelig verlief. Hier habe ich wieder 2 Pausen gemacht einmal mit Nudelsuppe essen und dann war ich wieder zurück in Kanchanaburi. Habe an der berühmten River Kwae (Kwai) Bridge eingeparkt und das Zielbier aus dem 5 m entfernten billig Kiosk genossen. Nun war ich hier mit meinem schwer bepackten Rad das Hauptfotomotiv, nicht mehr die Brücke am Kwai. Ich wurde von Japanern, Koreanern und Overather abgelichtet. Ich habe mich hier im Ort gleich wieder wohl gefühlt ebenso in der Unterkunft von damals, das Auto welches mich nach Bangkok brachte stand noch am selben Platz, doch ich musste leider erfahren das der 29-jährige Fahrer schwer erkrankt war.
Nach relaxen auf dem Ponton auf dem Fluss bin ich zum Essen aufgebrochen, erst Spagetti und dann Pizza im mir von damals bekannten Restaurant Meat & Cheese. Danach war wohlverdienter Schlaf angesagt.
Am Morgen gabs Frühstück mit Selfservice. Toast, Marmelade und Kaffee. Anschließend habe ich mal die Homepage aktualisiert, Mail an die Botschaft Indien geschickt. Dann habe ich gesehen das die chinesische Luft aus meinem Hinterreifen entwichen war. Wahnsinn nach 8500 km der erste Plattfuß, so habe ich ihn schnell mal geflickt, im River Kwae stiegen die Bläschen empor und zeigten mir wo das Loch war. Da war es schon Mittag und ich habe einen Spaziergang über die River Kwae Bridge zum Tempel Kuang Chapel gemacht und habe noch ein T-Shirt von Kanchanaburi geshoppt mit aufgedrucktem Fahrrad und der Eisenbahn, meine 2 Hobbys auf einem Shirt vereint.
Vor der Brücke habe ich wieder pausiert und erneut deutsche getroffen aus Darmstadt, zu diesem Zeitpunkt näherte sich ein Zug der Brücke, was durch das pfeifen einer sexy Touristenpolitesse signalisiert wurde, da bin ich natürlich zum Fotoshooting auf die Bahntrasse. Anschließend bekam ich von der nette Politesse noch einen Timetable der Bahn und das Ticket hin kostet 100 Bath und zurück 100 Bath. Den Ausflug plane ich mal für Morgen ein. Werde wohl noch um einen Tag verlängern.
Habe im Kanchanaburi Grill Huhn Teriaki mit Reis gegessen. Werde nach dem zweiten Essen auf dem Heimweg gleich auf dem Ponton der Unterkunft noch mit kölscher Musik Altweiber feiern. Auch meine 8 Optionen der Weiterreise haben sich schon auf 7 verringert, zurück nach Südamerika ist von Bangkok zu teuer.
Nach dem Frühstück habe ich nochmal hin und her recherchiert und bin nun nur noch bei 2 Optionen Indien oder nochmal weiter nach Süden Malaysia, Singapur, Indonesien, Neuseeland, Australien das wäre Visum mäßig stressfrei.
Um 9:30 Uhr bin ich zu meiner geplanten Bahnfahrt mit der Burma Eisenbahn zur Bahnstadion an der River Kwae Bridge gegangen und da gerade die Abfahrt um 15 Minuten verschoben wurde bin ich noch die 2,8 km zum Hauptbahnhof von Kanchanaburi gelaufen und hier stand der Zug schon bereit. Nach kauf des Tickets bin ich auf meinen reservierten Platz im 3 Klasse Abteil eingestiegen. Nachdem der Zug aus Thonburi eintraf wurden die beiden Züge zusammengekoppelt und es ging los mit der Fahrt. Doch die Fahrt war nicht mehr so abenteuerlich wie damals die Bahntrasse war erneuert und man brauchte keine Angst mehr zu haben das die Wagen aus den Schienen springen, eigentlich schade. Dies mal bin ich ja von Kanchanaburi gestartet und somit auch über die River Kwae Bridge und wie damals wieder über die spektakuläre Woodenbridge. Es war ein schöner Ausflug auch wenn auf der Hinfahrt sich in meine Sitzbank noch 2 indische Touristen quetschten. Nach dem Ausflug gab es heute Lasagne und wieder leckere Pizza.
