Vierter Tag: Boncelles-Aachen (und heim) (78 km)

 

Die Motorrad-Fahrer aus dem Ahrtal, die wir im Hotel kennengelernt haben, prophezeiten Regen für den heutigen Tag; beim Blick aus dem Fenster sieht aber alles bestens aus: fast wolkenlos und nochmal etwas wärmer als gestern.

Beim Packen finde ich mein Tagebuch wieder. Ich hatte es wohl ins Dokumentenfach meiner Packtasche gesteckt. Dann kann ich ja wieder schreiben.

Frühstücken was reinpasst, runter ins Tal nach Tilff und rauf auf den Flussweg. Schon ist es wieder gemütlich, wir haben unsere Ruhe wieder hier an der herrlichen Ourthe.

Nach 15 km spontane Kaffeepause auf der Treppe einer Bar. Wir sind jetzt schon an Lüttich vorbei auf dem RAVel, der uns bis kurz vor Aachen bringen soll. Der Weg geht kilometerlang stetig, aber ganz leicht bergauf. Wir fahren beständig 14-15 km/h.

In Aubel wollen wir eine längere Pause machen und fahren ins Städtchen rein. Dort ist ein Markt im Gange, extrem hohes Menschen-Aufkommen und kein Café-Platz zu kriegen. Micha hat aber am Weg Sonnenschirme am Tennisclub erspäht.

Also hin; und tatsächlich serviert man uns hier kühles Jupiler, später auch Pommes mit fettiger Mayo.

Jetzt am Mittag ist es fast schon heiß, der Sonnenschirm wird genutzt. Wir beobachten ein Senioren-Tennis-Match, sitzen ein gutes Stündchen bei einigen Bieren und rollen dann wieder los.

 

Irgendwann müssen wir den Radweg verlassen; es wird wieder bergig.

 

Micha hat den Aussichtsturm am Dreiländereck in die Tour eingebaut, da quälen wir uns hoch. Oben ist auch die Hölle los; bei diesem Wetter scheint halb Aachen hier oben zu sein. Wir essen ein Eis und bemerken, dass sich im Westen eine schwarze Wand zusammengebraut hat. Also dann lieber rasch fort von hier und die letzten 7 km runter zum Bahnhof. Michas Navi führt uns sicher dorthin. Uns bleiben noch 15 Minuten bis zur Abfahrt; also rasch Tickets ziehen, rein ins Abteil, welches sich schnell mit Rädern füllt, bis man nicht mehr durchlaufen kann. Ich versuche eine Diskussion mit dem Zugbegleiter über möglich Zusatzwaggons an langen Wochenenden zu starten – ist aber sinnlos.

In Mülheim hocken wir uns noch auf ein Abschieds-Bier vor ein Brauhaus und beobachten die dortige Trinker-Scenerie vor dem Bahnhofs-Kiosk. Detlev und Micha verabschieden sich; Andrea und ich rollen Richtung Dellbrück. Das Eifel-Gewitter war langsamer als unser Zug, aber jetzt hat es Köln erreicht. Als ich zu Hause einfahre, fallen die ersten Tropfen.

Das wars für dieses Jahr; ich bin sicher, dass ich nicht zum letzten Mal in den Ardennen war.

 


 

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