Berichte Kathmandu - Grenze Indien zur Zeit in Biramod
Vom 18. August – 30. August 2019; 13 Tage; 543 km; 4.165 Höhenmeter
Gesamt Teil 5: 172 Tage; 7.557 km; Höhenmeter: 46.625 m; Gesamte Traumradreise 2014-2019: 65.380 km
Autor: Michael Schreiber
#Vom 18.August 2019 - 26.August 2019 Tag 161 - Tag 168

#Vom 27.August 2019 - 30.August 2019 Tag 169 - Tag 172


Vom 18.August 2019 - 26.August 2019 Tag 161 - Tag 168
Etappe Kathmandu - Janakpur 280 km

Datum km Schnitt Höhenmeter Zielort
18.8.2019 16,58 13,77 158 Bhaktapur
20.8.2019 18,51 7,24 594 Nakarkot
21.8.2019 44,68 9,39 941 Dhutikhe
22.8.2019 85,64 15,09 737 Khurkot
23.8.2019 38,13 10,40 1014 Sandhuli
24.8.2019 76,53 13,77 481 Janakpur

Am Morgen war es dann so weit, nach 7 Tagen in Kathmandu, geplant waren 3 Tage, habe ich die Stadt verlassen. Vorher habe ich noch schnell eine Unterkunft in Bhaktapur gebucht, diesmal ohne AC, dafür nur 16 €. Kathmandu verabschiedete sich mit einem Regenschauer, den ich durchfahren musste.
Nun sitze ich nach 16 km radeln und einem ersten ausgiebigen Rundgang über die tollen, beeindruckenden Plätze mit den alten Tempeln und Palästen auf dem ersten Rooftop. Ich habe den Blick auf den 55 Fenster Palast am Durbarsquare.
Am späten Nachmittag geht hier das SA:PARU Festival weiter und wie ich nun in einem Flyer gelesen habe ist es tatsächlich auch eine Art Karneval. In dem Flyer ist sogar auch der Zochweg ein gemalt. Das Fest geht über 8 Tage. Ich bin mal wieder glücklich ungeplant genau zum richtigen Zeitpunkt hier zu sein.
Ich bin aber auch fasziniert von den verschieden artigen Tempeln, die aus Stein mit riesigen Tierfiguren am Treppenaufgang oder die Tempel aus Holz mit den feinen Schnitzereien. Nun bin ich schon weiter und am ältesten Platz der Stadt, dem Duttatraya Square. Ich habe auf einer der alten überdachten Plattformen mit den alten Männern mit ihrer traditionellen nepalesischen Kopfbedeckung gesessen und einen Regenschauer abgewartet. Diese Plattformen gibt es in der ganzen Stadt. Habe dann einen tollen Platz auf einem günstigen Rooftop gefunden mit 360 Grad Rundblick und höre schon die ersten Gruppen mit Musik de Zochweg abschreiten. Das Gewitter mit dem Regen ist auch weitergezogen.
Ich bin mal wieder überwältigt von den schönen Orten dieser Welt und tollen friedlichen und netten Menschen.
Am Abend standen mir dann mal wieder Tränen vor Glück in den Augen, als ich auf einem Rooftop am nächsten Square, dem Taumadhi, der Zug von Maka Pyakhan Tänzern vorbeizog das sind die mit den Stöcken. In noch mal weiter über den Durbar Square zum Absacker auf das Roftop mit dem Blick auf den selben.
Die Nacht habe ich dann bei offenem Fenster verbracht, da ich ja keine AC hatte, doch die kühle Abendluft die hineinkam war ausreichend.
Nach dem Frühstück auf der Dachterrasse meiner Unterkunft bin ich zum nächsten großen Stadtrundgang aufgebrochen. Das erste Ziel waren die drei großen Pokari im Westen. Überall in der Stadt gibt es diese kleine und große rechteckige Teiche. Einer von ihnen war komplett grün von Algen und im Bhajya Pokari piegelte sich der Himmel. Von hier bin ich wieder ostwärts gelaufen und hinunter zum Hanumante River, wo es wieder kleine Verbrennungsstätten für die Toten gab. So auch am größter und ältesten, dem Hanuman Gath.