Am Morgen reifte dann so langsam die Entscheidung wie es weiter geht. Auch wenn es mir schwer fällt meinen Plan mit Indien zurückzustellen habe ich mich nun dazu entschlossen nach Süden zu radeln. Den Abschnitt in Thailand kenne ich zum Teil schon aber das macht ja nichts. Im Süden werde ich dann die Westküste ansteuern und in Malaysia nach Osten und unterhalb von Kuala Lumpur ist dann Neuland. Werde wohl hier in Thailand noch mal meine Aufenthaltsdauer verlängern um ohne Druck radeln zu können.
Ist mal wieder spannend gewesen diese Entscheidung, aber irgendwie freue ich mich doch nicht zu fliegen und einfach weiter radeln zu können.
Mal schauen vielleicht bleibe ich noch 2 Tage in Kanchanaburi und gehe hier aufs Immigration Office.
So jetzt habe ich auch endlich mal wieder getippt!
Nachtrag Kanchanaburi  vom 11. Februar 2018- 12. Februar 2018 Tag 159 (937) – Tag 160 (936)

Nach der Arbeit habe ich beschlossen nochmal, um 2 Tage zu verlängern, so kann ich am Montag mal am Immigration Office vorbeischauen und andere Besorgungen machen.Am Nachmittag bin ich mal wieder zur River Kwae Bridge spaziert und habe die Sonne über der Brücke untergehen gesehen. Danach bin ich zum Essen habe einen Stopp bei einer Fete eines Mönchs der den Einzug ins Kloster feiert gemacht. Es war in der Nähe der Unterkunft. Es gab eine Bühne mit Live Sängerin im Hotpants. Mir wurde Essen und Getränke angeboten. Vor dem Schlafen habe ich noch auf dem Ponton gesessen.
Am Morgen habe ich nochmal die Einreise in die nächsten Länder gecheckt und bin dann zu einem Rundgang zum Wat Thawon Warar und Wat Thewa Sangkharam aufgebrochen. Auf dem Rückweg ging es über den chinesischen Friedhof und den daneben liegenden Kriegsfriedhof der Alliierten vom zweiten Weltkrieg. Hier wird der Toten gedacht, die bei dem Bau der Burma Eisenbahn ums Leben kamen. Auch bin ich an vielen Taxiunternehmen vorbeigekommen und so habe ich mal gefragt was eine Fahrt mit einem Pickup nach Chumphon kostet, damit ich nicht die Strecke, von 2014 nochmal fahren muss. 130 Euro ist ein echtes Angebot.
Zurück in der Unterkunft habe ich dann die neue Route geplant. So geht es, wenn ich mit dem Auto fahre von Lang Suan an die Westküste nach Krabi von dort Richtung Grenze bei Satun. In Malaysia wird die erste Stadion Kuala Perlis sein und werde dann nochmal nach George Town auf Penang fahren, wo es mir damals gut gefallen hat. Von dort ab in die Berge der Cameron Highlands mit Tee und Erdbeeren dann Kuala Lumpur und Singapur Ich werde von Stunde zu Stunde glücklicher mit meiner Entscheidung Richtung Australien zu radeln, doch ich bin mir immer noch nicht sicher, ob ich das Rad oder das Auto nehme. Das wird noch spannend. Nach Singapur gibt es dann Inselhopping in Indonesien. Sumatra, Java, Bali. Schon irgendwie toll wenn man sagt ich Radeln nach Bali, anstatt zu fliegen.
Habe dann noch lange mit meiner Schwester und meinem Schwager geskypt bevor ich wieder zum Essen bin, heute mal in die andere Richtung zum Tara viel günstiger aber gut, zu empfehlen. Zum Abschluß gab es hier noch einen Pancake mit Banane für 1,18 Euro. Gegenüber habe ich mir habe ich noch mal das faszinierende Spinngeweb der Stromleitungen fotografiert. Kein Wunder, das manchmal das W-Lan ausfällt.
Nach dem Relaxen auf dem Ponton mit holländischen Gästen ging es ins Bett.
