Zweiter Tag: Malmedy-Durbuy (64km)

Das war ein gepflegter Landregen, der in der späten Nacht niedergegangen ist. Als wir früh aufstehen, ist es nur noch ein leichtes Nieseln. Die Küche hat doch schon vor 8 Uhr geöffnet, so sind wir die ersten am Buffet und versorgen uns mit reichlich klebrigem Rosinenbrot, eiskalten Eiern, dünnem Kaffee etc. Aber mehr als genug, und das ist die Hauptsache. Vorschriftsmäßig wischen wir den Tisch sauber, gehen fertig packen. Aufsatteln und schon um 8:30 sind wir auf dem Weg.

Raus aus Malmedy, rauf zum RAVel und weitere 12 km leicht bergab nach Trois-Pont.

Der Regen hat sich wieder hingelegt, wir sind guter Laune und nehmen die jetzt nahenden Berge in Angriff. Die nächsten 20km sind geprägt von längeren Anstiegen und Gegenwind.

Viele Stellen kommen uns bekannt vor; auch auf unserer Ardennen-Tour 2010 waren wir auf dieser Route unterwegs.

Ein starker Anstieg führt uns auf den Col des Villettes.

 

Auf der Kreuzung von Manhay lockt der Pizza-Grill, der schon sehr lange nicht mehr grillt, aber Kaffee und Bier verkauft – das reicht uns. Ab hier sinds noch 25 km bis Durbuy.

Wenn wir uns nicht schwer irren, lockt eine lange, rasende Waldabfahrt.

Natürlich irren wir uns. Die gewünschte Talabfahrt lassen wir rechts liegen, fahren stattdessen geradeaus; eine Abkürzung zwar, aber beschwerlicher. Auch den einladenden Campingplatz, wo wir eine Bierrast fest eingeplant haben, verpassen wir natürlich. Also weiter rauf und runter, bis wir Bavaux erreichen und damit unsere Ourthe.

An der Kanu-Station wird gerastet, bevor wir die letzten 6 km am Fluss entlang unter die Räder nehmen und unter dem Jubel der einheimischen Bevölkerung in Durbuy einrollen.

Um hier zu übernachten, hat Micha die Tour noch einmal umgeplant. Durbuy ist die Perle im Ourthe-Tal, und jeder, der hier in der Nähe ist, sollte da mal hinfahren (mit dem Auto ab Köln ca. 90 Minuten, mit dem Rad 100mal schöner).

Wir fahren in den Hotel-Garten, parken die Bikes und nehmen Platz für unser Zielbier. Andrea duscht schon mal, wir Männer etwas später, dann brechen wir zu einem Stadtrundgang auf.

Einmal rund um die Burg, ein Blick in die kleine Altstadt mit den urigen Geschäften. Detlev erklärt uns geologische Formationen an den Felsen rundum. Höhepunkt ist der Besuch der Markloff-Brauerei, wo wir das Erzeugnis in Begleitung einer würzigen Mettwurst serviert bekommen.

 

Nach einer Stunde sind wir zurück im Hotel und freuen uns aufs Abendessen. Vorher müssen wir noch Abendsonne im Garten genießen und tun das in Begleitung einiger „Durboyse Blonde“.

Nach dem Essen schmieden wir Pläne für weitere Touren in den kommenden Jahren; bis wir müde genug aufs Zimmer gehen. Nur ich bleibe noch ein halbes Stündchen. Im Gastraum wird das Rauchverbot aufgehoben, es wird reichlich gequalmt und ein letztes Bier getrunken. Madame deckt schon ein fürs Frühstück, auf das ich mich jetzt schon freue.

Schöner Radlertag vorbei, gute Nacht.

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