Von dort weiter nach Norden über den Duttatraya und den Kwathandou Platz zum östlichen Kamal Pokhari. Zurück am Duttatraya Square habe ich ein Ticket für die 3 Museen der Stadt gelöst und davon zwei gleich hier am Platz liegend besucht, wovon eins den Holzschnitzereien gewidmet war. Beeindruckendes altes Gebäude mit Innenhof mit den geschnitzten Holzbalkonen. Das dritte lag am Durbar Square, an dem ich nach der Besichtigung noch eine Weile gesessen habe. Dann Pause und mit Mama telefoniert und Bilder hochgeladen. Auf einem der Rooftop Chapati mit Dhal gegessen. Bin noch mal auf anderem Weg zum Duttatraya Square und wieder neues entdeckt. Dann Einkehr auf einem der besten Rooftops, da mit dem 360 Grad Blick. Es waren wieder viele Gruppen auf dem Rundgang. Es steigerte sich zum Abend immer mehr. Tolle Gruppen habe ich in der Dämmerung erlebt. So eine Stöckegruppe wäre echt mal was für den Rosenmontagzug. Später wurde es noch mehr und ich war mitten drin. Unglaublich was ich alleine in diesen Tagen in Bhaktarpur erleben durfte.
Am Morgen bin ich weiter geradelt und nachdem ich Bhaktapur verlassen hatte, ging e nur noch bergan über eine Dirtroad, denn vom einstigen Asphalt war nicht mehr vorhanden. An der Strecke lag nur noch ein Ort, um ein Kaltgetränk zu bekommen. Es gab mal viele kleine Restaurants und Cafés an der Strecke, doch diese wurden gerade alle abgerissen, scheinbar wird die Straße erneuert und ausgebaut. Doch nach 3 Stunden ackern hatte ich Nagarkot auf fast 2000 m erreicht, so hatte ich noch viel Zeit und habe mich auf eine Wanderung über einen Jungeltrail nach Kartike aufgemacht und über die Fahrstraße bin ich zurückgelaufen.
An einer der noblen Ressorts gab es Kölsch mit toller Aussicht. Doch das mit dem Zapfen klappte nicht so wirklich. Sie schöpften den Schaum immer mit einem Löffel ab und genau so schal schmeckte e auch später so das ich e zurückgeben musste. So sitze ich nun auf der Dachterrasse meiner Unterkunft mit Blick auf den Mount Everest, der aber wegen Wolken nicht zusehen ist wie der Rest des Panoramas. Dafür habe ich freien Blick auf die nächste Abfahrt und Anstieg. Doch morgens früh soll man die Berge sehen können, nun habe ich meinen Wecker auf 5 Uhr gestellt.
Doch leider wurde ich enttäuscht, nichts zu sehen, also noch mal anderthalb Stunden ins Bett. Ich wurde dann am Morgen mit der Landschaft der Abfahrt belohnt, doch nicht mit ihrer Beschaffenheit. Es war eine Dirtroad mit Schotter, Matsch und einigen Wasserdurchfahrten, aber dafür kaum Verkehr, nur wenige Motorräder die sich nach ihrem Zuhause über die schlechte Piste quälten. Es gab wieder viele grüne Reisterrassen und kleine Streusiedlungen bis ich an den flachen Reisfeldern im Tal war. Hier hatte ich auf der F30 auch wieder Asphalt unter den Rädern doch dann war e nach 4 km entspanntem radeln vorbei und es ging von ca. 820 m wieder hinauf auf unerwartete 1555 m nach Dhutikhe. Ich habe einige Male am Straßenrand gelegen und pausiert.
An der ersten Unterkunft waren alle Zimmer mit Bad ausgebucht, denn irgend eine Gruppe soll im Ort gastieren und auch alle anderen Hotels belegt sein. So hat der Rezeptionist einen Freund, der auch ein Hotel hat, angerufen. Er kam mit seinem Motorrad und fuhr voraus und zeigte mir den Weg zu seinem Hotel. Es war etwas außerhalb und noch in der Fertigstellung. Hoffe das die Arbeiten am Abend ruhen. Ich habe hier auch keinen Blick auf die Berge, denn von hier soll man auch noch einen Everest Blick haben, wenn denn keine Wolken da sind. Doch zwei gute Seiten hat meine Unterkunft, ich werde wohl der einzigste Gast sein und sie liegt schon am Highway 6 dem ich morgen hoffentlich bergab folgen darf.
Nun sitze ich beim Beine ausruhen auf dem Bamboo Cafe Rooftop im kleinen Zentrum und lausen dem Hupen der Busse die noch Leute zur Mitfahrt akquirieren wollen.