Am Morgen nach dem Frühstück diesmal mit selbst gekauftem Käse auf dem Toast Feinplan bis nach Singapur erstellt. Dabei habe ich beschlossen doch nicht die Option Pickup zu ziehen. Die 500 km sind doch schnell ab geradelt. In Malaysia habe ich nochmal einige Punkte eingeplant ich mit meiner damaligen Partnerin besucht habe z. B. die Cameron Highlands und Kuala Lumpur wo ich wohl ein Indonesien Visum beantrage. Habe auch grob Indonesien geplant bis Bali so komme ich von Kanchanaburi auf ca. 5500 km.
Bin danach mit dem Fahrrad auf Bikeshop Suche gegangen, doch der Shop, der für mich ein Ritzel gehabt hätte war heute geschlossen. Auf dem Rückweg hat mein Navi mich noch an schönen Wats vorbei gefährt und mir auch die alte Stadtmauer gezeigt.
Nach Ausruhen in der Unterkunft habe ich meine Verabschiedungsrunde in Kanchanaburi begonnen mit einem Rosenmontags Chang an der River Kwae Bridge wo immer mehr Harrleyfahrer eintrafen, dann ins Straßenrestaurant und wieder ins Tara meinem neuen Favoriten in Kanchanaburi. Es gab Spagetti dann Reis süß sauer und wieder einen Pancake Habe immer wieder Radler vorbeikommen gesehen. Die tollsten Räder mit Hochkammerfelgen aber sie waren nicht schneller unterwegs wie ich mit meinem bepackten Rad. Beim Abendessen habe ich die 2 Radler aus meiner Unterkunft wieder getroffen hier im Tara aber auch meinen quatschenden Luxemburger der hier seine Zähne neu machen lässt.
Den Abschluss in Kanchanaburi habe ich natürlich auf dem Ponton meiner Unterkunft gemacht und dabei noch den Rest des Rosenmontagszugs, also den Prinz mit Gefolge gesehen.


Vom 13. Februar 2018- 19. Februar 2018 Tag 161 (937) – Tag 169 (943)
Etappe KanchanaburiKrabi 864 km Rad; 11 km zu Fuß, Gesamtkilometer: 9.423 km

Datum km Schnitt H/KM/h Höhe Ziel
13.02.18 161,29 18,79 44,62 219 Phetshaburi
14.02.18 102,19 18,44 40,39 146 Pran Buri
15.02.18 133,18 18,44 40,39 118 Rocky Point
16.02.18 131,56 18,19 41,55 606 Wulean Bay
17.02.18 149,69 19,60 42,79 350 Chaiya
18.02.18 108,44 19,20 43,22 509 Bang Sawan
19.02.18 77,82 18,58 43.22 575 Krabi

Am Morgen fing mein Radeltag unspecktakulär mit Frühstück an und wird erst Morgen früh gegen 3 Uhr enden, das kann ich euch versprechen. Es wird ein Hammer Tag. Entlang der Burma Eisenbahn ging es nach Süden. Meine Route führte über kleine Nebenstraßen. Nach 80 km erreichte ich in der nicht so dicht besiedelten Region ein Hotel mit Golfplatz. Doch es war sonst nichts an Infrastruktur in der Nähe und es schien ausgestorben, so bin ich 20 km weiter, bis Pak Tho doch hier war die Unterkunft auch zu und lag zwischen Karstfelsen mit Wats und im Ortskern am Highway war keine Unterkunft zu finden. Ja ich war wieder am Asia Highway 2 oder der Nationalstraße 4 mit bis zu 6 Spuren mit viel Verkehr aber auf Chance auf ein Ressort oder Guesthouse. Nach weiteren 40 km fand ich eins und war somit schon bei Kilometer 140. Ich war froh eine Unterkunft gefunden zu haben, doch sie sagte mir irgendwie nicht zu und habe mir gedacht jetzt kannst du auch noch die 20 km, bis Phetshaburi fahren, auch wenn es schon kurz vor 16 Uhr ist. Das erste Resort was ausgeschildert war, habe ich angesteuert doch es lag Abseits in den Feldern. Es war wohl bestimmt, dass ich ins Zentrum fahren sollte, wo ich eine günstige Unterkunft gefunden habe.