Ich sehe gerade eine schwache Leistung in den letzten 3 Tagen, ich habe nur 79 km geschafft, ich hoffe morgen auf mehr. Ich habe meinen Start für um 6 Uhr im Hotel angekündigt.
Am Morgen hat alles geklappt und ich war um 2 Minuten vor 6 Uhr auf der Piste und es ging doch noch 3 km weiter bergan und so habe ich nach 2 km schon einen Cola Stopp eingelegt. Und dann …!
Ja, dann kam doch noch das lang ersehnte, nicht mehr geglaubte, alles perfekt machende meiner Nepal Durchquerung, das gigantische Himalaya Panorama, für mich auf der tollen Panoramaroute des H6. Zuerst war nur der Langtang und alles um den Mount Everest zu sehen, einige Kilometer weiter tauchten sogar die weisen Riesen der Annapurna Gruppe hinter den grünen nahen Bergen auf. Meine Fotokamera machte nur noch Klick-klick. Nach jeder zweiten, dritten Kurve veränderte sie die Perspektive. Ich saß eine Zeitlang auf einem Steinhaufen am Straßenrand mit super Blick aufs Panorama und weit und breit kein Tourist. Ich glaube es war ein besserer Blick als von Nagarkot, auch wenn es etwas weiter weg war. Ich konnte das Panorama über 15 km beim Radeln auf dem H6 genießen. Einfach Wahnsinn so sitze ich nun glücklich in Khurkot oder auch Bhimeswor vorm einzigen Hotel mit AC die ich heute haben wollte denn hier unten war es wieder warm. Ich lasse mir nach diesen Erlebnissen heute und den noch super anstrengenden Kilometern entlang des Flusses Sun Koshi Nadi ein kühles Ghorka schmecken. Es gab noch fette Steigungen auf den letzten 40 km über Serpentinen, so das man das Gefühl hatte weitere Pässe zu überqueren. Doch so gab e auf dem Scheitelpunkten immer wieder tolle Ausblicke auf das Tal. Auch, wenn es anstrengend war, hatte ich immer ein Lächeln im Gesicht.
Morgen kommen weitere Höhenmeter dazu, denn da ich die Berge gesehen habe, habe ich beschlossen nach Süden ins Flachland nach Janakpur zu radeln und dort nochmal Ruhetage zu machen. Somit muss ich einen weiteren Pass aus dem Himalaya hinaus überqueren, doch wie hoch es morgen geht, weiß ich nicht, es liegt zwischen der 1000der und 2000der Höhenlinie auf meiner Karte. So weiß ich nur das es maximal auf 1999 m hochgeht, das ist schon mal beruhigend.
Doch heute war mal wieder ein Highlighttag!
Doch nun sitze ich noch bei Momos und Tiger Nepal im kleinen Zentrum von Khurkot und beobachte noch das Leben hier.
Wie schon gesagt habe ich mich für die Strecken nach Janakpur entschieden und o ging e am Morgen gleich nach 500 m in den 20 km langen, teils steilen Anstieg, doch die war mir bei der ersten Pause nach 4,5 km noch nicht bewusst. Hier hatte ich den Blick auf die ersten Serpentinen und ich dachte schon, hey, wenn du die geschafft hast, bist du oben. Doch als ich sie geschafft hatte und es etwas flacher wurde und ich ums nächste Eck bog, sah ich gleich den nächsten Block aus Serpentinen und so folgte ein Block dem anderen. Habe mich Kilometer für Kilometer immer weiter hochgearbeitet. Pro Kilometer eine Liegepause am Straßenrand im wenigen Schatten. Es brannte wieder die Sonne, doch das Panorama der Straße in dieser Landschaft war phänomenal.
Nun sitze ich ohne Sonne am Hotel Muskan in Sindhuli nach der Abfahrt von wieder 1342 m auf nun 500 m. Sitze wieder am Highway 6 und schaue beim Zielbier was so passiert, genau wie gestern. Es war einiges los, da nebenan die Tankstelle war. Auch im Restaurant meiner Unterkunft fanden sich viele Locals ein, so das e mir irgendwann zu viel wurde und ich mich auf den Balkon neben meinem Zimmer verzog. Im Treppenaufgang spielte man wieder Mensch ärger dich nicht, dieses Mal sogar auf einem Spielbrett und nicht auf dem Handy.