Als ich geduscht war und vor die Tür trat, wurden Marktstände aufgebaut, toll dachte ich Nightmarket vor der Tür. Aber nein es war viel mehr, die ganze Stadt war mit Lichter geschmückt und der Markt war riesig, Karussells, Bühnen, das muss mehr sein und es war so.
Als ich an einer Suppenküche einkehrte und nachfragte, sagte man mir, das es heute ein Feuerwerk gibt und als ich fragte wann? Sagte man 3 a.m. Na Toll, da wird es nach 160 km wohl ein 24 Stundentag.
Hier in Phetchaburi gibt es einen Berg mit vielen Tempeln und Stupas. Auch er war mit Lichterketten beleuchtet. Auf dem Weg nach oben gab es ebenfalls Bühnen und Vorführungen, so wurde gezeigt wie Figuren für die Tempel modelliert werden und auf den Bühnen spielte man traditionelle Musik. Ich bin alle hellerleuchteten Tempel abgelaufen und hatte immer wieder einen tollen Blick auf die ebenfalls bunt beleuchtete Stadt. Zurück in der Stadt bin ich zu frisch gezapftem Chang eingekehrt, es war zwar teurer, aber ich habe es mir heute echt verdient. Die ersten Feuerwerke wurden schon abgeschossen, der Wahnsinn riesig vom Berg über die Stadt. Da habe ich schon jetzt die richtige Entscheidung getroffen nicht mit dem Taxi gefahren zu sein. Bin dann mal gespannt wie der morgige Tag verläuft.
Wie ich es vermutet hatte, waren es schon hier in Phetchanaburi die Festlichkeiten zum chinesischen Neujahrsfest, das nach dem Mondkalender zum 16.2. gefeiert wird, wie es von meiner Schwester bestätigt wurde. So hatte ich es auch auf den Plakaten lesen können, sie feiern von heute bis teilweise zum 26.2., so habe ich wohl Party in jedem Ort.
Das mit dem Feuerwerk um 3 Uhr Nachts war wohl eine Fehlmeldung, wo ich dachte, es ist das Vorfeuerwerk war schon das besagte Hauptfeuerwerk. So kam ich doch früher als erwartet ins Bett, es waren 1 Uhr und so ging es am Morgen gewohnt weiter.
Zuerst 20 km zur Küste des Golf of Thailand und so war ich nach Vietnam wieder mal am Meer. Ich konnte nach einer Pause der Küste bis Cham Am folgen und musste dann wieder auf die 6 spurige Straße nach Hua Hin, welches ich nach 75 km erreichte. Das Wetter ist heiß mit 35 Grad.
Nach einer Pause in dem touristischen Hua Hin werde ich noch etwas weiter radeln und schaue mal, wo ich einkehre
Es war Pran Buri aber diesmal an der Seeseite, 2014 war ich auf dem Highway unterwegs und habe dort übernachtet, weil ich zu meinem Heimflug nach Bangkok musste.
Die Unterkunft ist ok aber etwas teurer. Sitze nun über der Brandung in einem Seafood Lokal, aber es gab auch Fried Rice. Morgen wird die Übernachtung noch mal teurer, denn ich will wieder ins Rocky Point Resort, wo ich vor ca. 3,5 Jahren schon einmal war, 140 km. Zur Stärkung gab es am Abend noch einen Bananen Erdbeer Eiskuchen, Lecker. Nach dem Besuch des Restaurants am Meer, bin ich bevor es aufs Zimmer ging noch zum Papayasalad essen eingekehrt. Scharf, ich war froh Wasser zum Löschen zu haben.
Nach gutem Schlaf ging es wieder aufs Und ich bin bis Cha Am der Küste gefolgt, dann musste ich auf die N 4 bzw. auf den AH 2 zurück doch nach 10 km konnte ich ihn glücklicherweise wieder verlassen. Ich bin dann zwischen Bergen und durch ein Sumpfgebiet bei Prachuap Khiri Khan wieder ans Meer gekommen. Es liegt an einer schönen Bucht mit vorgelagerten Inseln. Ich bin in einem Restaurant zu Pat Thai (Fried Noodle) eingekehrt, als ein weiterer Radler eintraf, irgendwie kam mir das Gesicht bekannt vor. Irgendwann kamen wir darauf, wir hatten uns tatsächlich schon einmal vor Weihnachten in Takeo Kambodscha getroffen. Der Brite war mal wieder auf einer kleinen Mehrtagestour, dies mal mit seinem Klapprad.
Für mich ging es nun weiter wieder über den Highway zu meinem geplanten Ziel am Rocky Point welches ich nach 133 km erreichte. Echt toll hier, ich hatte mich 2014 schon wohlgefühlt. Ich konnte den Preis noch von 1500 auf 1000 Bath herunterhandeln und so waren 25 Euro für die Hütte ok. Habe gleich eine Portion Spagetti gegessen und den Meerblick genossen.
Auch wenn ich die ganze Strecke schon gefahren bin, vieles kam mir unbekannt vor, die Landschaft war sehr schön, das hatte ich so nicht mehr so in Erinnerung. Ich glaube damals war ich mehr auf dem Highway unterwegs.
Am Morgen ging es mit erstaunlich guten Beinen und einem super Frühstück sogar mit Müsli fast immer entlang der Küste mit den mir schon bekannten Traumstränden. Die Straße stieg auch das ein oder andere Mal leicht an und führte dabei durch Ölpalmenwälder. So habe ich meine Unterkunft am Wualaen Beach wiedergefunden, auch wenn sich hier viel verändert hat mit neuen Restaurants am Strand. Am Shop habe ich viele Deutsche getroffen genau wie damals und der Strand ist immer noch traumhaft und sauber und ich war sogar im Wasser. Zu Essen bin ich zum Curry Snack gleich neben meiner Unterkunft. Es gab lecker Curry mit Reis und Naan. Habe gleich 2 Portionen verspeist. Danach bin ich nochmal zum Shop um mit den Deutschen zu quatschen, doch der Irländer war mir am liebsten zur Unterhaltung.
Nun bin ich nach einer weiteren Etappe in Chaiya in einem Resort am Asia Highway 2. Was für 5 verrückte Tage mit 684 km, also 136 km im Schnitt pro Tag, doch ich habe soviel gesehen, Palmen an den weisen Stränden, endlose Palmwälder für die Ölgewinnung, Berge, Meer und viel Sonne. Heute waren es wieder über 38 Grad. Ich habe viele Affen gesehen, viele Plätze von 2014 wiedergesehen, einfach 5 schöne Tage. Morgen werde ich nach Krabi abbiegen, wo ich noch nicht war. Phuket glaube brauche ich nicht, somit kann ich mir sogar noch einen Ruhetag gönnen, denn ich muss erst am 24.02. ausreisen.
Am Morgen ging es gleich wieder auf den Highway, für Kilometer zu machen ist es gut, man wird von jedem LKW im Sog nach vorne gezogen, dafür muss man die Abgase einatmen. Neben den LKW waren auch einige Mönche zu Fuß auf dem Highway unterwegs. Ich habe schon Reizhusten und war froh, als es nach 45 km auf eine kleinere Straße nach Südwesten ging. Die Nebenstraßen war leicht hügelig und einmal ging es sogar auf 140 m hinauf. 14 km vor meinem geplanten Ziel bin ich mal wieder an einem Shop eingekehrt. Habe ich diese Ruhe und diese Luft hier genossen. Habe nach der Cola noch ein Chang getrunken, während meine geschwizten Socken und Schuhe so wie mein Schweißtuch in der Sonne trockneten. Ein lustiger Thailänder war hier auch zu Besuch, er war beim zweiten Chang und dauernd kamen Kunden mit Ihren Motorrollern zum shopen.
Nach 14 km hatte ich dann mein schönes Ressort in Bang Sawan erreicht. Mein kleines Häuschen war an einer Felswand gelegen und war mit dichtem Wald umgeben. Ich habe gleich im angeschlossenen Restaurant gegessen, mal wieder scharf. Danach 2 mal im Ort gegessen mit anschließendem Einkauf für den Morgen.
Auf dem Rückweg spürte ich irgendwas komisch feuchtes auf meiner Haut. Es war Regen, da erste mal nach 25 Tagen. Habe den Abend noch schön auf meiner Terrasse meines Häuschens gesessen, eine Unterkunft für 2 Tage in Krabi gebucht und passend zur Karnevalszeit kösche Musik gehört.