Am Morgen durfte ich mal wieder früh starten, denn alle Tore waren geöffnet und so habe ich mir gleich eine Cola gegönnt. Doch anstatt das die Strecke weiter leicht Berg ab zum Highway 1 ging, fand die Straße immer wieder einen neuen Berg und die kleinen Anstiege waren extra steil. So kam ich heute trotz des Bergab Fahrens auf über 500 Höhenmeter. Doch wieder durch wunderschöne, abwechslungsreiche Landschaft, mit engen und mit Jungel bewachsenen Tälern und durch weite Flusslandschaften mit Bauernhäusern und Reisfeldern am Ufer. Dann hatte ich endlich von einer Abfahrt hinunter den Blick auf den Highway 1 und der Stadt Bardibas frei. Bin ihm dann 10 km gefolgt und ich bin wieder dem H6 Richtung Janakpur gefolgt.
Es ist ein weiteres hinduistisches Heiligtum in Nepal im Mittelpunkt der bunte Janaki Tempel der eher einem Maharadscha Palast gleicht. Es ist der Geburtsort Gott Sita. Den habe ich gleich nach kalter Dusche besucht. Warmes Wasser war im teureren Hotel nicht verfügbar, doch mir wurde ein Eimer mit heißem Wasser gebracht und so konnte ich wenigstens mal meine Radsachen vernünftig waschen. Man kam da eine Brühe raus, mein Bad war braun, so mute ich es auch noch durchspülen. Es gab hier auch viele heilige große Wasserbecken, um ein heiliges Bad zu nehmen. Um diese Becken lagen auch viele unterschiedliche Hinduistische Tempel. Ich bin dann die Stadionroad, an der meine Unterkunft liegt, hinunter bis zum einzigen Bahnhof in Nepal gelaufen. Die Strecke führt nach Indien, ist aber nicht mehr in Betrieb. Es war nur eine Tresiene zu sehen. Vor dem Bahnhof war ein Fest des Tempels nebenan und so gab es ein Alkoholverbot in dem Viertel. Doch auf einem Hinterhof einer kleinen Bar habe ich eins bekommen und konnte hier in Ruhe relaxen, kaum Gäste.
Am Ruhetag in Janakpur habe ich nach dem Frühstück in einem Cafe noch den Bivah Mandap Tempel besucht, wo die Heirat von Rama und Sita dargestellt ist. Bin dann nochmal auf die Tempelrunde um die Wasserbecken gegangen und war zum Abschluss noch mal im Janaki Tempel gesessen und den Pilgergruppen in ihrer orangen Kleidung zugeschaut wie sie den Tempel umrundet haben. Habe nachdem ich mit meiner Schwester telefoniert habe den Abend mit Chickenrolls auf dem kruschigen Hinterhof ausklingen lassen.
Am Morgen noch um einen Tag verlängert, um mal abzuschalten und das Tagebuch fertig getippt. So sitze ich nochmal im Janaki Tempel, wo aber gerade das Innere Heiligtum mit einer schweren silbernen Tür verschlossen ist. Habe noch das hier befindliche Museum angeschaut, denn der Eintritt betrug nur 15 Rupie also 12 Eurocent. Doch der Blick von oben auf den Tempel war es schon wert, das Museum war eher zu vernachlässigen. Werde gleich wieder auf den Hinterhof um zu chillen.
Doch wie ich gerade sehe, sind die Türen verschlossen und ich bin noch mal zu Foodies und habe noch eine Chickenroll gegessen und Tagebuch online gestellt. Wo ich den Abend nach getaner Arbeit verbringen muss ich dann mal schauen.