Am Morgen nach Kaffee auf dem Zimmer und Toast aus der Gepäcktasche bin ich nach Krabi aufgebrochen. Kurz nach Bang Sawan bin ich auf der Highway 44 gestosen, er verlief wieder durch endlose Ölpalmwälder die mir angenehmen Schatten spendeten. Zwischen durch waren es auch mal Kautschukplantagen. Es war quasi wie gestern doch auf der Autobahn, wenig befahren nicht zu vergleichen mit dem AH 2. Doch die Autobahnen sind hier etwas anders als bei uns, zu ersten dürfen hier alle fahren, dann gibt es hier Ampelkreuzungen und man kann überall anhalten an Shops und Restaurants wie auch heute für mich zum Cola tanken und ich bekam bei der Weiterfahrt eine Wasserflasche gratis. Um so weiter es nach Süden geht, um so muslimischer wird es, die ersten Moscheen tauchen auf und die Frauen tragen Kopftuch. Malaysia und Indonesien ist dann überwiegend muslimisch.
Dann hatte ich Krabi erreicht. Das was ich sah, war nicht gemütlich bis auf ein Cafe an einer Straßenecke am Fluss. Hier bekam ich mein Zielbier. Ein Platz wo ich mich wohlfühlte. Habe hier auch noch gegessen und ich werde wieder kommen.
Das habe ich gleich nach Bezug der Unterkunft, duschen und Rundgang gemacht. Krabi ist nicht der Hit wie auch die Unterkunft. Der Fluss hat eine Promenade, an der auch meine Unterkunft liegt. Die Preise sind hier auch wieder den Touristen angepasst die diesen Ort als Durchgangsstadion auf die umliegenden Inseln nutzen. In dem Cafe hatte ich dann noch eine nette Unterhaltung mir einem Österreicher. Danach bin ich wieder getingelt, da das cafe um 17 Uhr schließt. Heute gab es auch nach dem gestrigen Tag einen richtigen kräftigen Regenschauer. Ich war noch im Up too you too mit Live Musik und auf dem Foodmarket auf der Promenade.

Vom 20. Februar 2018- 23. Februar 2018 Tag 170 (944) – Tag 173 (947)
Etappe Krabi-Grenze Malaysia 294 km Rad; 7 km zu Fuß, Gesamtkilometer: 9.665 km

Datum km Schnitt H/KM/h Höhe Ziel
21.02.18 136,42 19,20 40,39 304 KanTang
22.02.18 132,31 18,88 47,12 643 Chalung
23.02.18 76,83 17,51 48,02 477 Kuala Perlis

Am Morgen nach dem Frühstück habe ich einen Ausflug zum Wat Thun Sua Tempel gemacht dem Tiger Cave. Über 1237 teils überhohe Stufen ging es hinauf auf den über 300 m hohen Karstfelsen. Oben gab es neben der grandiosen Aussicht eine Stupa und eine goldene Buddhafigur. Der Blick reichte bis zum Meer und zum 7 km entfernten Krabi und auch über die Ebene mit den Palmplantagen. Habe einige Zeit an diesem schönen Platz verweilt, bis mein geschwitztes T-Shirt vom schweren Aufstieg wieder getrocknet war. Der Abstieg war genauso anstrengend. Ich wollte noch einen Rundweg durch den Jungle am Fuß des Karstfelsen machen. Hier gab es auch wieder Baumriesen, wie ich sie schon in Vietnam gesehen hatte und kleine Caves zu sehen die wieder mit Buddhafiguren ausgeschmückt waren. Auch viele Affen tummelten sich hier. Mittags waren wir, ein kanadisches Pärchen und ein Gast aus meiner Unterkunft zurück in Krabi, wo ich endlich meinen Ruhetag begonnen habe. Ausruhen war angesagt, bevor es morgen wieder auf Rad geht. Ich war wieder im Mitr-O-Cha Cafe an der Ecke zum Essen und habe den Nachtrag von Kanchanaburi getippt. Anschließend wieder zur Livemusik ins Up too you too zum Schreiben und ich habe einen Bilderrückblick von China bis hier gemacht. Unglaubliche Erlebnisse, ich bin so glücklich.