Vom 27.August 2019 - 30.August 2019 Tag 169 - Tag 172
Etappe Janakpur - Genze Indien 263 km

Datum km Schnitt Höhenmeter Zielort
27.8.2019 75,47 12,81 120 Lahan
28.8.2019 110,23 17,35 31 Itahari
29.8.2019 78,22 17,78 89 Birtamod

Am Morgen ging es weiter und es war mal wieder ein Abenteuertag, den ich so nicht erwartet hatte. Ich kann jetzt schon sagen es war ein toller aber auch wieder anstrengender Tag trotz Flachland, denn ich bin einer Dirtroad gefolgt. Der Weg führte mich durch das nepalische Bauernland, einfach traumhaft diese kleinen Bauerndörfer in den Reisfeldern. Bei einem ersten Stopp war ich wieder komplett von den Anwohnern umringt, doch sie waren zurückhaltender als die in den Städten, das liebe ich. Dieser Begegnungen hatte ich am heutigen Tag noch einige. Es machte Spaß die Bauerndörfer zu durchfahren, mit den kleinen Häusern mit Ziegen, Ochsen und Büffeln vor der Tür und alle waren erstaunt einen wie mich hier zu sehen. Es kam oft die drehende Handbewegung, die bedeutet warum, was machst du mit dem Rad hier? Doch nach 30 km war die Staubpiste dann komplett weg. Weggerissen von dem Kamel River der wohl zu bestimmten Zeiten mächtige Wassermassen führen muss. Hier wurde der Weg zu einer Strapaze, den der Weg durch Motorräder gezeichnet führte durch tiefen Sand und es war Plackerei das 55 kg Fahrrad hindurch zu schieben. Nach der Hälfte der ca. 1500 m half mir ein Zufuß entgegenkommender Nepalese bei Schieben. Ich war so froh den es hätte noch lange gedauert denn ich schaffte immer nur wenige Meter, denn die Reifen gruben sich immer wieder ein. Doch das war noch nicht alles, nach dem ich den Sand hinter mir hatte, sah ich das Wasser. Da auch die Betonbrücke weggespült war, gab es ein kleines Holzboot. Ich sah von weitem, wie Motorräder durchs Wasser auf eine Holzrampe und auf Boot gewuchtet wurden. Das hieß für mich Gepäck von Rad, Schuhe und Socken aus und alles durch relativ seichte Wasser zum Boot tragen. Doch das Fußbad tat gut, denn es war schon wieder heiß. Das Boot wurde durch Muskelkraft und einer Bambusstange angetrieben und zur anderen Flussseite getrieben. Ich saß in mitten mit bunten Saris gekleideten Frauen und neben uns 5 Motorräder und zwei Fahrräder, davon eins meins. Auf der anderen Seite das gleiche Spiel, ab ins Wasser und alles an Land tragen.
Ich war nach einem Kilometer in Siraha nach weiterem Schotter gab es, nachdem ich den Weg nach Norden Richtung Highway 1 eingeschlagen hatte mal ein kurzes Asphaltstück und meine Reisegeschwindigkeit schnellte von 12 km/h auf 18–20 km/h hinauf. Doch das Glück war erst nach 64 km perfekt, als ich auf dem H1 Richtung Lahan unterwegs war.
Zuvor habe ich noch einige Stopps an Shops oder an den zentralen Plätzen der Dörfer, wo es meist einen Schattenplatz gab, eingelegt. Kurz vor dem H1 habe ich an einem solchen Platz in der Mitte der Dorfgemeinschaft gelegen und die Zeit genossen.
Nun sitze ich nach heißer Dusche, denn es gab kein kaltes Wasser, in Lahan bei einem Golden Tiger Premium Lagerbeer neben den alten Leuten vor einem kleinen Restaurant und genieße schon wieder, nach einem tollen Abenteuertag, das Straßenleben. Anschließend bin ich zum Essen ins Smiley Restaurant. Hier waren überall Smileys an den Wänden, alles sehr bunt und es wurde auch ein bunter kölscher Abend mit den Angestellten.
Doch am Morgen habe ich es geschafft früh auf den H1 zu starten. Es wurde eine 110 km Hitzeschlacht. Nach 60 km hatte ich ein riesiges Stauwehr am Koshi River erreicht. Sonst war es eine nicht so attraktive Strecke. Ich habe viele Pausen gemacht. Die Frequenz der Pausen steigerte sich zum Ende hin. Doch nun sitze ich in einer größeren Stadt in einer Hintergasse an einem Restaurant beim Zielbier. Morgen steht die Entscheidung an, ob ich in die Berge fahre und dort nach Indien oder auf dem H1 bleibe und dann in Indien nach Dajeeling hinauf radel.
Ich bin noch weiter in ein weiteres Lokal zum Absacker um das nepalesische Leben zu beobachten. Es gab noch einen kleinen Schauer.
Am Morgen ging es auf die letzte volle Etappe in Nepal, also langsam Abschied nehmen. Die Strecke führte durch viel Wald, vorbei an Reisfeldern und es gab schon die ersten Teeplantagen in den Wäldern. Auch ging es über viele breite Flüsse, doch die im Moment nur ein Rinnsal waren. An einem wurden gerade Leichen zu Verbrennung vorbereitet.
Fortsetzung folg!

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