Am Morgen habe ich das Frühstück ausgelassen, um früh zu starten. So hatte ich um 8 Uhr schon meine 40 km über den Highway 4 abgeradelt, nach 70 km durfte ich ihn nach einer kurzen Pause endlich verlassen. Es gab jetzt immer mehr Hinweisschilder zu Moscheen anstatt zu Wats und es flatterten viele Kopftücher auf den Rollern an mir vorbei. Nach 90 km wurde ich wieder voll für die Strapazen belohnt. Vor mir öffnete sich der Blick auf die Pak Meng Beach. Traumhaft schön und außer einer chinesischen Familie, die am Strandrestaurant beim Essen saß und zwei Deutsche, die hier schwammen und ihr Bäuche bräunten war der Strand leer und der Blick auf die Inseln war frei. Hier mußte ich unbedingt im Liegestuhl verweilen und ein Chang musste es auch sein. Ein weiterer schöner Fleck, den ich auf unserer Erde finden durfte. Die 2 Deutschen gesellten sich zu mir und lauschten spannend meinen Erlebnissen. Nach einer Stunde wollte ich doch noch etwas weiter. Immer durch schöne Landschaften bis zur Fähre über den Trang River nach Kantang. Auf dem Weg wurde ich von einem Regenschauer überrascht, doch so schnell wie er kam, war er auch wieder weg. Habe in Kantang in der einzigen Unterkunft eingecheckt, geduscht, Rundgang gemacht, gegessen und Beine ausgeruht und auf der Kaimauer relaxt für den morgigen letzten kompletten Tag in Thailand. Hier im nicht touristischen Kantang ist man gleich wieder was Besonderes, die Kinder schauen einen wieder verwundert an usw.
Nun ist der achtundzwanzigste Tag in Thailand angebrochen und ich sitze bei Sonnenaufgang auf dem Rad und steuer die Nationalstraße 416 an, die nach Satun führt. Einmal geht es durch Mangrovenwälder und mehr durch Kautschukplantagen und Ölpalmenplantagen aus denen manchmal Karstfelsen herraus stechen. Unterwegs habe ich mal wieder Reiseradler getroffen, diesmal 2 Belgierinnen die Zuhause gestartet waren und nun nach Bangkok wollte, um zurück nach Griechenland zu fliegen und nach Hause zu radeln. Sie kamen von Indonesien, wo ich hin will.
Mache gerade mal wieder Pause und habe noch 35 km bis Chalung. Wäre super, wenn das klappt, dann ist es nicht mehr weit zur Grenze von Malaysia. Hoffe das morgen alles gut geht mit dem Grenzübertritt, das sind die einzigen Gedanken oder wo finde ich eine Unterkunft, gibt es Regen … Sonst ist mein Kopf leer, radeln macht frei. Habe natürlich auch Gedanken zu Familie und Freunden und alten Kollegen die man ab und an vermisst. Aber jeden Tag, den ich mehr unterwegs bin macht mich reicher. Für mich ist es immer schwer die Glücksgefühle meiner Reise zu beschreiben, da ich nicht der beste Schreiber bin.
Nicht nur die Moscheen werden mehr auch die Hitze und Feuchtigkeit steigt, um so weiter es nach Süden geht und auch die Dämmerung wird immer kürzer. Freue mich schon auf Indonesien, wo ich zum ersten Mal meiner Traum-Radreise den Äquator überqueren werde. Gibt bestimmt wieder einen emotionalen Moment.
Habe kurz meiner Mutter über das Handy Hallo gesagt 5 Euro über Congstar aber das ist es mir immer wert. Danach gab es Nudelsuppe und dann 2 leckere Chicken Roti, so konnte ich am nächsten Morgen gestärkt zu Grenze aufbrechen
Sie lag auf einer Anhöhe, die ich noch erklimmen musste, doch vorher gab es die letzte Cola in Thailand. Schnell hatte ich meinen Ausreisestempel im Pass, in dem es immer enger wird und ich habe es tatsächlich innerhalb der 30 Tage geschafft Thailand zu durchfahren.

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